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Bevölkerung konnte ihre Anliegen vortragen


(Foto: privat)

(hr) (wm) Trotz brütender Hitze folgten etwa 50 Einwohner der den Haushalten schriftlich im Ortsteil Lindach zugestellten Einladung zur lokalen Ortsbegehung mit anschließender Bürgerversammlung.

Außer dem komplett anwesenden Ortschaftsrat war Bürgermeister Reichert mit einer großen Delegation aus verschiedenen sachkundigen Fachbereichen anwesend, um je nach Bedarf die aufgeworfenen Fragen der Bürgerschaft zu beantworten.

Bei der Begehung im Unterdorf wurden die mit ELR-Mitteln geförderten Maßnahmen des Dorfgemeinschaftshauses angesprochen, die fehlende Beschilderung des FeuerwehrgerĂ€tehauses als öffentliches GebĂ€ude angemahnt und die fertiggestellte EinzĂ€unung und Ausstattung des Spielplatzes begutachtet.
Für große Irritationen und auch verstĂ€ndnislose Kommentare sorgte eine kurz zuvor veröffentlichte Pressenotiz über die angedachte Erweiterung des Friedhofs um Baumbestattungen für 400 UrnengrĂ€ber, die von Ortsvorsteher Achim Helm als finanzielle Einnahmequelle der Stadtverwaltung Eberbach dargestellt und als solche auch von ihm vertreten wurde. Weitestgehend einig waren sich die Anwesenden, dass ein sogenannter kleiner “Friedwald“ angesichts der steilen topografischen Lage, der hohen Vorlaufkosten nebst dem administrativen Aufwand für die Verwaltung sowie der fehlenden Infrastruktur im Außenbereich keinerlei Nutzen bei zusĂ€tzlich befürchteten EinschrĂ€nkungen für die Lindacher Bevölkerung mit sich bringe, zumal auf dem vorhandenen Friedhof mit seiner in die Jahre gekommenen und teilweise maroden Einfriedung viele Möglichkeiten für Urnenbeisetzungen bei immer grĂ¶ĂŸer werdenden FreiflĂ€chen bestünden.
Weiter ging es zum demnĂ€chst ausgeschilderten Aussichtspunkt “Lichtblick“, dessen freie Sicht auf das Dorf und das Neckartal zunehmend durch talseitigen Strauchbewuchs eingeschrĂ€nkt wird.

Bei der anschließenden Bürgerversammlung im Schützenhaus thematisierte der Bürgermeister die sich wandelnde Bestattungs- und Friedhofskultur, bei der viel Fingerspitzengefühl angezeigt sei. Er bat für die Zukunft - wie in anderen Bereichen auch - um einen emotionsfreien, sachlichen Dialog.
Danach konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen vorbringen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde Die Verwaltungsvertreter mussten allerdings bei einigen Punkten auf die mangelnde sachliche ZustĂ€ndigkeit und fehlende rechtliche Handhabe hinweisen. So wurde u.a. die erbetene Anmietung des Dorfgemeinschaftshauses angesprochen, der allerdings enge Grenzen gesetzt sind. Moniert wurde der Wegfall des Kindergartenbusses u.a. für neu Zugezogene. Mit Empörung vorgetragen wurde die nĂ€chtliche Missachtung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ortsdurchfahrt B 37 anhand von Beispielen sowie die mitunter als störend für das Ortsbild empfundene mangelnde Grundstückspflege bei einigen Anwesen.

In den spĂ€ten Abendstunden beendete der Bürgermeister den offiziellen Teil der Veranstaltung, und die Anwesenden erörterten weiter die einzelnen Themenkomplexe bzw. traten nach und nach ihren Heimweg an.

20.06.26

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