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Nachrichten > Kultur und Bildung

Ein mĂĽhsamer Weg - Sonne unterstreicht den Dank des Pfarrers


(Foto: Bernhard Bergmann)

(bro) (bb) Eine schöne Szenerie, schon von den Namen her: Auf der Anhöhe thront die Neckarsteinacher Mittelburg, ihr zu Füßen liegt die evangelische Kita „Schatzinsel“. So lautet sowohl der Name der alten, Ende 2018 abgebrannten Kita, so heißt auch die derzeitige provisorische Einrichtung mit Containern an der Schönauer Straße – und eine neue Schatzinsel wird dort nun erbaut. Der obligatorische erste Spatenstich dafür hat kürzlich stattgefunden.

Dafür war auf dem Baugrundstück neben dem Sportplatz eine ansehnliche Sandinsel aufgeschichtet. Was dieses Baumaterial angeht, da macht den Kita-Kindern so schnell niemand was vor, da sind sie gewissermaßen die Profis, gehört doch ein Sandkasten zu jeder Kita. So waren denn auch etliche Kinder mit ihren Erzieherinnen aus den benachbarten Containern durch den Baustellen-Matsch gestapft und herübergekommen, um, ausgerüstet mit Eimern und Schäufelchen, die ersten Erdbewegungen in Angriff zu nehmen. Dazu gab es das passende Lied: „Wer will fleißige Handwerker sehn …, Stein auf Stein, die Kita wird bald fertig sein“.

Wie bald das sein wird, da wollte sich Marco Lautenschläger, der Geschäftsführer der gemeindeübergreifenden Trägerschaft (GüT) der Kitas im Evangelischen Dekanat Odenwald, nicht festlegen. „Das ist in der derzeitigen Situation nicht seriös zu schätzen. Verfügbarkeit von Handwerksfirmen und Baumaterial – manche Unwägbarkeit ist dabei. Aber, der Anfang ist gemacht, und nicht eine Sanduhr wird die Zeit vorgeben, sondern bald schon werden Baggerschaufeln Steine aus dem Weg räumen.“

Genau das ist, im ĂĽbertragenen Sinn, auch in den vergangenen Jahren geschehen, war es doch ein weiter und auf weiten Strecken mĂĽhsamer Weg bis zum Neubau.

Die Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 2018 werde ihm gewiss immer in Erinnerung bleiben, sagte Bürgermeister Herold Pfeifer beim Spatenstichtermin. Die seitherige Kita am Rosenweg stand lichterloh in Flammen und bald war klar, dass es nur den einen Weg gab, sie kontrolliert abbrennen zu lassen. Das sei für ihn mit „großer Trauer“ verbunden gewesen, so Pfeifer, der über seine Kinder auch ganz persönliche Erinnerungen an die alte Schatzinsel hatte.

Was folgte, waren lange und zähe Verhandlungen, die vor allem Ortspfarrer Norbert Feick für die evangelische Kirchengemeinde als Trägerin der Kita mit der Brandversicherung führte. Immer unterstützend mit dabei: der Kirchenvorstand und GüT-Geschäftsführer Lautenschläger. Ursprünglich sollten lediglich 900.000 Euro ersetzt werden, schließlich wurden es 2,5 Millionen. Freilich, der Neubau ist derzeit mit knapp acht Millionen Euro angesetzt, ohne weitere Fördermittel, beispielsweise vom Land, bliebe eine große Lücke.

„1549 Tage“ – so viel Zeit war seit dem verheerenden Brand bis zum Tag des Spatenstichs vergangen, hatte Pfarrer Feick ausgerechnet. Dankbar erinnerte er an die große Hilfe durch Kitas in Darsberg und Langenthal, die den kleinen Gästen damals ohne Verzug Asyl gegeben hatten, bis dann einige Monate später die Container an der Schönauer Straße bezogen werden konnten. Dafür wiederum hatten auch die Mitglieder des Sportvereins einen Teil ihres Übungsplatzes zur Verfügung gestellt. Deutlich wurde, viele halfen zusammen, um die Not zu wenden. Dass die Zeit gefühlt dennoch manchmal lang wurde, kam auch darin zum Ausdruck, dass Pfarrer Feick zweimal versehentlich von 1549 Jahren sprach. Und fügte auch kritisch an: „Hier geht es ja nur um eine Kita, nicht um ein Flüssiggasterminal, das nach knapp zehn Monaten fertig wäre.“ Dank sprach der evangelische Ortspfarrer all jenen aus, die sich engagiert sowohl während der Überbrückungszeit als auch für das Projekt „Neubau“ eingesetzt haben. Passenderweise brach hier kurzzeitig die Sonne durch die massiven Regenwolken.

Die Bergsträßer Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz hob das „sehr gute Miteinander von Kommune und Kirche“ hervor, beispielhaft in einer Zeit, in der das nach ihren Erfahrungen alles andere als selbstverständlich sei. Und was hier entstehe, sei ja nicht nur ein Neubau, sondern zugleich eine Erweiterung. Hatte die frühere Kita im Rosenweg noch drei Gruppen, so bieten bereits die Container Platz für fünf, und die neue Schatzinsel wird sechs Gruppen beherbergen, für bis zu 120 Kinder. Und das passt: Denn die Geburtenzahlen, so informierte Stolz, seien im Kreis Bergstraße von 2020 auf 2021 um acht Prozent gestiegen. Zuzügler kämen noch hinzu. Für neue Bevölkerung der Schatzinsel ist also gesorgt.

14.03.23

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