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Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Schollbrunner wurde Großlandwirt in Russland


Das Kurgestüt Hoher Odenwald der Familie Zollmann war ein Ziel der russischen Delegation um den gebürtigen Schollbrunner Stefan Dürr (zweiter von rechts), der im Gebiet Woronesch Landmaschinenhandel betreibt und rund 100000 Hektar Ackerland bewirtschaftet. Der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises, Martin Wuttke (sechster von links) und Bürgermeister Schölch (zweiter von links) begleiteten den Besuch. (Foto: LRA)

(hof) (sch) Stefan Dürr hat in Russland Karriere gemacht - in einem für deutsche Verhältnisse schier unglaublichen Maß. Jetzt weilte der gebürtige Schollbrunner, der seine Jugend in Walldorf verbracht hat, in seiner alten Heimat. Mitgebracht hatte er eine ganze Delegation aus seiner neuen Heimat, wo der studierte Geoökologe 1989 als Praktikant ins Land kam.
In der Folgezeit etablierte er den Handel mit John-Deere-Landmaschinen; ab 2002 betrieb er selbst Landwirtschaft. Das allerdings in einem Umfang, der für deutsche Landwirte beinahe unvorstellbar ist: Mittlerweile bewirtschaftet Dürr rund 100.000 Hektar äußerst fruchtbares Schwarzerdeackerland und setzt mit Landmaschinen- und Saatguthandel insgesamt rund 220 Millionen Euro jährlich um. 2.000 Menschen sind in seinen Betrieben im russischen Gebiet – vergleichbar einem deutschen Bundesland – Woronesch beschäftigt.

Quer durch Deutschland reiste die Delegation, der auch der stellvertretende Ministerpräsident von Woronesch, Anatoliy Spivakov, der Landrat der Region Lisk, Victor Shevtsov und Valentina Malewa von der Regierung Woronesch, zuständig für die Finanzen im Bereich Landwirtschaft, angehörten. „Nachbarn“, also Betreiber ähnlich großer landwirtschaftlicher Unternehmen - einer betreibt die Aufzucht von 50 Millionen Masthähnchen, ein anderer ist Herr über „mehrere Tausend Rinder“ – genossen die Rundreise ebenfalls.
Stationen waren unter anderen die „Grüne Woche“ in Berlin, Thüringen, eine Biogasanlage bei Ochsenfurt, ein Weinbaubetrieb in Iphofen, die Altstadt von Heidelberg, Münchens Sehenswürdigkeiten und Waldbrunn.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde das Kurgestüt Hoher Odenwald von Hans und Gudrun Zollmann besichtigt. Der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises, Martin Wuttke, begleitete die Delegation gemeinsam mit Gerhard Kohler vom Fachdienst Landwirtschaft und Waldbrunns Bürgermeister Klaus Schölch. Auch Landrat Dr. Achim Brötel kam zu einer Stippvisite vorbei.
Die russischen Gäste waren voll des Lobes für den „guten Freund Stefan“: „Er hat uns beigebracht, wie man Landwirtschaft besser betreiben kann und wir hoffen, das gleiche Niveau zu erreichen, wie es hier herrscht.“ Die Mitglieder der Delegation nahmen viele neue Erkenntnisse mit auf die Heimreise. „Zu sehen, wie für unsere Verhältnisse kleine Familienbetriebe über Generationen hinweg effektiv in der Landwirtschaft arbeiten, war sehr neu und sehr interessant für uns.“ Ohnehin, so erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Spivakov, seien Grenzen und Nationalitäten „wenig“ wichtig. Frieden und Zusammenarbeit sowie Lösungen für eine gesicherte Welternährung und die Umweltproblematik seien wichtiger, so Spivakov.

Hans Zollmann schließlich führte die Gäste über sein Gestüt mit 400 Pferden. Die Stuten werden viermal täglich gemolken, wodurch rund vier Liter Stutenmilch gewonnen werden. „Da eine Stute rund zwölf Liter am Tag produziert, reicht das immer noch, um die Fohlen zu ernähren“, erklärte Zollmann den interessierten Gästen.
Natürlich wurde im Anschluss frische Stutenmilch verkostet und auch Kumylac®, das den meisten russischen Delegationsmitgliedern als Kumys - ein prickelndes, leicht alkoholhaltiges Sauermilch-Hefegetränk aus Stutenmilch – bekannt ist. Aus Kasachstan hatte Gudrun Zollmannns Vater einst die Idee zur Produktion dieses uralten Getränkes schließlich auch mitgebracht. Mit vielen Dankesworten, reichlich guten Wünschen, Einladungen und dem Versprechen auf weitere Besuche verabschiedete sich die Delegation Richtung Heidelberg, bevor sie tags darauf die Heimreise nach Woronesch antrat.

Infos im Internet:
http://www.kurgestuet.de


27.01.09

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