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Nachrichten > Kultur und Bildung

Meisterkurs-Konzerte gingen glanzvoll zu Ende


(Foto: privat)

(cr) (us) Mit dem Sommerkonzert am 9. August in der Klosterkirche Hirschhorn gingen die den Meisterkurs von Prof. Nobuhiko Asaeda begleitenden Konzerte zu Ende.

Mit seinen Meisterschülern – einige besuchen den Hirschhorner Kurs bereits seit zehn Jahren – sowie einigen Musikerfreunden hatte Asaeda ein zwölfköpfiges Kammerorchester zusammengestellt, das während den Konzertproben zu einem homogenen ausgezeichneten Ensemble zusammengewachsen war. Die neunjährige Yuka Ando und die 13-jährige Wakana Kimura spielten als jüngste im Orchester, mit großem Ernst und Spielfreude dabei wie die älteren Mitglieder. Überhaupt ist wichtiger Aspekt der Meisterkurse Asaedas „die Freude, mit anderen Menschen verschiedener kultureller Kreise zusammen zu musizieren und sich auszutauschen“, was das kleine Orchester atmosphärisch auch den zahlreichen Zuhörern in der bis auf den letzten Platz besetzen Klosterkirche vermittelte.

Die erfrischende geistvolle Eleganz und Leichtigkeit des 1. Satzes des Divertimento Nr.1 D-Dur KV 136 des jungen Mozart ließ bald die Schwüle des Tages vergessen. Neben der Jugendfrische ist der musikalische Einfallsreichtum des 16-jährigen Genies beeindruckend – so z.B. Stimmung der 1.Violine, die, mit warmem innigen Ton intoniert, über lange Melodiepassagen des Orchesters schwebt beim menuettartigen 2. Satz oder die Pointen und Fugatos des Finalsatzes.

Bach’sche Dramatik entstand im 1. Satz (Allegro) des Violinkonzertes a-Moll. Nobuhiko Asaeda als Solist konnte mit seinem souveränen Spiel alle Tiefen und musikalischen Kostbarkeiten des großen Meisters wiedergeben. Der entrückenden Soloviolinstimme im Andante, begleitet von den Seufzern des Orchesters und den Pulsschlägen des Basses – hier schlug Bach auch eine musikalische Brücke zu Vivaldi – folgte ein „Swinging-Bach“ im Schlusssatz , wo das aus reichem musikalischen Quell sprudelnde Soloinstrument verbunden mit den rhythmischen Seufzern des Orchesters zu herrlichen Höhen geführt wird.

Nach einer Pause erklang Tschaikowskis Serenade für Streichorchester op. 48. Getragen, etwas schwermütig begann der 1. Satz – Pezzo in forma di Sonatina- um in ein perlendes barock-klassisches Allegro überzugehen, so dass beim feierlichen Schluss die anfängliche Schwermut verflogen war. Das Wechselspiel der ersten und zweiten Violinen, die mit Charme zum Walzer tanzten, beherrschte den zweiten Satz (Walzer). Der dritte Satz – Elegie- , eigentlich auch ein langsamer Walzer, wurde getragen vom melodiösen Dialog zwischen Violine- Bratsche und Cello. Im Finale (Tema Russo) entfaltete sich nun die russische Seele des Komponisten – an manchen Stellen waren fast die Pferdeschellen einer Schlittenfahrt zu hören – die allen Musikern (und Zuhörern) nochmals glänzende Passagen und Spielfreude bescherte. Bachs “Air” aus der Ouverture D-Dur als Zugabe verbunden mit dem Ambiente der Klosterkirche als einem der schönsten Konzertorte im Neckartal bescherte nochmals ein unvergleichliches Musikerlebnis.

Lang anhaltender, reichlicher Applaus, auch der Wunsch 2016 wieder einen Meisterkurs mit seinen Konzerten in Hirschhorn erleben zu können , war Dank für dieses besondere Konzert.

11.08.15

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