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Nachrichten > Kultur und Bildung

Als wäre "Der Wildschütz" für Schloss Zwingenberg gemacht


(Fotos: Nicol Kolbe)

(ko) Witzig, spritzig und sehr humorvoll ging am vergangenen Freitag die dritte Premiere der diesjährigen Zwingenberger Schlossfestspiele, Albert Lortzings Komische Oper „Der Wildschütz“, im Zwingenberger Schlosshof über die Bühne. Nach der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste durch den Intendanten Karsten Huschke informierte dieser die Zuschauer, dass „Der Wildschütz“ absolut nichts mit dem „Freischütz“ zu tun habe. Da „Der Wildschütz“ aber im Schlosse des Grafen von Eberbach spielt, sei die Aufführung dieses Werk ein absolutes Muss für Zwingenberg.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der ältliche Schulmeister Baculus (Stefan Müller-Ruppert), der seine Verlobung mit Gretchen (Monika Maria Staszak) feiert. In diese Feier platzen Jäger des Graf von Eberbach (Hong-Kyu Kim) und überbringen dem Schulmeister einen Brief, in dem ihm mitgeteilt wird, dass er von seinem Posten entlassen sei, da er im Wald des Grafen einen Rehbock für dieses Fest erlegt habe. Baculus fasst den Gedanken sein Gretchen beim Grafen für ihn vorsprechen zu lassen, verwirft diesen Gedanken jedoch schnell wieder, da er die Schwächen des Grafen für junge Mädchen kennt.

Da betritt die Baronin Freimann (Theodora Varga), Schwester des Graf von Eberbach, als Student verkleidet, zusammen mit ihrer Kammerzofe Nanette (Christine Buhne) die Bühne. Die Baronin, die erst kürzlich Witwe geworden war, hat sich verkleidet um unerkannt durchs Land reisen zu können. Ihr Bruder will sie mit dem Baron Kronthal (Marc Haag) verheiraten, diesen will sie aber erst einmal begutachten. Als die Baronin von dem Unglück des Schulmeisters erfährt, bietet sie sich an, als Gretchen verkleidet, beim Grafen Fürsprache für ihn einzulegen. Da taucht der Graf mit seiner Jagdgesellschaft und dem als Stallburschen verkleideten Baron Kronthal beim Fest auf. Der Graf und der Baron sind sogleich von Gretchen entzückt, noch mehr allerdings von der verkleideten Baronin. Der Graf lädt die ganze Gesellschaft spontan zu seinem Geburtstagsfest am kommenden Tag auf sein Schloss ein.

Die Gräfin von Eberbach (KS Claudia Felke) hat eine Schwäche für antike Tragödien, vor allem für Sophokles und langweilt ihre Dienerschaft mit entsprechenden Vorlesungen. Haushofmeister Pankratius (Heinz Maraun) rät Baculus „wie närr´sch“ solle er sich die Schwäche der Gräfin zunutze machen. So beeindruckt Baculus mit vorgetragenen antiken Zitaten die Gräfin. Der Graf kommt dazwischen und wünscht Baculus nicht mehr zu sehen. Die Kündigung bleibt ebenso bestehen. Baculus holt deshalb die Hilfe von Baronin Freimann, die als nun Gretchen verkleidet, vorstellig wird. Der Baron umwirbt das schöne Bauernkind und überzeugt Baculus und „Gretchen“ im Schloss zu übernachten. Während einer Partie Billard geht plötzlich das Licht aus und der Graf und Baron Kronthal sehen ihre Chance gekommen, das vermeintliche Gretchen zu verführen. Diese flüchtet jedoch mit Hilfe der Gräfin in deren Schlafgemach. Der Baron handelt daraufhin mit Baculus ein Geschäft aus und dieser gibt sein Gretchen für fünftausend Taler an den Baron ab.

Der Graf feiert seinen Geburtstag in bester Laune während Baculus mittlerweile das richtige Gretchen zum Schloss gebracht hat. Gretchen gefällt die Aussicht nun bald Baronin zu werden gar nicht schlecht, dem Baron allerdings weniger, denn der hatte sich auf das Gretchen vom Vorabend gefreut. Baculus eröffnet ihm, dass das gestrige Gretchen ein verkleideter Student sei. Daraufhin gibt sich die Baronin zu erkennen. Als nun die Verkleidungs- und Verwandtschaftsbeziehungen aufgeklärt waren, geben sich Baron Kronthal und Baronin Freimann das Jawort. Baculus behält sein Gretchen und wird wieder in den Schuldienst eingestellt. Zum Schluss stellt sich dann noch heraus, dass Baculus im Dunkel der Nacht anstatt eines Rehbocks seinen eigenen Esel erschossen hatte.

Es war ein heiterer und vergnüglicher Opernabend an dem auch wieder der aus Laiensängern bestehende Festspielchor sowie der Kinder- und Jugendchor zum Einsatz kamen. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Prof. Klaus Eisenmann und Regie führte Kammersängerin Claudia Felke.

Das Publikum im leider nicht ausverkauften Schlosshof bedankte sich bei allen Akteuren mit anhaltendem Applaus.

Weitere Aufführungen des " Wildschütz" finden statt am heutigen Mittwoch um 20 Uhr sowie am Samstag, 22.08. um 17 Uhr.


Infos im Internet:
www.schlossfestspiele-zwingenberg.de


19.08.09

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