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Der Ausbau erneuerbarer Energien belastet Verbraucher und Versorger

(bro) (stw) „Es gibt nichts Gutes zum Nulltarif: Das gilt auch für den Klimaschutz“, sagt Stefan Schwarz, Werkleiter der Stadtwerke Eberbach. Am 1. Januar 2011 steigt die staatliche Umlage zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen pro Kilowattstunde auf 3,53 Cent netto, 2009 lag sie noch bei 1,09 Cent. Zahlen müssen diese Umlage alle Stromverbraucher. Stefan Schwarz erklärt, warum die Umlage so drastisch gestiegen ist: „Der Zubau an dezentralen Fotovoltaik-, Wind-, Biomasse- und Wasserkraftwerken ist enorm. Allein in unserem Netzgebiet speisen bereits 54 Anlagen Ökostrom ein, alles Fotovoltaikanlagen. Elf davon sind in diesem Jahr bereits installiert worden, weitere werden bis zum Jahresende folgen.“

Dieser schnelle Ausbau erneuerbarer Energien ist von der Bundesregierung gewollt und auch notwendig, um ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen. „Der Wandel der Stromerzeugung kommt so rasch voran, weil die Vergütungssätze pro erzeugter Kilowattstunde Ökostrom äußerst attraktiv sind“, betont Stefan Schwarz. Der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Preis für jede eingespeiste Kilowattstunde Ökostrom liegt deutlich über dem Marktpreis für elektrische Energie aus konventionellen Kraftwerken. Diese Mehrkosten, also die Differenz zwischen Vergütungssatz und Marktpreis an der Strombörse, trägt jeder Stromverbraucher über die sogenannte EEG-Umlage. „Im Jahr 2009 haben wir, und wir sind ein verhältnismäßig kleines Stadtwerk mit knapp über 8.000 Stromkunden, schon 172.000 Euro EEG-Vergütung an Anlagenbetreiber bezahlt. Im Jahr 2007 waren es noch 86.000 Euro.“ 351.000 Kilowattstunden Solarstrom wurden 2009 ins Netz der Stadtwerke Eberbach eingespeist. Diese Menge reicht aus, um den durchschnittlichen Jahresbedarf von rund 100 Privathaushalten zu decken.

Die Erhöhung der EEG-Umlage wird sich auch bei den Stadtwerken Eberbach auf die Arbeitspreise der Stromtarife auswirken. „Wir haben die letzte Anhebung der EEG-Umlage komplett intern getragen, um unsere Kunden zu entlasten. Auch jetzt versuchen wir, den Preisanstieg so gering wie möglich zu halten und so weit wie möglich hinauszuziehen“, sagt Stefan Schwarz. Viele Stromversorger haben bereits Erhöhungen zum Jahreswechsel angekündigt, die Stadtwerke Eberbach zählen nicht dazu.

Stefan Schwarz hält es grundsätzlich für richtig, dass sich alle, Stromverbraucher, Stromerzeuger und Netzbetreiber, an Maßnahmen beteiligen, die helfen, den drohenden Klimawandel abzuwenden: „Wir müssen alles tun, um den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Dazu muss auch jeder sein Schärflein beitragen“, betont er. „Zum einen durch den Ausbau der erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmemarkt. Zum anderen sehe ich aber auch große Potenziale in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf Erdgasbasis“ informiert Stefan Schwarz. „Deshalb investieren wir als Stadtwerke auch konsequent in eigene, hocheffiziente Erzeugungsanlagen und Beteiligungen wie beispielsweise in gasbetriebene Blockheizkraftwerke und eine Holzhackschnitzelanlage. Wir werden unsere Eigenerzeugung in den nächsten Jahren erheblich ausbauen.“

18.11.10

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