Bitte um verstĂ€rkte Ăberwachung am Bahnhofsplatz (Fotos: Claudia Richter)(cr) In der Bürgerfragestunde zu Beginn der letzten öffentlichen Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am 28. September ging es unter anderem um die öffentliche Sicherheit am Bahnhofsplatz.
Ein Anwohnerpaar meldete sich zu Wort und schilderte, dass eine Gruppe von Jugendlichen wiederholt versucht habe in das GebĂ€ude zu gelangen, in dem sich unter anderem eine Apotheke und Arztpraxen befinden. Im dritten Stock sei sogar ein Pedelec gestohlen worden. Es komme auf dem Bahnhofsplatz (Bild links) immer wieder zu sicherheitsrelevanten VorfĂ€llen, und man müsse hĂ€ufig die Polizei rufen. Die Beamten des Eberbacher Reviers reagierten regelmĂ€Ăig schnell und seien sehr hilfsbereit, lobte das Paar die Polizei, Ă€uĂerte aber den klaren Wunsch nach mehr Ăberwachung, beispielsweise mit Videotechnik. Bürgermeister Peter Reichert versprach, den Sachverhalt mit der Polizei zu besprechen. Er gab aber auch zu bedenken, dass es für Videoüberwachung hohe rechtliche Hürden gebe. Das Thema wurde kürzlich auch beim PressegesprĂ€ch der Polizei im Rahmen der Vorstellung der jĂ€hrlichen Kriminalstatistik angesprochen (wir berichteten). Dort wurde bestĂ€tigt, dass es immer wieder zu VorfĂ€llen im Bahnhofsbereich komme, dass der Ort aber wohl rein rechtlich noch kein ausreichender âBrennpunktâ für eine Videoüberwachung sei. Wer dort verdĂ€chtige Beobachtungen mache, solle auf jeden Fall immer den polizeilichen Notruf 110 wĂ€hlen. Laut Polizei-Revierleiter Klaus GroĂkinsky sei man auch im direkten Kontakt mit verschiedenen Jugendlichen, wobei auch Mitarbeitende des Hauses des Jugendrechts in Heidelberg involviert seien.
Videoüberwachung ist in Eberbach durchaus bereits ein Thema. So ist seit Mai 2025 bekannt, dass in der Stadthalle insgesamt zehn Kameras eingebaut wurden, und im September wurde durch eine Elektrofirma eine umfangreiche Videoüberwachung in der Tiefgarage am Leopoldsplatz installiert (Bild rechts), die aber offenbar noch nicht in Betrieb ist.
In einem weiteren Beitrag in der Fragestunde wies eine Bürgerin darauf hin, dass im Rahmen der Bewerbung der Stadt Heidelberg als âKulturhauptstadt Europasâ auch die Region unterstützend mitwirken könne. Bürgermeister Peter Reichert erklĂ€rte, dass es dazu eine entsprechende Anfrage aus Heidelberg bedürfe.
Ein Anwohner im Breitensteinweg Ă€uĂerte seinen Unmut über einen aus seiner Sicht âungutenâ Umgang von Mitarbeitern der Stadtwerke mit Bürgern nach einem Ausfall der StraĂenbeleuchtung bei NĂ€sse. AuĂerdem beklagte er eine aus seiner Sicht mangelhafte Ausführung von StraĂenbauarbeiten.
14.10.26
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