21.02.2024

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Gegen unkontrollierte Vermehrung freilaufender Katzen


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Um besser gegen die Vermehrung freilaufender Katzen in Eberbach und den Ortsteilen vorgehen zu können, beschloss der Eberbacher Gemeinderat am Montag, 23. Oktober, einstimmig eine “Katzenschutzverordnung”.

Damit soll der Bestand an Hauskatzen besser kontrolliert werden, nicht zuletzt zum Wohl der Katzen selbst. Denn bei unkontrolliert steigender Katzenpopulation nehmen auch Krankheiten, Verletzungen und Missbildungen bei den Tieren zu. Darauf hatte der Tierschutzverein Eberbach die Stadtverwaltung aufmerksam gemacht, und eine Dokumentation der Katzendichte in Eberbach hat den Handlungsbedarf bestätigt. Der Tierschutzverein kümmerte sich schon bisher darum, freilaufende Katzen möglichst kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen, um unkontrollierte Vermehrung einzudämmen. Denn es wird davon ausgegangen, dass eine Katze im Durchschnitt zweimal jährlich je rund fünf Junge bekommt, die dann wieder spätestens nach einem halben Jahr geschlechtsreif sind.

Für die Kastration und Kennzeichnung (mit Chip) eines Katers fallen etwa Kosten von 350 Euro an, für die Sterilisation und Kennzeichnung einer Katze sogar rund 420 Euro. Die Kontrolle durch den Tierschutzverein, der in diesem Fall im Auftrag der Stadt handelt, soll durch die neue Verordnung erleichtert und rechtssicher gemacht werden. Die jeweiligen Kosten sollen künftig die Eigentümer der Katzen tragen. Falls diese nicht ausfindig gemacht werden können, bleiben die Kosten allerdings bei der Stadt “hängen”, weshalb mit dem Beschluss der Verordnung auch gleichzeitig Haushaltsmittel in Höhe von jährlich 10.000 Euro bereitgestellt wurden.

Die neue Eberbacher Katzenschutzverordnung basiert auf einer Musterverordnung, die von der Landesregierung erarbeitet wurde.

25.10.23

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