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Wenn unsere Zukunft kleiner wird


(Foto: privat)

(bro) (ab) Wenn unsere Zukunft kleiner wird, wird uns achtsame und ganzheitliche Begleitung umso bedeutsamer. Wie dies im stationären Hospiz den Gästen auf ihrer letzten Wegstrecke geschenkt wird, das veranschaulichte die Referentin und Hospizmitarbeiterin Gabriele Holzer anschaulich und ebenso ganzheitlich in ihrem Vortrag des ambulanten Hospizdienstes Eberbach-Schönbrunn.

Sie entzündete eine Kerze am Rednerpult, sprach von den vielfältigen und verschiedenartigen Bedürfnissen der Sterbenden. Und sie erläuterte im weiteren Verlauf des Vortrages, wie achtsam und entgegenkommend die Bedürfnisse und Wünsche der Sterbenden beantwortet werden.

Je Schicht sind dort zwei Pflegekräfte und auch ehrenamtliche Hospizbegleitende anwesend, die mit der Rundum-Betreuung beschäftigt sind: Lieblingsessen kochen, Pflege, Gespräche auch mit Angehörigen, sanfte Körperberührung und Massage, die zum Spannungsausgleich und seelischen Frieden dient. Da werden Träume der Nacht angehört und vieles mehr.

Hospizbegleitende haben Achtsamkeit auf Wünsche und Bedürfnisse des Sterbenden, die diese sehr genau äußern. Dafür dient zuerst das Aufnahmegespräch. Darin wird auch geklärt, ob der Einzug ins Hospiz tatsächlich ansteht. Äußere Kriterien sind eine unheilbare Erkrankung, die unmittelbar zum Tode führt, besondere Schmerzzustände oder schwere Krankheitsverläufe, die eine Pflege zu Hause nicht mehr erlauben.

Im Hospiz selbst ist ein Abschiedsraum "Raum der Stille" mit Gedenkbuch, ein Seelenbrett für jeden Verstorbenen sowie Zimmer für bis zu zehn Gäste, ein Wohnzimmer und Angehörigenzimmer.

Doch manchmal kann diese Begleitung auch ganz schön anstrengend sein, weiß Gabriele Holzer zu berichten. Sie berichtet von Aggressionen der Gäste, weil sie eigentlich nicht ins Hospiz wollen, manche können vom Leben nicht loslassen, wiederum andere möchten ihre Probleme noch lösen, um friedlich sterben zu können. Und immer ist der Hospizmitarbeiter bemüht, eine Lösung zu finden

Es ist klar, dass solche Erfahrungen und Begleitungen einen sehr achtsamen Umgang mit sich selbst brauchen: Man muss gut auch für sich selbst sorgen können, braucht Supervision und Dinge zum Ausgleich, die einfach nur Spaß machen.

Die Referentin machte somit Mut und neugierig auf den wertvollen Beitrag des Hospizes und auch des ambulanten Hospizdienstes. Und es wurde für die Zuhörer verständlich, warum die Referentin nach 20 Jahren Berufstätigkeit in der Uniklinik Heidelberg die ehrenamtlich Hospizausbildung und die Palliativ-Care-Schwesternausbildung absolvierte - sie wollte so ihren Beruf als Berufung, als Ruf zum Menschen leben können.

Mit meditativer Musik endete der Vortrag, um das Gesagte nachwirken zu lassen - eben ganzheitlich.

Die nächsten Vorträge:

  • Dienstag, 2. Februar, 20 Uhr: "Trost in der Untröstlichkeit - Wie können wir Menschen in ihrer Trauer nahe sein." Referent: Hermann Bayer, Trauerbegleiter Stuttgart
  • Dienstag, 23. Februar, 20 Uhr: "Kinder fragen nach dem Tod – Was antworten wir?" Referentinnen: Jutta Grünberg: Kindergartenleiterin, Beerfelden und Mitarbeiterin im ambulanten Hospizdienst Eberbach-Schönbrunn Martina Reiser, Seelsorgerin, Kinderklinik Heidelberg
  • Dienstag, 2. März, 20 Uhr: "Sterben in heutiger Zeit". Referent: Heribert Kampschröer, Klinikseelsorger, Trauerbegeleiter, Neckargemünd
Die Vorträge werden im evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz gehalten. Spenden sind erwünscht.

Ein neuer Ausbildungskurs für ehrenamtliche Hospiztätigkeit findet von März bis Oktober 2010 statt. Alle an der Ausbildung Interessierten treffen sich am Dienstag, 16. März, um 20 Uhr. Die Leitung haben Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal und Pastoralreferent Andreas Bohnert.

20.01.10

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