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Verabschiedung der letzten Diakonisse im Krankenhaus Eberbach


Dieter Koslowski, Dr. Helmut Reinhard, Klaus Eiermann, Schwester Friedel Brendel, Schwester Wiltrud Hubach, Schwester Alwine Paul, Schwester Else Schumann, Schwester Sigrid Ehrentraut, Wolfgang Bachert, Schwester Else Baal, Schwester Katrin Heintz und Schwester Dora Bein (v.l). (Foto: privat)

(ag) (ke) In einer internen Feierstunde im Dachgarten des Krankenhauses wurde mit Schwester Wiltrud Hubach dieser Tage die letzte Diakonisse des Mutterhauses Lachen verabschiedet. Schwester Wiltrud hat zum September das Krankenhaus verlassen, um ihren Ruhestand im Mutterhaus anzutreten. Für die Krankenhausleitung war dies Anlass, dem Diakonissen-Mutterhaus Lachen und vor allem den Schwestern des Heimes zu danken, besonders nun Schwester Wiltrud für ihre Tätigkeit im Krankenhaus Eberbach, die Januar 1953 begann.

Nach 56 Jahren endet nun eine Ära der Diakonissen im Krankenhaus Eberbach. Klaus Eiermann hieß sie, die jahrelang hier Dienst taten, herzlich willkommen und hielt Rückschau.

Im Juli 1952 unterzeichnete der frühere Eberbacher Bürgermeister Kurt Nenninger den ersten Vertrag zwischen dem Deutschen Gemeinschaftsdiakonieverband Marburg-Lahn und der Stadt Eberbach. Dieser Vertrag sah ab dem 1.1.1953 vor, dass eine Schwesternschaft des Missionshauses Lachen-Speyrerdorf ihre Tätigkeit im damaligen Städtischen Krankenhaus Eberbach aufnimmt. Zu diesem Datum waren zunächst eine Oberschwester, fünf Spezialschwestern und dreizehn Pflegeschwestern eingesetzt. Die betriebswirtschaftliche Leitung war Sache der Stadt Eberbach. Die hauswirtschaftliche Führung lag in der Hand der Oberschwester, die auch Sitz und Stimme im damaligen Krankenhausausschuss der Stadt Eberbach hatte. Am 1.1.1974 waren eine Oberschwester, zwei Hausschwestern, eine Unterrichtsschwester, neun Stationsschwestern, acht Fachschwestern, zehn Krankenschwestern und eine Schwesternschülerin im Hause tätig, also 32 Diakonissen an allen Schalthebeln innerhalb des Hauses.

Schwester Rosa Ott war ab 01.12.1952 die erste Pflegedienstleiterin (Oberschwester) in Eberbach. Klaus Eiermann erinnerte namentlich an alle Diakonissen, die im Krankenhaus vorbildliche und aufopferungsvolle Arbeit geleistet haben.

Bei einem Neujahrsempfang 1978 der Stadt Eberbach wurde die Diakonissenschwesternschaft für ihr 25-jähriges Jubiläum im Krankenhaus Eberbach geehrt. Oberschwester Rosa feierte ihr 40-jähriges Jubiläum als Diakonisse und wurde an dieser Stelle ebenfalls geehrt. Schwester Rosa versah ihren Dienst bis zur Ablösung am 1.12.1981 noch 28 Jahre lang. Nachdem Schwester Emilie Bär eine gewisse Einarbeitungszeit im Hause absolvierte, wurde sie ihre Nachfolgerin.

Mit Beginn der 80er Jahre wurden viele Diakonissen in den wohlverdienten Ruhestand in das Mutterhaus zurückgeholt. Die eine oder andere erhielt auch neue, andere Aufgaben außerhalb Eberbachs. Am 31.12.1991 verließ dann Oberschwester Emilie Bär das Haus, um das Referat Altenhilfe im Diakonischen Werk in der Pfalz zu leiten. Sie gründete die „Aktion
Lebenszeichen“. Im Dezember 2ooo wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Dezember 2oo6 verstarb sie all zu früh. - Ihr Nachfolger als Pflegedienstleiter wurde Dieter Koslowski
im Einvernehmen mit der Mutterhausleitung und dem Seminar-Brüderhaus Tabor.

Allmählich wurde die Zahl der Diakonissen geringer. „Nachwuchsmangel“ würde diese Situation treffend umschreiben. Im Laufe der Zeit, bis zuletzt, haben die Diakonissen ihren Teil dazu beigetragen, dass sich das Krankenhaus Eberbach weiterentwickelt hat. Sie leisteten ihren Dienst der Nächstenliebe und waren anerkannt bei Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Bevölkerung Eberbachs und Umgebung.

Klaus Eiermann dankte für ihren Einsatz, ihr Engagement, ihre Seelsorge, für ihren liebevollen Dienst am Kranken, für gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Das Krankenhaus werde stets mit Dankbarkeit und Freude an die Diakonissen denken. Als Andenken an den Verabschiedungstag überreichte er jeder Diakonisse einen Toneber aus der Töpferei Krösselbach, der sie an Eberbach und das Krankenhaus stets im Positiven erinnern soll.

Dieter Koslowski übernahm die persönliche Laudatio für die letzte Diakonisse des Hauses. In pointierten Worten schilderte er einige Anekdoten aus der gemeinsamen jahrelangen Zusammenarbeit.
Der ärztliche Direktor des Hauses, Dr. Helmut Reinhard, erinnerte an die Anfänge der Tätigkeit der Diakonissen. Pflegekräfte waren nach dem Kriege rar. Die Schwesternschaft habe große Aufbauarbeit in Eberbach geleistet, die man nicht hoch genug bewerten könne.
Dankesworte des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Bachwert schlossen sich an.

Sichtlich bewegt nahmen Schwester Wiltrud Hubach und ihre Mitschwestern den Dank und die Anerkennung zur Kenntnis. Man erinnere sich immer gerne an Eberbach.

Infos im Internet:
www.diak-mhs-lachen.de


29.10.09

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