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Professionelle Kunst und familiäre Atmosphäre - Vorstellungen weitgehend ausverkauft


Freuen sich auf die Vorstellungen der Hauptproduktion “Evita”: V.l. Lutz Standop (Darsteller des Che), Intendant Holger Ries (Darsteller des Juan PerĂłn), Kristin Backes (Eva “Evita” PerĂłn) und Regisseur Kai Hüsgen. (Foto: Hubert Richter)

(hr) Die 43. Spielzeit der Schlossfestspiele Zwingenberg startet am kommenden Freitag, 24. Juli. Geboten werden bis 9. August achtmal das Musical “Evita”, zweimal die “Rock Symphonies” und an einem Tag ein Familienprogramm.

Seit 3. Juli wird eifrig geprobt, Bühne und Bestuhlung für 750 Gäste im markgräflich badischen Schlosshof stehen. Der neue Intendant Holger Ries ist eigentlich ein “alter Hase”, denn er ist schon seit 25 Jahren bei den Schlossfestspielen dabei. Der erste Intendant und Festspiele-Gründer Guido Johannes Rumstadt hatte Ries damals nach Zwingenberg geholt. So dürfte das ganz eigene “Zwingenberg-Flair” aus professioneller Kunst und familiärer Atmosphäre mit viel ehrenamtlichem Engagement dank der personellen Kontinuität problemlos weiterleben.

Auftakt des Programms ist am Freitag, 24. Juli, mit der Crossover-Show “Rock Symphonies”, die klassische Musik und Rock-Hymnen vereinen soll und die in einer Spätvorstellung am 8. August wiederholt wird. In der Show wird unter anderem die aus Waldbrunn stammende Sopranistin Sonja Westermann in Zwingenberg ein Comeback feiern.

Im Mittelpunkt als Hauptproduktion steht in diesem Jahr das berühmte Musical “Evita” von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, das in deutscher Sprache gespielt wird. Auf die Premiere am 30. Juli folgen noch weitere sieben Aufführungen an zwei Wochenenden jeweils donnerstags bis sonntags. Hochkarätige Solisten, dem Festspiel- und der Kinderchor sowie das 18-köpfige Orchester wollen unter der Regie von Kai Hüsgen und der musikalischen Leitung von Thomas Rother eine ebenso unterhaltsame wie bildgewaltige und emotional packende Inszenierung auf die Bühne bringen. Das Bühnenbild stammt wieder von dem gebürtigen Salzburger Helmut Mühlbacher, der seit 2019 die Schlossfestspiele mit seinen Aufbauten bereichert. Die von Kristin Backes gespielte Hauptperson Eva PerĂłn, die als Frau des argentinischen Präsidenten Juan PerĂłn das Land entscheidend geprägt hat, jung an Krebs gestorben ist und die Menschen bis heute fasziniert, soll in ihren unterschiedlichen Facetten beleuchtet werden. Von manchen wurde sie als Flittchen beschimpft, von anderen als Heilige verehrt. Die Musik aus “Evita” ist nicht zuletzt durch den Hit “Don´t Cry For Me, Argentina” weltberühmt geworden.

Im Familienprogramm am 26. Juli gibt es um 11 und 15 Uhr zwei Vorstellungen des Zwei-Personen-Stücks “Ritterrüstung und Kettenhemd“.

Der Vorsitzende des Festspielvereins, Landrat Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis), zeigte sich gestern bei der Vorstellung des Programms sichtlich erfreut über eine enorm hohe Kartennachfrage in diesem Jahr. Wer die eine oder andere Vorstellung besuchen will und noch keine Tickets hat, sollte sich sputen. Denn schon jetzt sind über 7.400 der insgesamt 7.770 möglichen Karten verkauft. Viele Vorstellungen sind bereits ausverkauft oder bieten nur noch wenige Restplätze. Das bedeutet jetzt schon eine Auslastung von mehr als 95 Prozent und könnte in diesem Jahr zu einem neuen Rekord führen nach der mit 97,86 Prozent bisher höchsten Auslastung im vergangenen Jahr mit dem Musical “Titanic”.

Mit einem Etat von 538.000 Euro versucht das Festspielteam, dem Publikum ein möglichst hochkarätiges Erlebnis zu bieten. “Jeder Cent wird in die Qualität investiert”, so Dr. Brötel. Die Festspiele finanzieren sich zu mehr als der Hälfte aus den Eintrittsgeldern. Das Land Baden-Württemberg fördert das Festival mit 143.000 Euro, der Neckar-Odenwald-Kreis mit rund 125.000 Euro. Weitere Spenden kommen von privater und gewerblicher Seite, unter anderem von Banken, Versicherungen, der Bürgerstiftung Mosbach, dem Rotary Club und Toto-Lotto.

Gerade angesichts des hohen Besucheraufkommens bittet das Festspielteam die Gäste, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn) anzureisen, Fahrgemeinschaften zu bilden, diszipliniert zu parken und zur Entlastung des Pendelbusses zu Fuß zum Schloss hoch zu kommen.

Infos im Internet:
www.schlossfestspiele-zwingenberg.de


22.07.26

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