21.09.2023

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Ein unterhaltsames, abwechslungsreiches und sehenswertes Programm


(Foto: Hirschhorner Nachrichten)

(bro) (hn) „Zwei Jahr´ Pause, des war bitter, willkommen zurück bei de´Hirschhorner Ritter“ – unter diesem Motto veranstaltete der Verein nach zwei Jahren Zwangspause im 56. Jahr zwei feurige Sitzungen. Fast sechs Stunden wurde am 14. und 21. Januar jeweils im ausverkauften Bürgersaal in Hirschhorn ein unterhaltsames, abwechslungsreiches und sehenswertes Programm geboten.

Pünktlich um 19.11 Uhr maßen die Geisterjäger Michael Pascuzzi und Oliver Neuer bei den Zuschauern den Faschingsgeist und verteilten an so manchen Kostümverweigerer rote Nasen.

Nach dem funkelnden Auftritt der Fahnenschwinger und Trommler zog das Komitee, das seit drei Jahren amtierende Prinzenpaar Meike II. und Christian I. samt Funkenmariechen Maike, Herolde und aller Garden unter tosendem Beifall durch den Saal auf die BĂĽhne.

Präsident Klaus-Jürgen Ehret begrüßte die närrischen Gäste und übergab das Mikrophon an das Moderatorentrio Ulli Schnetz, Tina Czemmel-Zink und Martin Dudium, die schwungvoll durch das Programm führten.

Den Auftakt machten die süßen „Wonneproppen“, die die Zuschauer in die „Flower-Power-Zeit“ entführten. Viel Beifall gab es für Nachwuchstalent Bastian Zink, der von den Kochkünsten seiner Schwester berichtete, während die Eltern im Urlaub weilten. Die Minigarde begeisterte das Publikum mit einem flotten Gardetanz. Danach nahm Martin Dudium als „Schwabe mit Hut“ die Politik und das Weltgeschehen der letzten Monate unter die Lupe und erntete dafür viel Beifall. Den größten Diamantenraub aller Zeiten vertanzte der „Showblock“. Er begeisterte mit tanzenden Diamanten, Dieben und Polizisten. Danach heizte die „Rasselbande“ den Saal mit ihrem schmissigen Gardetanz noch weiter auf. Sie feiert in diesem Jahr dreimal elf Jahre Jubiläum und ziert den diesjährigen Kampagneorden. Vor der zweimal elfminütigen Pause präsentierten die stimmgewaltigen Sänger von „Da Capo“ Lieder über aktuelle Themen. Sie sangen über den Krieg im Osten, Liz Truss Rücktritt, die Energiekrise, die WM in Katar und natürlich gratulierten sie der Stadt Hirschhorn zur 1250-Jahrfeier.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit animierte „City Sound“ das Publikum mit heißen Klängen zum Mitsingen und Mitfeiern und brachte die Stimmung im Saal zum Kochen. Nun wurde auf den Stühlen getanzt und geschunkelt. Wahre Begeisterungsstürme entfachten die sechs Tanzmariechen der Solisten, die akrobatisch und gekonnt über die Bühne wirbelten. Sein Debüt in der Bütt feierte Christian Alles, der als „Der Saarländer“ seine eigene Max und Moritz Geschichte zum Besten gab. Ein weiteres tänzerisches Highlight boten gleich im Anschluss die Tänzerinnen von „Rhythmix“. Sie präsentierten mit leuchtenden Farben, Kostümen und Kulissen ihren indischen Tanz „Om Namah Shivaya“. Das Publikum bog sich vor Lachen, als der französische Coiffeur Jean-Pierre, alias Peter Layer, mit seinem Friseurteam in seinem Salon seinen Kunden wieder flotte Frisuren zauberte. Es folgte ein wahrer Augenschmaus, der elegante und synchrone Gardetanz der Prinzengarde zu Ehren des Prinzenpaares ließ die Zuschaueraugen funkeln. Das Männerballett lud auf den „Walk of Fame“ ein und begeisterte mit seinen strammen Waden. Ein weiteres Highlight des Abends boten die Tänzerinnen der Millenniums, die unter dem Motto „Sweet dreams“ einen schaurig guten Tanz auf die Bühne legten, der dem ein oder anderen Zuschauer Angst und Schrecken einjagte.

Tränen flossen bei der Verabschiedung des Prinzenpaares Meike II. und Christian I. nach der Abschiedsrede von Präsident Klaus-Jürgen Ehret. Nun endlich war es so weit, das lang gehütete Geheimnis um das neue Prinzenpaar wurde gelüftet.

Prinzessin Johanna I. und Prinz Christian II. mit Funkenmariechen Milena Czemmel wurden von Herolden und Garden auf die Bühne geleitet. Nach der Proklamation durch den Präsidenten Klaus-Jürgen Ehret begrüßte das neue Prinzenpaar mit seiner Ansprache das närrische Volk. Widerstandslos rückte Bürgermeister Martin Hölz an die Tollitäten den Rathausschlüssel raus. Abordnungen befreundeter Karnevalsvereine sprachen dem Prinzenpaar Glückwünsche aus.

Nachdem Blumensträuße, Präsente und Kampagnenorden übergeben waren, versammelten sich alle Aktiven des Abends zum großen Finale nochmals auf der Bühne. An beiden Sitzungen konnte man nach der Musik von Werner Schifferdecker noch das Tanzbein schwingen.

08.02.23

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