25.09.2021

Nachrichten > Kultur und Bildung

Viel Spaß an den Drehtagen - Spenden fĂŒr Waisenkinder


(Foto: Thomas Wilken)

(tom) Zwar nicht Sieger, aber trotzdem gewonnen: Die Oberzent-SchĂŒlerinnen, Mia-Sophie Kraft, Louisa Schmitt, Marlene Ulrich und Alicia Andryczka, nahmen am Wettbewerb des Hessischen Rundfunks mit dem Titel „Meine Ausbildung“ teil. Sie drehten mit UnterstĂŒtzung von Lehrer Andreas Weinmann einen Film, kamen damit hessenweit in die höchste Kategorie und erhielten eine Nominierung fĂŒr den „Besten Film“. FĂŒrs Preisgeld von 5.000 Euro reicht es zwar nicht, aber die SchĂŒlerinnen sind trotzdem sehr stolz ĂŒber ihren Erfolg.

Die vier MĂ€dchen wollten das Preisgeld im Falle eines Gewinns fĂŒr den Verein Waisenkinder in Tansania spenden. Jetzt ist die Idee entstanden, den Film auf die neue Homepage der Oberzent-Schule (OZS) zu setzen. Alle können ihm somit liken und fĂŒr das Hilfsprojekt von Angelika Gritzmann, einer ehemaligen SchĂŒlerin der OZS, spenden. Somit hĂ€tten die MĂ€dchen doch noch ihren Wunsch erfĂŒllt.

Auf das Filmprojekt mit dem Thema „Meine Ausbildung“ des hessischen Rundfunks wurden die jungen Teilnehmerinnen durch Klaus Seeh aufmerksam. Zu Beginn beschĂ€ftigten sie sich nachmittags in der Schule mit der Planung und Umsetzung des Projekts. „Gemeinsam haben wir viele gute Ideen gesammelt“, erklĂ€rt Mia-Sophie. Schließlich einigten sich die vier auf verschiedene Drehtage und planten, an welchen Tagen welche Szenen gedreht werden sollen.

Anfangs war es gar nicht so einfach, ernst zu bleiben, schmunzelt Louisa. „Wir mussten viel lachen und ließen uns davon leicht ablenken.“ Allerdings bekamen die SchĂŒlerinnen immer wieder die Kurve und waren am Ende jedes einzelnen Tages sehr produktiv. RĂŒckblickend sagen alle, „dass wir noch nie so viel an einem Tag gelacht haben wie am ersten Drehtag“.

Leider machte die Corona-Pandemie dem Projekt einen kleinen Strich durch die Rechnung. Deshalb musste das Ende des Films umgeplant werden. Marlene Ulrich und Alicia Andryczka halfen bei den letzten Ideen und den letzten Szenen. Schlussendlich klappte es doch: Der Film wurde pĂŒnktlich eingereicht. Dann begann das bange Warten auf die Auswertung. Als die vier erfuhren, dass sie in der engeren Auswahl und unter den nominierten Filmen waren, brach Jubel aus. Die MĂ€dchen beschlossen, die Premiere gemeinsam am Tag der Ausstrahlung anschauen.

WĂ€hrend dieser Premiere kam zusĂ€tzlich die Nachricht, in der nĂ€chsthöheren Kategorie nominiert zu sein. Allerdings war die EnttĂ€uschung dann im ersten Moment doch groß, als der Preis an ein anderes Team ging. „Trotzdem lassen wir uns davon nicht runterziehen“, sagen die SchĂŒlerinnen. „Wir hatten viel Spaß und tolle Drehtage, an denen wir unsere TeamfĂ€higkeit und schauspielerisches Talent neu entdeckten und weiter ausbauen konnten.“

Schulleiter Bernd Siefert war sehr stolz auf die Leistung der vier. Er gab ihnen ein Zitat von Persönlichkeitstrainer Steffen Kirchner mit auf den Weg: „Habt also keine Angst vor der SelbstĂ€ndigkeit. Denn in der Zukunft zĂ€hlt die FĂ€higkeit, selbstĂ€ndig zu sein und die Freiheit auszuhalten, die damit einhergeht.“ Im Wort SelbstĂ€ndigkeit stecken die Wörter „selbst“ und „Stand“. Was laut Siefert bedeutet: „Als SelbstĂ€ndiger kannst du also selbst stehen.“ Von der Firma Bechtold gab es fĂŒr die vier SchĂŒlerinnen eine Anerkennung: ein 32 GB-USB-Stick, Tasse, Flaschenöffner und Feuerzeug.

Infos im Internet:
www.waisenkindertansania.de


16.07.21

© 2021 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de