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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Spendensammelstelle für Bedürftige wird vielleicht weiterbetrieben


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Eine wichtige Institution in Eberbach ist seit Jahrzehnten das "Kaufhaus Kostenlos", eine Abgabestelle für Kleider- und Haushaltsartikelspenden, bei der sich Bedürftige kostenlos die benötigten Dinge für den Alltag abholen konnten. Jetzt sagen die ehrenamtlichen Tätigen "Adieu", hoffen aber, dass die Einrichtung weiter betrieben werden kann.

In den 1980er Jahren hatte die Eberbacher Lehrerin Ruthild Richter Kleidung und Sachspenden für Bedürftige gesammelt und damals den Grundstein für das heutige "Kaufhaus Kostenlos" gelegt, das jetzt nach über 20 Jahren vorerst seine Toren schließen wird. Heute war letzte Spendenannahme in den Kellerräumen im Rathaus, die die Stadtverwaltung der ehrenamtlich tätigen Gruppe unter der Leitung von Martin Henrich zur Verfügung stellte. Am kommenden Mittwoch wird das Team letztmalig Kleider, Schuhe, Decken oder kleine Haushaltsgeräte an Bedürftige ausgeben.

Henrich stand seit über zwei Jahrzehnten gemeinsam mit etwa zehn Frauen aus den evangelischen und katholischen Frauengemeinden ehrenamtlich in dem rund 250 Quadratmeter großen Rathauskeller, nahm Spenden entgegen, sortierte sie in Regale ein und gab sie eine Woche später an bedürftige Menschen zurück. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, an dem man mit der Arbeit aufhören wolle, so die Helferinnen. "Mit über 80 Jahren darf auch mal Schluss sein", sagte eine Mitstreiterin, der man aber ansieht, dass ehrenamtliche Arbeit sichtbar jung und fit hält.

Mit viel Engagement hat das Team heute wieder zahlreiche Spendenkartons aussortiert und sich dabei an die vergangenen Jahre erinnert. Viel Positives haben Henrich und die Frauen zu berichten, aber auch unangenehme Dinge mussten die Kaufhaus-Kostenlos-Aktiven erleben. Zum einen müsse man bei der Spendenabgabe zeitweise genau hinsehen, denn immer wieder würden Gegenstände gespendet, die eigentlich in den Müll gehörten. Zum anderen sei ab und an das Verhalten mancher Kundinnen und Kunden sehr fordernd gewesen. An einem Ausgabetermin habe man sogar auf die Unterstützung der Polizei zurückgreifen müssen.

Der heutige Abgabetermin sei eher ruhig verlaufen, sagten die Frauen, die bei ihrer Sortierarbeit sichtbaren Spaß hatten und die sich auf den letzten Ausgabetermin am Mittwoch, 9. Dezember, von 14.30 bis 16.30 Uhr vorbereiten, bevor sie sich nach unzählig ehrenamtlich geleisteten Stunden aus dem Kaufhaus Kostenlos verabschieden.

Martin Henrich hofft, dass die Institution weiter bestehen wird: "Gustel Mechler wird das Kaufhaus Kostenlos wahrscheinlich weiter führen". Mechler ist Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Eberbach. Er habe heute mit zwei Herren die Kellerräume in Augenschein genommen, so Henrich. Ob Mechler sein Interesse als Privatmann oder AWO-Vorsitzender bekundet hat, sei Henrich nicht bekannt. Den Männern und Frauen, die heute ihre Spenden im Rathauskeller abgaben, teilte er aber vorsichtig mit: "Es sieht so aus, dass es im Kaufhaus Kostenlos weitergehen wird".

02.12.15

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