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Nachrichten > Kultur und Bildung

Konzert und Gestaltung der Stadthalle begeisterten das Publikum


(Foto: Heike Feuerstein)

(feu) Die Junge Kammerphilharmonie Rhein-Neckar ist in Eberbach bereits mehrfach zu Gast gewesen. Am Samstag, 13. November, konnte das preisgekrönte Ensemble - nach einem Jahr Corona-Pause - wieder live erlebt werden.

Die Gestaltung der Stadthalle mit kleinen Tischen, gedeckt mit Tischdecke, Gläsern und Getränken, und Blumenschmuck auf der Bühne gab dem Abend den verdienten festlichen Rahmen. Alle Plätze im Saal und auch auf der Empore waren mit einem bunt gemischten Publikum aus Jung und „Älter“ besetzt.

Thomas Kalb, Dirigent des Ensembles seit seiner Gründung, führte zu Beginn kurz in das Programm ein und setzte die Stücke in den zeitlichen und biografischen Zusammenhang. Im ersten Teil zu hören waren Igor Strawinskys „Concerto in Re“, das dieser direkt nach dem 2. Weltkrieg komponierte und das als Kontrast noch unter dem Eindruck der vergangenen düsteren Zeiten ein Wechsel zwischen Dur und Moll, harmonischen und weniger harmonischen Teilen enthält. Dann folgte das Cellokonzert a-Moll, op. 129 von Robert Schumann mit dem bekannten und preisgekrönten Solisten Jakob Spahn. Schumann schrieb dieses Stück 1850. Er war mit seiner Frau Clara und den sechs Kindern nach Düsseldorf gezogen, wo er Städtischer Musikdirektor geworden war und endlich ein festes Auskommen für seine Familie hatte. Das Stück wird allerdings auch als Ausdruck seiner beginnenden geistigen Umnachtung – drei Jahre später kam er in eine Nervenheilanstalt – beschrieben. Insbesondere der dritte Satz wird als „verrückt“ bezeichnet, sodass sich der damalige Solist – so Thomas Kalb – geweigert habe, das Stück zu spielen. Nicht so Jakob Spahn, und das Publikum feierte ihn und das Ensemble mit nicht enden wollendem Applaus. Jakob Spahn bedankte sich dafür mit einem Solostück – einem katalanischen Volkslied von Pablo Casals „Gesang der Vögel“.

Nach einer kurzen Pause folgte Richard Strauss „Metamorphosen“, geschrieben im Frühjahr 1945, als die Welt um ihn herum - er lebte in München - in Trümmern lag, und er nicht wusste, wie lange er noch zu leben hatte. Er reizt – so Kalb - in diesem Stück die harmonischen Möglichkeiten weit, sogar über Grenzen hinaus, aus. Nach diesem beeindruckenden Werk musste sich das Publikum erst ein wenig sammeln, bis es den hochverdienten Applaus großzügig spendete.

Als Zugabe für das Publikum spiele die Junge Kammerphilharmonie Antonio Vivaldi´s „Concerto grosso, d-Moll, op. 3, Nr. 11“. Die Solisten Julia, Tabea und David kamen dieses Mal aus eigenen Reihen. Nach großem Applaus verabschiedeten sich die jungen Musiker und Dirigent Thomas Kalb von dem begeisterten Publikum.

Die Junge Kammerphilharmonie Rhein-Neckar setzt sich aus Musikern im Alter zwischen 16 und etwa 30 Jahren, Schülerinnen und Schülern, Studierenden (aber keine Musik-Studierenden) und jungen Berufstätigen zusammen. Sie kommen gegenwärtig aus ganz Deutschland und sogar aus Kopenhagen. Wer an einem Mitwirken Interesse hat, findet alle notwendigen Informationen auf der Webseite (Link s. u.). Hier erfährt man auch weitere Konzerttermine, und wie man die Junge Kammerphilharmonie Rhein-Neckar unterstützen kann.

Infos im Internet:
www.jkph-rhein-neckar.de


14.11.21

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