Vom Fackellauf bis ins Reich der Träume (Fotos: privat)(tom) Pünktlich um 19.33 Uhr am Samstag, 7. Februar, betraten die drei Nachwuchsnarren Ole, Joris und Fiete Hemberger die Bühne in der Alten Turnhalle und eröffneten den ersten "Bunten Abend" der Carneval Gesellschaft Beerfelden (CGB) mit einem schwungvollen närrischen Fackellauf.
Die Flamme führte symbolisch von Rio de Janeiro über Köln bis nach Beerfelden und sorgte direkt zu Beginn für beste Stimmung im Saal. Auf ihr Kommando hin erklang der erste Narrhallamarsch des Abends, mit dem Sitzungspräsident Robin Hemberger seinen Elferrat sowie die Garden auf die Bühne führte. Den Auftakt im Programm bildete anschlieĂźend das Protokoll des “Beerfellemer Bären“ Gianluca Eifert, der gekonnt regionale wie überregionale Begebenheiten aufs Korn nahm und sich zahlreiche Lacher sicherte.
Ein wahres Feuerwerk aus tänzerischer Grazie und Akrobatik zündete im Anschluss Funkenmariechen Lena Kraus mit ihrem Solotanz. Etwas ruhiger, aber nicht minder unterhaltsam, berichteten Vanessa und Fabienne Hemberger sowie Michèle Sasse von ihren spannenden Erlebnissen auf einem Wellness-Trip.
Eine charmante Reminiszenz an die Mini-Playback-Show lieferte die “Young Generation“. Die von Jessy Ihrig und Marlene Rüting trainierte Kleine Garde bewies anschlieĂźend eindrucksvoll, dass sich schweiĂźtreibende Trainingseinheiten mehr als gelohnt haben.
Als feste Größe der CGB betrat Büttenlegende Heike Johe die Bühne. In einem amüsanten Monolog über ihr Seniorenhandy mit Kabel philosophierte sie darüber, an welchem Reality-TV-Format sie teilnehmen könnte. Sie kam jedoch schnell zu dem Schluss, dass sie auf der Bühne der CGB am besten aufgehoben sei.
Tänzerisch entführten die “Uptown City Girls“ die Gäste als Feen in einen Zauberwald, ehe die “Galgenvögel“ unter der musikalischen Leitung von Pianist Jochen Schäfer das Drama rund um die Zeller Brücke gesanglich aufarbeiteten. Den musikalischen BlumenstrauĂź rundeten sie mit dem Klassiker “Country Roads“ ab.
Wie man eine Kreuzfahrt auf der MS Beerfelden tänzerisch umsetzt, zeigte eindrucksvoll die “RiesengroĂźe Showtanzgruppe“. Mit einem abwechslungsreichen Musikmix, detailverliebten Kostümen und originellen Requisiten wusste sie das närrische Publikum vollends zu überzeugen.
Nach der wohlverdienten Halbzeitpause eröffneten die Gammelsbacher Philharmoniker um Frontmann Andreas Weinmann den zweiten Teil des Abends mit rockigeren Klängen. Spätestens bei “Verdammt, ich lieb´ Dich“ und “Fastnacht ist nur einmal im Jahr“ hielt es kaum jemanden mehr auf den Sitzen.
Magisch und herrlich skurril wurde es beim Auftritt von Dennis Hemberger und Felix Sasse, die mit ihrem fiktiven KI-Startup Zaubertricks für Anfänger präsentierten, auf Trampolinen herumwirbelten und für staunende Gesichter sorgten. Deutlich ästhetischer und äuĂźerst anmutig betrat anschlieĂźend die GroĂźe Garde die närrische Bühne. Die von Franziska Körber trainierte Truppe zählt seit Jahren zu den Aushängeschildern der CGB und enttäuschte auch in diesem Jahr nicht.
Den letzten Sprachbeitrag des Abends lieferte Sitzungspräsident Robin Hemberger, der sein Publikum auf einem Autoscooter mit auf eine ebenso obskure wie humorvolle Zeitreise nahm - von den Dinos über die Steinzeit bis in die Flower-Power-Zeit.
Zum Finale folgte noch einmal ein tänzerisches Highlight dreier Erwachsenenshowtanzgruppen: Die “Wild Angels“ gingen augenzwinkernd als Polizisten und Ganoven auf Verbrecherjagd, das Männerballett “Blutdruckmesser“ inszenierte ein American-Football-Spiel mit dem triumphalen Super-Bowl-Sieg der “Beerfelden Bears“, während die “Dream Girls“ das Publikum als Einhörner, Drachen und andere Fabelwesen ins Reich der Träume entführten.
Den krönenden Abschluss gestalteten schließlich die Galgenvögel mit “Bella Napoli“ sowie dem Schlusslied “Das war die Beerfelder Fassenacht …“. Gegen 0.33 Uhr erklang zum letzten Mal die närrische Schelle. Sitzungspräsident Robin Hemberger verabschiedete Aktive wie Gäste mit den Worten: “Schäi wars, laafe losse!“ in die Nacht.
Das war der erste Streich, und der zweite Bunte Abend folgt bereits am Samstag, 14. Februar. Allerdings sind für diesen keine Karten mehr erhältlich.
12.02.26
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