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Johannes-Diakonie hat weiterhin Interesse am Dr.-SchmeiĂer-Stift Die Vorstandschaft legte gestern Abend Rechenschaft ab. (Foto: Claudia Richter)(cr) Zur ordentlichen Mitgliederversammlung lud gestern der Verein "Stiftung Altersheim Eberbach e.V.â ein. Neben den üblichen Regularien wurde auch über den Sachstand des Dr.-SchmeiĂer-Stifts berichtet.
Vorsitzende Gisela Hemberger konnte von den aktuell 244 Vereinsmitgliedern 31 Personen im Saal des vereinseigenen Pflegeheims âLebensradâ im Schafwiesenweg begrüĂen. In ihrem Bericht lieĂ sie das vergangene GeschĂ€ftsjahr Revue passieren, stellte unter anderem bereits umgesetzte bauliche Projekte sowie neue Vorhaben vor, wie etwa die Errichtung einer Photovoltaikanlage. Ein Krisen- und Notfallplan für das Haus sei erarbeitet worden, so Hemberger. Ebenso arbeite man an der Konzepterstellung für Hitzeschutz und Klimatisierung des GebĂ€udes âLebensradâ.
Von besonderem Interesse war das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem ehemaligen Seniorenheim Dr.-SchmeiĂer-Stift in der LuisenstraĂe, das ebenfalls dem Verein gehört. Das GebĂ€ude wurde im Jahr 2023 an den Rhein-Neckar-Kreis vermietet und wird seither für die Unterbringung von geflüchteten Menschen genutzt. Im Mai dieses Jahres wurde der Mietvertrag für drei weitere Jahre verlĂ€ngert. Dies sei kein Hindernis für die Kaufoption der Johannes-Diakonie, versicherte die Vereinsvorsitzende. Die Diakonie hat bereits im Oktober 2024 Interesse am Kauf des Anwesens bekundet. âDas Projekt Dr.-SchmeiĂer-Stift ist weiterhin prioritĂ€r für die Johannes-Diakonie", sagte Hemberger.
Den Jahresplan 2025 und den Wirtschaftsplan 2026 stellte Heimleiterin Doris Popp vor. Allen Mitgliedern wurden die kompletten Zahlenwerke bei Interesse zur Verfügung gestellt. In ihrem Allgemeinbericht erlĂ€uterte Popp neben der finanziellen auch die personelle Situation. Im âLebensradâ stehen 92 PflegeplĂ€tze zur Verfügung, vier davon für Kurzzeitpflege. Die 62 Arbeitsstellen im Heim können nicht ausreichend personell abgedeckt werden. Immer wieder müsse man auf externe KrĂ€fte zurückgreifen, aber der Arbeitsmarkt sei leer. Es sehe âdüsterâ aus, so die Heimleiterin sorgenvoll. Aktuell soll u.a. die Stelle der Küchenleitung neu besetzt werden. Bewerbungen können direkt per E-Mail (s.u.) an Doris Popp geschickt werden.
Auf der Tagesordnung stand weiter die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erteilt wurde. Die nÀchste Mitgliederversammlung, bei der Neuwahlen des Vorstands auf der Tagesordnung stehen werden, soll noch in der zweiten JahreshÀlfte stattfinden.
E-Mail-Kontakt: info@lebensrad-eberbach.de
09.07.26
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| Von J.S (16.09.26): | @Schmeisser:
Wie bereits dargelegt ist es aber weder die Aufgabe der Stiftung noch hat sie die finanziellen Mittel, das alte GebĂ€ude zu sanieren, sondern sie muss ihre finanziellen Mittel anders verwenden (Betrieb des vereinseigenen Pflegeheims Lebensrad). Die Stiftung ist nĂ€mlich keine Immobilienverwaltungsgesellschaft sondern sie betreibt das Eberbacher Pflegeheim. Daher will die Stiftung das SchmeiĂer-Stift verĂ€uĂern und überbrückt die Zeit bis dahin mit der Vermietung als Wohnheim an den Rhein Neckar Kreis, der das GebĂ€ude hierfür instandgesetzt hat. Die so erzielten Mieteinnahmen kommen auch dem Lebensrad zugute. Die vorübergehende Nutzung als Wohnheim und vorherige Instandsetzung hierfür durch den Kreis verhindern den Verfall (und weiteren Wertverlust) des SchmeiĂer-Stifts.
| | Von Hühnervogl Schmeisser  (15.09.26): | Sehr geehrter J.S.,
Sie widerlegen mit bemerkenswerter Beharrlichkeit Aussagen, die meinerseits überhaupt nicht getroffen wurden. Weder habe ich behauptet, der Rhein-Neckar-Kreis sei zur Grundsanierung einer fremden Immobilie verpflichtet, noch habe ich die gegenwĂ€rtige Nutzung des GebĂ€udes kritisiert.
Gegenstand meiner Ausführungen war und ist ausschlieĂlich die langfristige Erhaltung der GebĂ€udesubstanz. MaĂnahmen, die eine zeitlich begrenzte Nutzung ermöglichen, sind begrifflich und baulich nun einmal nicht mit einer nachhaltigen Sanierung gleichzusetzen.
Insofern wĂ€re es für die weitere Diskussion möglicherweise hilfreich, zunĂ€chst zwischen Nutzung, Instandsetzung und Sanierung zu unterscheiden. Dann müssten wir uns nicht fortwĂ€hrend über Positionen unterhalten, die niemand vertreten hat.
Und um meine ursprüngliche Kritik abschlieĂend noch einmal unmissverstĂ€ndlich zu formulieren: Gemessen an der Aufgabe, dieses GebĂ€ude langfristig zu erhalten und einer tragfĂ€higen Zukunft zuzuführen, hat die Stiftung aus meiner Sicht auf ganzer Linie versagt. Eine vorübergehende Nutzung durch Dritte vermag an dieser Bewertung nichts zu Ă€ndern.
| | Von J.S (15.09.26): | @Schmeisser:
Wieso soll der Rhein Neckar Kreis auf seine Kosten zugunsten des endgültigen Eigentümers das GebĂ€ude für mind. mehrere 1000.000 ⏠umfassend grundsanieren, obwohl er es nur für einen überschaubaren Zeitraum aus Wohnheim nutzen will ? Das wĂ€re eine Verschleuderung von Steuergeldern !
Dasselbe gilt für den Verein Stiftung Altersheim, der sein Geld für den Betrieb des Lebensrads ausgeben soll statt zugunsten eines Nachbesitzers diesen Betonklotz aufwendig zu sanieren.
Der Kreis hat das Haus für seine Zwecke (vorübergehendes Wohnheim) in Schuss gebracht, und gut is es.
Die (teure) Grundsanierung muss und wird natürlich der KĂ€ufer stemmen, also z.b. die Johannes-Anstalten Mosbach, oder eine Wohnungsbaugesellschaft, die Eigentumswohnungen daraus macht.
| | Von Ewwerbacher (14.09.26): | Sehr geehrte/r "J.S.",
Wenn du hier ein Kaff wie den Ort Schönau mit unserem Eberbach gleichsetzt, so verstehe ich als Eberbacher mich hierdurch beleidigt und herabgesetzt.
Schönau hat nichtmal 5.000 Einwohner und dient nur als Schlafzimmer für Leute aus Heidelberg. Es hat nichtmal ein Drittel der GröĂe unserer Stadt Eberbach.
Eberbach feiert nÀchstes Jahr sein 800jÀhriges JubilÀum als Stauferstadt !!! wÀhrend schönau erst ca. 1960 zur Stadt wurden, als nichtmal 100 Jahre !
| | Von Hühnervogl Schmeisser  (14.09.26): | Dass Sie das GebĂ€ude persönlich für einen âpotthĂ€sslichen 70er-Jahre-Betonklotzâ halten, sei Ihnen selbstverstĂ€ndlich unbenommen. Eine architektonische Geschmacksbekundung ersetzt allerdings noch keine Auseinandersetzung mit der eigentlichen Frage.
Bemerkenswert ist vielmehr die Gleichsetzung einer gegenwÀrtigen Nutzung mit dem nachhaltigen Erhalt einer Immobilie. Dass ein GebÀude bewohnt wird und notwendige Reparaturen vorgenommen werden, bedeutet weder, dass seine Substanz dauerhaft gesichert ist, noch dass damit ein tragfÀhiges Sanierungskonzept existiert.
Von gröĂerem Interesse wĂ€re daher die Frage, weshalb bereits zur Verfügung stehende erhebliche Mittel für eine umfassendere Sanierung nicht entsprechend eingesetzt bzw. zurückgegeben wurden. Darüber lieĂe sich sicherlich gehaltvoller diskutieren als über die persönliche Ă€sthetische Einordnung des GebĂ€udes.
In einem Punkt möchte ich Ihnen allerdings ausdrücklich zustimmen: âBetonklotz bleibt Betonklotzâ ist eine bemerkenswert prĂ€gnante Beschreibung des bislang erkennbaren Anspruchsniveaus im Umgang mit der Immobilie.
| | Von J.S (14.09.26): | Natürlich Ă€ndert die Tatsache, dass das Haus derzeit als Wohnheim genutzt wird und dafür zuvor vom Landkreis instandgesetzt wurde, etwas an Ihren Aussagen, dass das Haus momentan angeblich im Wartestand ist und angeblich durch Unterlassen ein attraktives Stadtbild beeintrĂ€chtigt. Die Aussagen sind beide lĂ€cherlich weil falsch. Denn die Nutzung als Wohnheim ist eben genau das Gegenteil von Unterlassen und von Wartestand, denn das Haus wurde gebaut als Wohnheim und genau so wird es aktuell genutzt.
AuĂerdem ist das SchmeiĂer-Stift kein "historische GebĂ€ude", sondern ein potthĂ€sslicher 70er-Jahre-Betonklotz.
Und das Haus macht das Stadtbild eben genau deshalb unattraktiver, weil es so eine hĂ€ssliche Bausünde ist und immer bleiben wird, egal ob es als Wohnheim durch den Landkreis genutzt wird oder auch durch die Johannes-Diakonie, oder ob es in teure Eigentumswohnungen umgewandelt wird: Betonklotz bleibt Betonklotz.
| | Von Hühnervogl SchmeiĂer (13.09.26): | Lesen hilft manchmal mehr als Empörung.
Von einem aktuellen Leerstand war überhaupt nicht die Rede. Dass das SchmeiĂer-Stift nach jahrelangem Leerstand seit 2023 wieder als Wohnheim genutzt wird, Ă€ndert nichts an der Aussage.
Noch bemerkenswerter ist allerdings die Gleichsetzung von âgenutztâ mit âinstandgesetztâ. Wer den Zustand des GebĂ€udes kennt, kann sich davon selbst ein Bild machen. Notwendige Reparaturen zur Aufrechterhaltung einer Zwischennutzung sind keine nachhaltige Sanierung. WĂ€hrend weitere Jahre verstreichen, altert die Substanz weiter und der spĂ€tere Sanierungsaufwand wĂ€chst.
Die angekündigten drei weiteren Jahre Zwischennutzung widerlegen die Kritik daher nicht â sie unterstreichen vielmehr das eigentliche Problem: Eine Nutzung ist noch kein Konzept für den Erhalt eines historischen GebĂ€udes.
Und bevor man anderen öffentlich âUnwahrheiten und Lügenâ vorwirft, wĂ€re es vielleicht tatsĂ€chlich sinnvoll, zunĂ€chst genau zu lesen, was überhaupt behauptet wurde.
âKontrollierter Verfallâ nehme ich daher gerne zurück, sobald der tatsĂ€chliche Umgang mit der Bausubstanz Anlass dazu gibt.
| | Von J.S. (09.09.26): | @Hühnervogl SchmeiĂer:
Leerstand und Verfall wurden im SchmeiĂerstift im Jahr 2023 gestoppt, denn seitdem nutzt es bekanntlich der Rhein-Neckar-Kreis wieder als Wohnheim und hat es hierfür instandgesetzt.
Diese Nutzung wird im den nĂ€chsten 3 Jahren lückenlos und ohne Wartestand fortgesetzt.
Das GebÀude steht somit anders als viele andere GebÀude in der Eberbacher oder auch Schönauer Innenstadt nicht leer und verfÀllt auch nicht.
Vielleicht informieren Sie sich einfach mal, bevor Sie hier Unwahrheiten und Lügen verbreiten, Danke !
| | Von SchmeiĂer  (07.09.26): | Man muss der Stiftung eines lassen: BestĂ€ndigkeit kann sie.
WĂ€hrend in Eberbach über LeerstĂ€nde, Stadtentwicklung und ein attraktiveres Stadtbild diskutiert wird, verfolgt man hier offenbar seit Jahren einen ganz eigenen Ansatz: kontrollierter Verfall.
GebĂ€ude altern, Jahre vergehen, Konzepte kommen und gehen â nur am Ergebnis Ă€ndert sich erstaunlich wenig.
Das ehemalige SchmeiĂer-Stift ist dabei fast schon sinnbildlich: derzeit genutzt, seit Jahren mit einer offenen Zukunft und nun offenbar wieder drei weitere Jahre im Wartestand.
Vielleicht sollte man das nicht lÀnger Sanierungsstau nennen. Langzeitkonservierung durch Unterlassen klingt doch wesentlich innovativer.
Eigentum verpflichtet bekanntlich. In Eberbach scheint das bei manchen Immobilien allerdings eher als langfristige Zielsetzung verstanden zu werden.
| | Von Emilia (09.07.26): | Aufschlussreich nichtssagend ist, was hier bekannt wird über die Zukunft des SchmeiĂer-Stiftes. Will oder kann der Vereinsvorstand Stiftung Altersheim Eberbach e.V. nicht mehr darüber sagen? Immerhin liegt die Interessensbekundung an der Ăbernahme des Hauses seitens der Johannes-Diakonie fast zwei Jahre zurück. PrioritĂ€r, vordringlich und existentiell wichtig ist für die Ă€ltere Generation Eberbachs und ihre Familien zu erfahren, wann es weiter gehen wird.
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