01.10.2022

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Was ist los im Holderbach?


(Fotos: privat)

(bro) (uf) Im Rahmen des Ferienspa√üprogramms hatte die Freie evangelische Gemeinde Eberbach (FeG) interessierte Kinder eingeladen, um als ‚ÄěGew√§sserdetektive‚Äú den Holderbach zu erkunden. Die Aktion war mit 25 Kindern voll ausgebucht.

Los ging es am vergangenen Freitagnachmittag am Parkplatz des Wildschweingeheges in Eberbach. Mit Gummistiefeln im Gep√§ck wanderten die aufgeregt schwatzenden Kinder mit den Mitarbeitern der FeG Eberbach zu einem idyllisch gelegenen Platz direkt am Holderbach. Zuerst gab es einen kurzen Input zum Psalm 23, in dem es hei√üt: ‚ÄěEr (Gott) f√ľhrt mich zu frischem Wasser‚Äú, und eine kleine Einf√ľhrung, warum Wasser so wertvoll und lebenswichtig ist. An verschiedenen Stationen konnte der Bach dann von den Kindern erkundet werden.

Besonders spannend war es, mithilfe von ‚ÄěUnterwasserguckern‚Äú Tiere im Wasser zu entdecken. Und da gab es so einige: Strudelw√ľrmer, K√∂cher- und Eintagsfliegenlarven, Bachflohkrebse und Wasserasseln. Mit der Bestimmungstabelle konnte die Gew√§sserg√ľteklasse an dieser Stelle bestimmt werden. Die ‚ÄěGew√§sserdetektive‚Äú fanden heraus, dass an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Tiere gefunden wurden und somit auch die Wasserqualit√§t verschiedene Klassen aufwies.

Die Kinder konnten selbstständig von Station zu Station gehen oder auch einfach im Wasser planschen, Staudämme bauen, Wasserläufe beobachten, Tiere und Pflanzen am Ufer erkunden und auf den Steinen balancieren. Dass bei den meisten Kindern bereits nach ein paar Minuten die Gummistiefel bis oben randvoll mit Wasser waren, störte sie nicht.

Eine selbst gebaute Kläranlage, bestehend aus einer Flasche mit einem Filter, Kies, Sand, Erde und Kohle, zeigte, wie das dreckige Wasser, das oben hineingegeben wurde, unten relativ sauber wieder herauskam.

Sogar ein eigenes Biotop, das sie sp√§ter mit nach Hause nehmen durften, konnten die ‚ÄěGew√§sserdetektive‚Äú bauen. In einem Glas wurden daf√ľr Kieselsteine und Erde geschichtet, kleine Pfl√§nzchen, wie z.¬†B. Klee, und Moos, eingepflanzt, alles mit Wasser bespr√ľht und dann luftdicht mit einer Frischhaltefolie und einem Gummi abgedeckt.

Unter Anleitung bauten einige Kinder ein kleines Floß aus Rinde oder zusammengebundenen Stöcken, das anschließend im Holderbach fahren durfte.

Kleine Versuchsstationen luden ein, mit dem Wasser zu experimentieren. Mithilfe einiger Pipetten konnten die Kinder Wasser auf eine M√ľnze tropfen lassen und gucken, wie viele Tropfen darauf blieben, ohne runterzuflie√üen. Auch erkundeten sie, welche Materialien schwimmen k√∂nnen und welche nicht. In einer Schale mit Wasser lie√üen sie Heftzwecken vorsichtig schwimmen. Sie konnten auch Wasserrosen aus Papier ausschneiden, diese falten und dann auf den Bach setzen. Im Kontakt mit dem Wasser entfaltete die Blume sich selbstst√§ndig wieder.

Die Wasserbomben-Schw√§mmchen waren nicht nur f√ľr das Wassertransportspiel wichtig, sie provozierten auch eine lustige Wasserschlacht.

Mittendrin gab es f√ľr alle einen leckeren Snack, bestehend aus Wassermelone und Geb√§ck.

Die vier Stunden vergingen wie im Flug, und die Kinder strahlten nass und fr√∂hlich, als es am Abend mit einer Mini-Flusswanderung zur√ľck Richtung Treffpunkt ging.

Dankbar blickt das Mitarbeiterteam aus der FeG auf den Nachmittag zur√ľck: ‚ÄěDie Gruppe war sehr homogen, und es hat einfach Spa√ü gemacht, die Kinder so begeistert und konzentriert im Wasser agieren zu sehen.‚Äú

01.08.22

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