19.04.2024

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Auftragserweiterung um 250.000 Euro - Ingenieurbüro räumt Fehler ein


(Foto: Claudia Richter)

(hr) Bei den am 4. Februar begonnen Arbeiten zur Betonsanierung in der Eberbacher Tiefgarage am Leopoldsplatz kam es schon nach wenigen Tagen zu einem ernsten Problem, das nun zu einer Verteuerung der Arbeiten führt.

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats gestern Abend berichtete Stadtbaumeister Steffen Koch, dass es bei den Strahlarbeiten mit einem Hochdruckgerät zu Durchschüssen der Betondecke gekommen sei, also echte Löcher entstanden seien. Wie sich herausstellte, war in der Ausschreibung der Arbeitsleistungen die Stärke der Betondecke mit 20 cm angegeben worden. In Wirklichkeit beträgt sie aber nur 12 cm. Da bei der Betonsanierung bis zu 9 cm abgetragen werden müssen (stellenweise so tief war schädliches Streusalz in den Beton eingedrungen), wurde die Decke instabil und muss nun in Einzelabschnitten (so genannte “Pilgerschritte”) eingeschalt und aufbetoniert werden. Das führt im Wege der Auftragserweiterung der Firma AZ Bautenschutz aus Ludwigsburg zu Mehrkosten von rund 250.000 Euro, was die Gemeinderäte teils zähneknirschend zur Kenntnis nahmen, aber schließlich doch einstimmig beschlossen. Die voraussichtlichen Gesamtkosten sollen nun bei 1,45 Millionen Euro liegen.

Der Fehler in der Ausschreibung (20 cm statt tatsächlich 12 cm Betondicke) entstand beim beauftragten Ingenieurbüro, das deshalb auch die Kosten für die Standzeiten des Strahlgeräts (rund 18.000 Euro) übernimmt.

Mit einer nennenswerten zeitlichen Verzögerung bei der Tiefgaragensanierung rechnet Koch trotz der Mehrarbeiten nicht. Wie er sagte, sollten die Arbeiten und damit die Tiefgaragensperrung höchstens zehn Tage länger als geplant dauern.

29.03.19

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