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Referat über frühkindliche Bildung

(bro) (md)Das Thema „Frühe Bildung - Garantie für Chancengerechtigkeit?“ wurde beim Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes Neckargerach-Guttenbach näher beleuchtet. Dazu referierte die Geschäftsführerin der Akademie für Information und Management Heilbronn-Franken (AIM), Tatjana Linke.

Vorsitzender Eugen Mayer begrüßte im Gemeindezentrum Neckargerach über 60 Bürger, Abordnungen der CDU Gemeindeverbände Binau, Zwingenberg und Obrigheim sowie zahl­reiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens, darunter Bürgermeister Ralf Schnörr, die Kreisräte Herbert Münkel und Karlheinz Neser sowie die Bürgermeisterkandidaten Dr. Dorothee Schlegel und Norman Link.

Bereits zu Beginn ihrer Ausführungen wies Tatjana Linke darauf hin, dass die frühkindliche Bildung vom Zeitpunkt der Geburt eines Kindes bis zu dessen zehnten Lebensjahr eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung des Kindes ist.
Die Referentin stellte zunächst die Bildungseinrichtung vor. Die AIM ist eine operativ tätige Bildungseinrichtung, die finanziell durch die "Dieter Schwarz Stiftung gemeinnützige GmbH" unterstützt wird. Sie entwickelt innovative Bildungsprojekte und setzt diese gemeinsam mit Partnern in der Region um. Die Maßnahmen sind insbesondere auch, aber nicht nur, auf die Unterstützung von Personen aus benachteiligter Umgebung ausgerichtet. In Seminaren und Lehrgängen wendet sich die AIM an Erzieherinnen und Lehrkräfte und an Schüler und Studenten sowie Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft. Linke zählte beispielhaft einzelne Maßnahmen zum Thema frühe Bildung auf. Unter anderem Lehrgänge und Seminare zur Umsetzung des Orientierungsplans des Landes Baden-Württemberg, die Begleitung bei der Qualitätssicherung in Kindertageseinrichtungen, Projekte bezüglich der Vernetzung Kindergarten – Grundschule, Lehrgänge zur Sprachförderung, Ausbildung von Vorlesepaten und einiges mehr.
In ihren weiteren Ausführungen ging sie auf die Umsetzung des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung in Kindergärten im Land ein. Sie stellte heraus, dass die frühe Kindheit mit vielen Chancen und Herausforderungen verbunden sei. Entscheidend sei dabei die sensible Begleitung der Kinder in ihren individuell sehr unterschiedlichen Entwicklungsverläufen. Wesentlich sei, dass das Kind im Mittelpunkt des Bindungsprozesses steht. Die Motivation des Kindes und inwieweit der Kindergarten darauf Einfluss nehmen kann, die Qualität der Arbeit im Kindergarten seien Gesichtspunkte, die für die frühe Bildung im Kindergarten und in Bildungseinrichtungen von entscheidender Bedeutung seien. "Bildung" sei nicht Restriktion oder Pauken, vielmehr entscheidend sei die Atmosphäre im Kindergarten, die Zusammenarbeit mit Eltern und Trägern und Einrichtungen der Sonderförderung. Tatjana Linke stellte die Weiterentwicklung des Orientierungsplan dar. Wichtig dabei seien die Vernetzung von Kindergarten und Grundschule, ein größeres Gewicht auf Sprachförderung zu legen , besondere Anforderungen bei der Betreuung unter Dreijähriger zu beachten sowie die Anerkennung des Fortbildungsbedarfs für Fachkräfte umzusetzen.
Sie betonte, dass die Ausbildung der Erzieherinnen sehr wichtig sei. Anders als in anderen Ländern sei diese in Deutschland bisher nicht als akademischer Bildungsgang organisiert gewesen. Die Chancen, die sich aus der Umsetzung des Orientierungsplans ergeben, stellten hohe Anforderungen an die Erzieherinnen und Lehrkräfte. Haltungen und Einstellungen müssen überprüft werden. Erforderlich sei auch, dass die Einrichtungsträger die notwendigen Ressourcen und Arbeitsbedingungen schaffen. Dazu gehörten Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Schulen, Sprachförderung in kleinen Gruppen und enge Zusammenarbeit mit den Eltern.
Aufgrund der aktuellen angespannten Finanzsituation des Landes und der Kommunen sei allerdings zu befürchten, dass sich Konsequenzen eher zu Ungunsten der frühen Bildung ergeben werden. Die Kindergärten und Schulen stünden vor einer veränderten Situation. Es gebe eine größere Zahl von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, Sprachprobleme nähmen zu, die Zusammenarbeit mit Eltern werde anspruchsvoller. Daraus ergebe sich eine gestiegene Anforderung an die in den Bildungseinrichtungen tätigen Fachkräfte.
Die bessere Qualifizierung der Fachkräfte wirke sich allerdings fast nicht auf deren Bezahlung aus, und auch die Wahrnehmung dieser Veränderungen in der Öffentlichkeit sei leider nur begrenzt. Die besondere Bedeutung der frühen Bildung und ihr Einfluss auf die Bildungsbiografie sei zwar in der Öffentlichkeit angekommen. Auch was ihre wirtschaftlichen Auswirkungen betreffe. Viele gute Ansätze seien bereits auf den Weg gebracht, allerdings gefährde die aktuelle Finanzsituation den Erfolg der bisherigen Anstrengungen, resümierte Tatjana Linke. An dieser Stelle setzt die AIM mit ihrer Arbeit in Form der Unterstützung durch qualifizierte Fortbildung, die praktische Begleitung vor Ort über einen längeren Zeitraum und durch die Umsetzung von Modellprojekten ein. Diese stellte die Referentin näher vor. Dabei gehe die AIM auch bei der Bereitstellung von Mitteln für die Arbeit an ausgewählten Musterstandorten neue Wege. Neue Wege in der Weise, dass finanzielle Mittel für die Arbeit in ausgewählten Musterstandorten zur Verfügung gestellt werden.

Im Anschluss an die Ausführungen wurde rege diskutiert. Vorsitzender Eugen Mayer bedankte sich bei Tatjana Linke für ihr Referat und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass damit, zumindest in kleinem Rahmen, eine Sensibilisierung für das gesellschaftlich hochinteressante Thema erreicht werden konnte. Mayer freute sich, dass die Erzieherinnen des katholischen Kindergartens zu der Veranstaltung gekommen waren und bedauerte, dass die Repräsentanten der weiteren ortsansässigen Bildungseinrichtungen seiner Einladung nicht gefolgt waren.

Der CDU-Gemeindeverband nahm den Neujahrsempfang zum Anlass, Eberhard Fabian für seine Tätigkeit als Gemeinderat Dank und Anerkennung auszusprechen. Fabian war als unabhängiger Kandidat auf der Liste "CDU-Bürger für Neckargerach und Guttenbach" 25 Jahre als Gemeinderat tätig. Mit einem Präsent dankte ihm der Gemeindeverband auch für sein über die Gemeinderatstätigkeit hinaus gehendes ehrenamtliches Engagement.

24.01.10

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