09.03.2026

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Mit Glauben und Zusammenhalt Lasten tragen


(Foto: privat)

(hr) (bc) Am Freitagabend, 6. MĂ€rz, wurde in Eberbach ab 19 Uhr in der Michaelskirche am Neuen Markt der Weltgebetstag gefeiert. Die Liturgie wurde diesmal von Frauen aus Nigeria zusammengestellt.

“Funga alafia“ ist Yoruba- eine der 250 Sprachen Nigerias - und bedeutet “Schön, dass Du da bist“. So begrĂŒĂŸten der ökumenische Chor und das Team die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. In einer kurzen Information stellte Ruth Leifeld das vielfĂ€ltige Land in Afrika vor, das reich an BodenschĂ€tzen, Natur und Kultur ist. Gleichzeitig leben Viele unter der Armutsgrenze und verfĂŒgen ĂŒber weniger als zwei Dollar pro Tag. Beeindruckend ist, wie stark die nigerianischen Frauen, geprĂ€gt von tiefem und lebendigem Glauben, ihr Leben bewĂ€ltigen. Sie haben die Texte des Gottesdienstes verfasst, die am vergangenen Freitag in der ganzen Welt gebetet und gefeiert wurden. Vier Konfirmandinnen fĂŒhrten in einem kurzen Spiel die prekĂ€re Lage von MĂ€dchen vor Augen. Gerade MĂ€dchen werden oft schon als Kinder verheiratet. Drei Frauen schildern dann ihr Leben und ihre Lasten: Die eine ist als junge Witwe mittel- und rechtlos, aber die SolidaritĂ€t anderer Witwen und konkrete Projekte helfen ihr. Die andere bangt um ihre Tochter aufgrund der zahlreichen EntfĂŒhrungen von MĂ€dchen durch Terrorgruppen.
Die ErzĂ€hlungen wie auch die Gebete beeindruckten die Besucher und Besucherinnen. Glauben und Zusammenhalt machen es möglich, die Lasten zu tragen, die den Nigerianerinnen auferlegt sind. Eine Erfahrung, die jede und jeder teilen kann, wie Eva Meier am Beispiel eines Steins erklĂ€rt. Leichter wurde es allen beim Singen - Aufstehen, Tanzen und Mitsingen war gefragt. Die Kollekte wurde wie in Nigeria tanzend zum Altar gebracht. Nur ein kurzes Zögern und dann waren alle auf den Beinen, um ihren Beitrag fĂŒr weltweite Projekte des Weltgebetstags zu bringen.

Erstmals leitete Beatrix Raab den Projektchor, und so manche Melodie klang nach, als sich alle anschließend auf den Weg ins Gemeindehaus machten, um den Abend bei Zobo-Drink, Yollof-Reis und anderen Köstlichkeiten ausklingen zu lassen. Wer mehr ĂŒber Nigeria, ĂŒber die historischen und politischen HintergrĂŒnde erfahren möchte, ist eingeladen zum Nachklang-Abend am Dienstag, 17. MĂ€rz, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz. Dazu gibt es Afro-Beat, der aus Nigeria stammt, und spannende BĂŒchertipps u.a. zum LiteraturnobelpreistrĂ€ger Wole Soyinka.

08.03.26

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