Ehrenbriefe des Landes Hessen verliehen Großes Bild v.l. Bürgermeister Martin Hölz, Ellen Jehle, Andrea Schupp, Agathe Stillner, Angelika Beckenbach und Dr. Joachim Kleinmann. Kleines Bild v.l. Mathias Krusch, Tim Pfisterer und Klaus Schwarz. (Fotos: Hubert Richter)(hr) In der Sängerhalle in Hessisch Igelsbach fand gestern Abend der offizielle Neujahrsempfang der Stadt Hirschhorn statt.
Stadtverordnetenvorsteher Dr. Joachim Kleinmann begrüßte die Gäste, bevor Bürgermeister Martin Hölz seine Neujahrsansprache hielt. Er berichtete über die wichtigsten Hirschhorner Themen im vergangenen Jahr, zu denen etwa die Übertragung der technischen Leitung der Trinkwasserversorgung an die Städtischen Dienste Eberbach zählte sowie die Bauprojekte Hochbehältersanierung, Brücke Michelberg und barrierefreie Bushaltestellen. Der Fokus in 2026 werde auf der Sanierung des undichten Rathauses, dem Glasfaserausbau, der weiteren Felssicherung in Ersheim (wir berichteten) ab kommenden Montag und der Neugestaltung des gemeinsamen Ordnungsbezirks mit Neckarsteinach liegen. Ob der angekündigte Abschluss der Arbeiten an der Wehrbrücke Mitte 2026 wahr werde, ließ Hölz weiter unkommentiert. Er bleibe aber zuversichtlich. Länger dauern werde die Sanierung des Schlosses, an der gleich zwei verschiedene Landesbehörden beteiligt seien. Der Bürgermeister warb vorausblickend für Zuversicht und Mut zur Verantwortung.
Die Erste Kreisbeigeordnete Angelika Beckenbach verlieh drei Ehrenbriefe des Landes Hessen für langjähriges außergewöhnliches Engagement im Ehrenamt beim Dreiklang Frauenchor Igelsbach an die Vorsitzende Ellen Jehle, Kassenwartin Agathe Stillner und Schriftführerin Andrea Schupp. Letztere wurde auch von der Stadt Hirschhorn mit der Ehrennadel in Gold geehrt. Die städtische Ehrennadel in Silber erhielten Tim Pfisterer und Mathias Krusch von der Freiwilligen Feuerwehr Hirschhorn sowie Klaus Schwarz für besonderes soziales Engagement, weil er sich jahrelang intensiv um seinen schwer kranken und inzwischen verstorbenen Freund gekümmert hat.
Impulsvorträge und eine Gesprächsrunde zum Thema “Verantwortung” mit Markus Keßler (Leiter der Polizeistation Wald-Michelbach), Hausärztin Dr. Stefanie Soder (Hirschhorn) und dem Hirschhorner Stadtbrandinspektor Daniel Pfisterer rundeten das Programm ab. Für musikalische Beiträge sorgten der MGV Igelsbach und der Dreiklang Frauenchor, beide unter Leitung von Alexander Link. Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es einen Umtrunk samt Imbiss.
In Igelsbach ist das gesellschaftliche Leben zwischen Hirschhorn und Eberbach besonders eng verzahnt. Die Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen verläuft mitten durch das Dorf, das bereits im Mittelalter in zwei Herrschaftsbereiche geteilt war. Während der nordöstliche Teil lange - wie Eberbach - zur Kurpfalz gehörte, zählte der südwestliche Bereich von Igelsbach zu Kurmainz und ging dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Hessen. Der badische Teil des Dorfs wurde 1925 nach Eberbach eingemeindet. Hessisch Igelsbach wurde 1978 ein Ortsteil von Hirschhorn und ist auf öffentlichen Straßen nur über Eberbacher Gebiet zu erreichen.
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