Montag, 06. Juli 2020

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Ersparnisse eines 93-jährigen Eberbachers ergaunert

(hr) (pol) Ein 93-jähriger Mann wurde in Eberbach Opfer eines Trickdiebstahls.

Der Senior erhielt im Laufe des Donnerstags, 23. April, einen Anruf einer jungen Frau, die sich als seine Enkelin ausgab. Diese gab vor, in Geldnot zu sein und dringend 30.000 Euro zu benötigen. Der Mann begab sich daraufhin umgehend zu seinem Geldinstitut, um das Geld abzuheben. Er erhielt jedoch lediglich einen geringeren Betrag. Bei einem weiteren Anruf gab die angebliche Enkelin vor, das Geld nicht selbst abholen zu können. Stattdessen komme eine Vertrauensperson des Rechtsanwalts und des Notars. Als gegen 15.30 Uhr tatsächlich eine männliche Person an der Wohnungstür des 93-Jährigen erschien, übergab ihm der gutgläubige Mann einen Umschlag mit dem Bargeld.

Die Abholer des Gelds wird wie folgt beschrieben: Ca. 40 bis 50 Jahre alt, ca. 170 cm groß, lichter Haarkranz, rundes Gesicht, leicht gebräunt, leicht untersetzte Figur. Er trug einen Mundschutz.
Nach der Geldübergabe erhielt das Opfer weitere Anrufe der angeblichen Enkelin, in denen er jeweils aufgefordert wurde, das restliche Geld auf anderen Filialen des Geldinstituts abzuheben. In einem letzten Anruf kündigte die Enkelin ihren Besuch an, der jedoch nicht erfolgte. Daraufhin rief der Mann seine echte Enkelin an und musste feststellen, dass er einem Trickbetrug aufgesessen war.

Sachdienliche Hinweise auf die Täter nimmt die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg unter Telefon 0621 174-4444 entgegen. Die Polizei weist darauf hin, grundsätzlich keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen, sich von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis zeigen zu lassen und beim geringsten Zweifel bei der Behörde anzurufen, von der die angebliche Amtsperson kommt. Am Telefon sollten nie Details zu den eigenen finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden, und es sollte natürlich niemals Geld an unbekannte Personen übergeben werden.


25.04.20

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