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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Die Zeichen der Zeit erkennen


Walter und Nadine Sauer (Bildmitte) haben das Banner zum „Missive“ gestiftet. Darüber freuen sich Bürgermeister Herold Pfeifer (li.) und Pfarrer Norbert Feick. (Foto: Bernhard Bergmann)

(bro) (bb) "Seit gut fünfhundert Jahren gibt es in Neckarsteinach evangelische Christen", erinnerte kürzlich Pfarrer Norbert Feick anlässlich der Enthüllung eines Banners in der Kirchenstraße.

Darauf zu sehen ist ein Auszug aus dem „Ain Missiue“ von Hans Landschad von Neckarsteinach (1465 - 1531), der auf der Vorderburg lebte. Das „Missive“, wie es heute heißt, ist ein Sendschreiben, das 1522 verfasst wurde und damit nun genau 500 Jahre alt ist. Darin bittet Hans Landschad den Kurfürsten, die Zeichen der Zeit zu erkennen und in seinem Herrschaftsbereich die Reformation einzuführen.

Einer der Gedanken darin ist auch einer der zentralen Inhalte der gesamten reformatorischen Bewegung: dass die Kirche sich stets erneuern muss. Pfarrer Feick stellte dann auch die Verbindung zur Gegenwart her. Er benannte als Beispiel für kirchliche Veränderung aus unserer Zeit den Reformprozess „ekhn2030“, der den sich in den kommenden Jahren abzeichnenden Veränderungen – unter anderem weniger Gemeindeglieder, weniger Personal – Rechnung tragen soll.

Der Neckarsteinacher Bürgermeister Herold Pfeifer dankte Walter und Nadine Sauer (Darsberg), welche die Herstellung des Banners organisiert und auch finanziert haben. In Sauers Verlag „Edition Tintenfass“ ist das Buch „Ain Missiue“ mit dem Wortlaut (als Faksimile und Transkription) erschienen. Es ist nach wie vor lieferbar und kann über den Buchhandel bestellt werden. Alle Erlöse aus dem Buchverkauf, so betonte Verleger Sauer, kommen der Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde zugute. Er dankte seinerseits der Stadt und insbesondere den Mitarbeitern des Bauhofes, die das Banner anbrachten.

Während Nadine Sauer das Banner an der Mauer des Areals um die evangelische Kirche zur Kirchenstraße hin enthüllte, trug Walter Sauer das darauf wiedergegebene Vaterunser vor – in dem Wortlaut und der Sprache der damaligen Zeit (Frühneuhochdeutsch). Für heutige Ohren klang es ungewohnt. Eine Anregung hatte Sauer noch mitgebracht und legte sie Bürgermeister Pfeifer nahe: Es solle doch in Neckarsteinach eine Hans-Landschad-Straße geben.

Hans-Georg Diener stimmte die Gäste, die zur Enthüllung des Banners gekommen waren, mit seiner Trompete ein: „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Ein Jubiläumsgottesdienst zu „500 Jahre Missive“ ist in Neckarsteinach für Sonntag, 23. Oktober, geplant. Beginn ist um 9.30 Uhr in der evangelischen Kirche. Auch dafür wird auf dem Banner geworben.

14.09.22

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