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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Naturschutzbehörde verweigert Genehmigung - Turm habe keine herausragende Bedeutung


Der beleuchtete Ohrsbergturm wird nach 50 Jahren wohl nur ein Anblick fĂŒr die Wintermonate bleiben. (Foto: Hubert Richter)

(hr) (stve) Der Ohrsbergturm, der in den Augen vieler Eberbacher BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ein Wahrzeichen geworden ist, darf aufgrund einer GesetzesĂ€nderung im Naturschutzrecht vom 1. April bis 30. September nicht beleuchtet werden. Eine beantragte Ausnahmegenehmigung hat der Rhein-Neckar-Kreis nun abgelehnt.

Die Stadtverwaltung Eberbach hatte im Sommer dieses Jahres beantragt, die Beleuchtung des Turms abends bis 23 Uhr zu genehmigen. Das Naturschutzgesetz sieht ausdrĂŒcklich die Möglichkeit von Ausnahmegenehmigungen vor. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt (UNB) erwĂ€hnt in ihrem Ablehnungsschreiben zwar die reiche Geschichte und Bedeutsamkeit des Ohrsbergs mit ehemaliger Burg, palĂ€ontologischer Fundstelle und regelmĂ€ĂŸigen FĂŒhrungen, schließt den Turm aber explizit von dieser Beurteilung aus. Ein Grund fĂŒr die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung kann laut Gesetz sein, dass ein GebĂ€ude eine besondere und herausragende Bedeutung hat. Dies treffe auf den Ohrsbergturm nicht zu, denn er sei, in den Augen der UNB, zu jung dafĂŒr. Die Attribute „besonders“ und „herausragend“ gĂ€lten eher fĂŒr Altstadt, Stadtmauer, Kirchen, Neckarpanorama und Burgruine, die von Einheimischen und Besuchenden viel eher mit Eberbachs Geschichte in Verbindung gebracht wĂŒrden als der gut 50 Jahre alte Ohrsbergturm, urteilt die UNB.

In der BegrĂŒndung heißt es weiter, dass die Beleuchtung des Ohrsbergturms wie ein „Insektenstaubsauger“ wirke und große Mengen Insekten anziehe, da er in einem exponierten und kaum von “Lichtverschmutzung” betroffenem Areal in einem Landschaftsschutzgebiet stehe. Im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Untersuchung seien 21 Vogel- und drei Fledermausarten nachgewiesen worden, die Insekten als Futter benötigten. Nur mit Hilfe dieses Nahrungsangebotes könne das Überleben der Tiere sowie der Brut- und Fortpflanzungserfolg dauerhaft gewĂ€hrleisten werden.

Da durch die ausgeschaltete Beleuchtung im Sommer auch nĂ€chtliche Turmbesteigungen ein Problem werden könnten, empfiehlt die UNB in ihrem Schreiben eine diskrete Treppenhausbeleuchtung, die wenig Licht nach außen lĂ€sst und nur zu bestimmten Terminen (z.B. FĂŒhrungen) angeschaltet wird. Über die diesbezĂŒglichen Möglichkeiten wolle sich die Stadtverwaltung Gedanken machen, hieß es heute.

Zwischen 1. Oktober und 31. MĂ€rz kann der Ohrsbergturm laut Naturschutzgesetz abends bis 22 Uhr und morgens ab 6 Uhr beleuchtet werden. Entsprechend ist die Beleuchtung zur Zeit auch geschaltet.

12.11.21

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