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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Neuer Vorstand gewÀhlt und verdiente Mitglieder geehrt


V. l: Harald Rupp und Hans-JĂŒrgen Heiß. (Foto: privat)

(bro) (rup) Die Forstbetriebsgemeinschaft „Kleiner Odenwald“ hielt am vergangenen Freitag ihre Mitgliederversammlungen fĂŒr die Jahre 2019 und 2020 ab, die wegen der Pandemie nicht stattfinden konnten. Der Gemeindesaal in Schönbrunn war fĂŒr etwa 70 Mitgliedern unter Coronabedingungen gut geeignet.

Bevor der Vorsitzende Harald Rupp seine Rechenschaftsberichte vortrug, richtete der Hausherr, BĂŒrgermeister Jan Frey, Grußworte an die Versammlung. Zu Beginn gedachte man der verstorbenen Mitglieder. Es wurde noch einmal an Roland Schilling erinnert, der ĂŒber 20 Jahre lang ihr Vorsitzender war.

Im Augenblick hat die Forstbetriebsgemeinschaft 295 Mitglieder mit etwa 660 ha WaldbodenflĂ€che. KĂ€ferkalamitĂ€ten machten in den beiden Jahren grĂ¶ĂŸte Probleme und drĂŒckten die Erlöse aus Holzverkauf fast gegen null. Die Politik in Land und Bund wurde massiv mit dem Klimawandel konfrontiert, der sich extrem im Wald durch absterbende BĂ€ume bemerkbar machte. Hilfsprogramme milderten die Verluste ein wenig. Die Forstbetriebsgemeinschaft zeigte sich besonders hilfreich, weil im Kleinprivatwald sonst kaum Hilfe angekommen wĂ€re. Vorgesehene Projekte der FBG mussten wegen Corona ausfallen oder verschoben werden. Deshalb soll zur besseren Mitgliederinformation nun die Homepage der FBG vollendet und der E-Mail-Kontakt aufgebaut werden.

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der FBG, Matthias Prexl vom Kreisforstamt NeckargemĂŒnd, erlĂ€uterte eingehend die Gewinn- und Verlustdarstellung im Forstbetrieb der Mitglieder.

Die KassenprĂŒfer Karl Brauss und Eugen Jakob bestĂ€tigten eine einwandfreie KassenfĂŒhrung. Peter Heiss entlastete den Vorstand. Den beiden bisherigen Beisitzer, Gerhard Siefert aus Moosbrunn und Werner Helm aus Lindach, ĂŒberreichte man zum Abschied fĂŒr ihre jahrzehntelange Arbeit in der FBG ein WeinprĂ€sent. Der Haushaltsplan fĂŒr das Jahr 2022 war schnell besprochen und genehmigt.

Der neue Vorstand der FBG enthĂ€lt mehrere neue Mitglieder, da verschiedene Vorstandsmitglieder aus Alters- oder GesundheitsgrĂŒnden ausschieden. Anstelle des bisherigen Vorsitzenden Harald Rupp wurde Hans JĂŒrgen Heiss einstimmig in dieses Amt gewĂ€hlt. Als ehemaliger Gemeinderat in Schönbrunn und FinanzbĂŒrgermeister in Heidelberg kennt er sich gut aus. Sein Stellvertreter wurde Reinhold Heiss. GeschĂ€ftsfĂŒhrer bleibt weiterhin Matthias Prexl. Als Beisitzer fĂŒr die Teilorte der FBG wurde fĂŒr Schönbrunn wieder Gerhard Göhrig, fĂŒr Schwanheim Berthold Göhrig, fĂŒr Moosbrunn Bernd Seib, fĂŒr AllemĂŒhl fĂŒr Friedbert Heiss, fĂŒr Lindach Volker Morr, fĂŒr Schöllenbach und Friedrichsdorf Rainer Löffler und fĂŒr Pleutersbach Harald Rupp gewĂ€hlt.

Über waldwirtschaftliche Fragen einschließlich Holzaufbereitung, Holzmarkt und Brennholzabsatz berichtete ein Mitarbeiter des Kreisforstamtes. Er zeigte auf, wie sich der Absatz und der Ertrag von Nadelholz in kurzer Zeit total verĂ€nderte. Mit dem Anziehen der Weltkonjunktur ließen sich plötzlich andere Preise erzielen - selbst mit KĂ€ferholz. Das Kreisforstamt legte aber Wert darauf, dass man das Holz nur in Deutschland auf den Markt brachte und nicht ins Ausland verkaufte. Wenn die SĂ€gereien dann den Weltmarkt bedienten, sei das Marktwirtschaft.

Einer der Höhepunkte der Versammlung war der Vortrag des Leiters des Kreisforstamtes NeckargemĂŒnd, Manfred Robens, mit dem Thema „Waldbau und Klimawandel im Kleinen Odenwald“. Robens konnte sehr gut vom heutigen Zeitpunkt in die Zukunft ĂŒberleiten - in 30 bis 50 Jahren. Wie sich der Wald in seiner Gesamtheit verĂ€ndern werde, sofern man nicht in der Lage sein wird, den Klimawandel zu stoppen. Fichten und Buchen direkt vor unserer HaustĂŒr seien zum Teil sehr stark betroffen vom Klimawandel. Die Fichte werde in weiten Bereichen unseres Waldes nur noch in kleinen FlĂ€chen anzutreffen sein. Wichtig fĂŒr die WĂ€lder seien Vielfalt, gute Durchforstung, damit wieder Regen auf den Boden komme und stabile BĂ€ume produziere, so Robens.

Der Beifall am Ende des Vortrages und die Diskussion darĂŒber bestĂ€tigten den Bedarf an Information direkt vor Ort zu diesem Thema. Eine Information zur Waldkalkung im Jahre 2023 schloss sich noch an den Vortrag an.

Harald Rupp bedanke sich zum Schluss fĂŒr die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der neue Vorsitzende Hans-JĂŒrgen Heiss wĂŒnschte sich noch etwas Zeit zum Einarbeiten und hofft dann ebenso auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten der Forstbetriebsgemeinschaft „Kleiner Odenwald“.

04.10.21

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