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Nachrichten > Kultur und Bildung

Klassisch bis romantisch: Beethoven bis Brahms


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Am Freitag, 27. Februar, findet um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Eberbach das dritte Abonnementskonzert der 60. Reihe (2008/2009) der Eberbacher Kunstfreunde e. V. statt.

Auftreten wird das vom deutschen Musikrat geförderten Ensemble "Vox Cellestis". Dieses Ensemble setzt sich aus Georg Gädke (Bariton - Mannheim-London) und den Brüdern Peter Philipp Staemmler (Violoncello) und Hansjacob Staemmler (Klavier - Berlin) zusammen. Mit Liedern von Beethoven und Brahms und Instrumentalkompositionen von Schumann und Brahms werden sie das Publikum in ihren Bann ziehen.

Das Konzert beginn mit fünf Liedern aus Beethovens 1815-16 entstandenem Zyklus "25 Schottische Lieder" op. 108 (mit englischem und deutschem Text). Er hatte diese Strophenlieder, die u. a. von Walter Scott und Robert Burns stammen, für George Thomson, einen englischen Verleger und begeisterten Liedsammler, komponiert, sie mit Vor- und Nachspielen versehen und ansprechende Begleitungen mit Klavier, Cello und Violine dazu geschrieben. Im Konzert sind sie auf Englisch von einem Bariton gesungen und mit Klavier- und Cellobegleitung zu hören. Die Kompositionsarbeit war für Beethoven ein voller kommerzieller Erfolg, aber er arbeitete "größtenteils mit Liebe – la plus grande partie con amore" daran, wie er schreibt. Beeinflusst von Herder, der in Volksgesang und Volksdichtung die Seele eines Volkes zu erkennen glaubte, widmete er sich der Aufgabe mit der ihm eigenen Sorgfalt und Fantasie und schuf auch hier Beeindruckendes.

Trotz der auch ihn erfassenden Revolutionswirren von 1848-1849 war diese Zeit eine der fruchtbarsten im Schaffen Schumanns. Damals interessierten ihn auch kleinere Instrumentalbesetzungen, was vielleicht auf eine Abwendung von den ihn belastenden Tagesereignissen verweist. Bezeichnend dafür wäre seine Bemerkung, man solle nicht aufhören, "in der Kunst zu vergessen, was Widerwärtiges das Leben zu Zeiten bringen mag." Er erprobte dabei verschiedene solistische Besetzungen, auch mit Blasinstrumenten, legte viel Wert auf Verständlichkeit, ohne den hohen kammermusikalischen Anspruch aufzugeben. Unter den erhaltenen sechs Werken für Klavier und ein Soloinstrument sind die fünf Stücke im Volkston für Violoncell (ad. lib. Violine) und Pianoforte op. 102 vom April 1849. Diese Sätze sind ausdrucksmäßig ganz deutlich in einer Antistimmung zu den turbulenten Zeitereignissen geschrieben und zeichnen sich durch schlichte und doch fein empfundener melodische Schönheit aus – doch immer in strenger kammermusikalischer Form.

Im Jahre 1858 komponierte Brahms einen Zyklus von acht "Liedern und Romanzen" (op. 14), deren Texte er damals verbreiteten Volksliedersammlungen entnahm. Allen diesen Vertonungen ist die sangbare, ausdrucksvolle, sorgfältig dem Text angepasste melodisch Linie zu eigen. Damit steht Brahms im Gegensatz zu der "neudeutschen" Liedkomposition etwa Hugo Wolfs, bei dem die Singstimme weniger auf die melodische Linie als vielmehr auf eine möglichst sorgfältige textempfindliche Deklamation ausgerichtet ist. Dass beide Stile Meisterwerke hervorgebracht haben, ist bekannt. Als besonders reizvoll gilt im Zyklus die Nr. 2 "Vom verwundeten Knaben". Musikalisch interessant ist seine Vertonung der schottischen Ballade "The bonny Earl of Murray" (“Murrays Ermordung“, Nr. 3). Vertont ist auch ein Lied des großen Trouvères (nordfranzösischen Minnesängers) und Königs von Navarra Thibaut (de Champagne), der im 13. Jahrhundert lebte, regierte und dichtete.

Brahms soll mehr als hundert Kammermusikwerke komponiert haben. Vor seiner schonungslosen Selbstkritik hatten nur zwei Dutzend Bestand, darunter seine zwei Klavier-Violoncello-Sonaten von 1862 und 1886. Vor allem die zweite gilt als Herausforderung an das technische Können der Solisten und für die Auffassungsgabe der Zuhörer, da sie wenig Rücksicht auf leichte Fasslichkeit nimmt. Doch bietet sie faszinierende Aspekte: vom dramatisch Opernhaften bis zum Liedhaften und vom leidenschaftlich Unruhigen bis hin zum Optimistischen.

Karten für Nichtabonnenten sind an der Abendkasse erhältlich.

02.02.09

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