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NABU hängt 13 Hornissenkästen auf


Lili (li.) und Christina Kunze bei der Aufhängung eines Hornissenkastens am Breitenstein. (Foto: NABU Eberbach)

(bro) (nab) Anfang Mai erwacht eine im Herbst des Vorjahres geborene und begattete Hornissen-Jungkönigin aus ihrem Winterschlaf und gründet ihren Staat. Zuerst unternimmt sie Erkundungsflüge nach einem geeigneten Nistplatz. 98 Prozent aller Hornissenköniginnen überleben den Winter nicht. „Stirbt eine Königin, stirbt ein ganz Volk“, so Peter Pasour Fachberater für Wespen- und Hornissenschutz. In Eberbach möchte man den Hornissen geeignete Nistmöglichkeiten bieten.

Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, sucht die Hornissenkönigin häufig eine Ersatzhöhle im menschlichen Siedlungsbereich. Schuppen, Holzverschalungen an Terrassen und Balkonen, Winterverkleidungen am Dach, aber auch Rollladenkästen und Nischen in Dachböden kommen infrage.

Um den Hornissen geeignete Nistmöglichkeiten in und um Eberbach zu bieten, hat der NABU Eberbach vom EBAZ (Eberbacher Bildungs- und Arbeitszentrum) fünf Hornissenkästen anfertigen lassen, als Muster dient der sogenannte “Mündener Hornissenkasten”. Fünf weitere Kästen der Firma Schwegler sind bestellt und werden im Jahr 2022 ausgeliefert. Finanziell unterstützt wird das Hornissenprojekt vom Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar e. V. (LEV) mit Sitz in Sinsheim, "die von der Idee sofort angetan waren”, so Christina Kunze vom NABU Eberbach. Familie Schneider aus Eberbach hat als Dank für eine Hornissenumsiedlung im Sommer 2020 drei weitere Hornissenkästen gebaut. So kann der NABU insgesamt 13 potenzielle neue “Hornissenwohnungen” aufhängen.

Zunächst war geplant, die Hornissenkästen am Waldrand anzubringen, vonseiten der Stadtförsterei gab es bereits grünes Licht.

Die Sorge um Vandalismus brachte die Idee, die Kästen auf geeignete Grundstücke von NABU-Mitgliedern aufzuhängen, die dann eine Patenschaft übernehmen. Acht Kästen hängen bereits, davon zwei in Moosbrunn, einer in Schönbrunn, einer in Rockenau und einer in der Steigestraße. Drei Kästen befinden sich auf dem Breitenstein. Weitere Kästen kommen nach Eberbach Nord, Schwanheim, Karlstalweg und Parallelweg, “weil wir da einfach die häufigsten Hornissenumsiedlungen haben”, so Peter Pasour. Einen großen Aufwand bedeutet die Patenschaft nicht. Da das Hornissenvolk einjährig ist, sollte das alte Nest entfernt werden, und zwar vor der neuen Saison, etwa bis zum 1. Mai, da es sonst den Nistraum blockiert.

“Natürlich ist ein Hornissenkasten keine Garantie, dass sein Volk tatsächlich einzieht, aber einen Versuch ist es allemal wert”, so Christina Kunze. “Außerdem ist ein eigenes Hornissenvolk eine wunderbare Möglichkeit, Vorurteile abzubauen. Denn bei Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln sind die Hornissen erstaunlich friedfertig. So greifen Hornissen niemals grundlos an, sie sind sogar scheuer als Honigbienen und ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweichen. Störungen wie heftige Bewegungen, Blockieren der Flugbahn sowie Erschütterungen am Nest müssen natürlich grundsätzlich vermieden werden”, so Kunze weiter.

“Wir haben jedes Jahr Hornissen im Garten und bei behutsamer Annäherung und ruhigem Verhalten ist es durchaus möglich, das rege Leben und die ständigen Flugbewegungen der Hornissen ganz aus der Nähe zu verfolgen”, ergänzt Christina Kunze.

Ängstliche oder nicht informierte Bürger, die sich durch Hornissen bedroht fühlen, wenden sich immer wieder an die Feuerwehr oder an eine Schädlingsbekämpfungsfirma, um ein vermeintlich störendes Nest entfernen zu lassen. Die einheimische Hornisse zählt wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten. Sie darf nicht getötet, und ihr Nest darf nicht zerstört werden. Die Beseitigung eines an kritischer Stelle befindlichen Nestes ist nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden möglich.

Bei kritischer Lage genügt oft auch die elementare Absicherung des Nestes, etwa durch Anbringen von Fliegendraht im Bereich von Gebäuden oder der Anlage von einfachen Zäunen und Sichtblenden bei Nestern in der Nähe belebter Plätze. Ist eine Umsiedlung von Hornissennestern unvermeidlich, sollte man sich für nähere Informationen an die örtlichen Fachberater/in für Wespen-& Hornissenschutz, Christina Kunze und Peter Pasour, wenden.

Infos im Internet:
www.nabu-eberbach.de


15.06.21

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