2,2 Mio. Euro für neues Bürgerhaus in Waldkatzenbach - Feuerwehrbedarfsplan fortgeschrieben (Quelle: S2 GmbH) (hof) Zur ersten Sitzung im Jahr 2026 begrüßte Bürgermeister-Stellvertreter Jan Inhoff, der das erkrankte Gemeindeoberhaupt Markus Haas vertrat, dieser Tage das Gremium, Ingenieure von Planungsbüros sowie Bürger und Bürgerinnen im Gerhard-Hauck-Saal im Strümpfelbrunner Rathaus.
Im Rahmen der Bürgerfragestunde ließ Gaby Csik die Anwesenden wissen, dass der Radweg zwischen Waldkatzenbach und Strümpfelbrunn weiterhin hohe Priorität genieße und die Umsetzung vorwärts gehe. Es hätten bis auf einen alle Grundstückseigentümer zugestimmt, sodass bis Herbst die Kaufverträge geschlossen werden könnten. Baubeginn sei für Sommer 2027 vorgesehen. Die Förderung seitens des Landes belaufe sich auf 75 Prozent.
Im ersten Tagesordnungspunkt stimmte das Gremium der Wahl von Björn Erb zum Abteilungskommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Strümpfelbrunn zu. Jan Inhoff unterschrieb daraufhin die Bestellungsurkunde und händigte diese an den wiedergewählten Kommandanten aus.
Weiter ging es mit dem Neubau des Bürgerhauses in Waldkatzenbach. Nachdem die ursprünglich vorgesehene Sanierung sich als unwirtschaftlich herausgestellt hatte, habe man das Büro S2 GmbH aus Birkenau mit der Entwurfsplanung und der Kostenschätzung eines Neubaus beauftragt. Das Büro S2 GmbH hat in Waldkatzenbach bereits das Tagungsgebäude des Geobiologischen Forschungskreises errichtet. Architekt Christian Schaar stellte im Rahmen der Sitzung sowohl dem Gemeinderat als auch der Öffentlichkeit die Planung vor (unser Bild). Von Beginn an habe man den Ortschaftsrat, alle Vereine und sonstigen Nutzer des neuen Bürgerhauses eingebunden, um deren Bedarf genau abzubilden, so Schaar.
Vorgesehen ist ein Neubau in Holzständerbauweise. Beheizt werden soll das Bürgerhaus mit einer Erdwärmeheizung, mit der gleichzeitig der benachbarte Kindergarten beheizt werden soll. Dadurch schaffe man Synergien, zumal man die Erdwärmeheizung im Kindergarten nach über 25 Jahren ohnehin erneuern müsse.
Die Kosten für den Neubau belaufen sich nach derzeitiger Planung auf 2,2 Mio. Euro. Für Planungsleistungen des Architekturbüros werden 154.000 Euro fällig, die der Gemeinderat im Verlauf der Sitzung beschloss. Erfreulich für die Gemeindekasse ist die Tatsache, dass in diesem Betrag auch die Planungen der technischen Anlagen enthalten sind. Es muss also kein weiteres Büro beauftragt werden. Gefördert wird der Neubau aus dem kommunalen Ausgleichsstock. Ein entsprechender Zuwendungsbescheid soll in Kürze ergehen.
In TOP 3 behandelte das Gremium die eingegangenen Stellungnahmen zur zweiten Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Metropolregion Rhein-Neckar. Da keine wesentlichen Änderungen im Flächennutzungsplan vorgenommen wurden, kann die Verbandsversammlung den Feststellungsbeschluss fassen. Daher wurden die Vertreter der Gemeinde Waldbrunn angewiesen, in der Verbandsversammlung des GVV Neckargerach-Waldbrunn für den Feststellungsbeschluss zu stimmen.
Danach befasste sich der Gemeinderat mit der Teilnahme am Bundesprogramm “Sanierung kommunaler Sportstätten” (SKS) durch die fristgerechte Einreichung einer Projektskizze für die Grundsanierung der Sporthalle in Strümpfelbrunn. Diese Skizze musste bis Mitte Januar online eingereicht werden. Neben dem geplanten Sanierungsumfang und einer ersten Kostenschätzung musste die Skizze auch die Sicherstellung der kommunalen Mitfinanzierung enthalten. Der Haushaltsausschuss des Bundestags soll bis Ende Februar die ausgewählten Kommunen zur Antragstellung auffordern. Die Gemeinde Waldbrunn kann aufgrund ihrer Haushaltslage voraussichtlich mit einer erhöhten Förderquote von bis zu 75 Prozent rechnen, während die Regelförderung bei rund 45 Prozent liegt.
Weiter ging es mit dem diversen Auftragsvergaben für den Neubau der Feuerwehrfahrzeughalle sowie die Modernisierung des Bürgerhauses in Weisbach. Die Gebr. Demirbas GmbH aus Haßmersheim erhielt den Auftrag für die Tiefbauarbeiten der Außenanlage zur Errichtung der Stellplätze mit Zufahrt. Die Auftragssumme beläuft sich auf 182.000 Euro. Die Fliesenarbeiten werden von der Firma Fliesen Schölch aus Waldbrunn ausgeführt. Dafür entstehen Kosten in Höhe von knapp 20.000 Euro. Die Firma Boxberger aus Schönau wird zum Preis von knapp 20.000 Euro die Metallbauarbeiten übernehmen.
Anschließend beschloss der Gemeinderat die Fortschreibung des bestehenden Feuerwehrbedarfsplans bis Ende 2027. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, bis Ende 2026 einen neuen Feuerwehrbedarfsplan für die Jahre 2027 bis 2032 zu veranlassen. Dieser Plan soll den fortgeschriebenen Feuerwehrbedarfsplan ablösen.
Bevor Jan Inhoff zum Umtrunk laden konnte, stimmten die Gemeinderäte für die Bündelausschreibung “Zukunftsfähige Klärschlammentsorgung im Neckar-Odenwald-Kreis“ und Bildung einer Beschaffungsgemeinschaft zur gemeinsamen Vergabe von Leistungen zur Klärschlammentsorgung mit der AWN.
06.02.26
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