28.03.2026

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Millionen-Baustelle neigt sich dem Ende zu


(Fotos: Hubert Richter)

(cr) Der Neubau des Wasserwerks im Dürrhebstal nördlich von Eberbach soll noch in diesem Jahr fertig werden. Insbesondere eine unerwartet aufwändige Hangsicherung hat zu deutlichen Mehrkosten geführt.

Ein Vertreter des beauftragten Ingenieurbüros kündigte in der Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am 26. März die Inbetriebnahme der neuen Wasseraufbereitung für Ende November 2026 an. Das Gesamtprojekt war eigentlich mit Kosten von rund 5,7 Mio. Euro geplant, die sich nach neuen Schätzungen aber wohl auf rund 7,3 Mio. erhöhen. Der Landeszuschuss soll etwa 1,24 Mio. Euro betragen. Die Mehrkosten sind nach Angaben der Ingenieure vor allem darauf zurückzuführen, dass die für den Bau erforderliche Sicherung des Hangs mit Beton (rechtes Bild vom August 2024) aufgrund erheblichen Wasseraustritts deutlich schwieriger war als zuvor angenommen. Das Gebäude war so geplant, dass vor allem die Wasserspeicher in den Hang hinein gebaut werden, um das Bauwerk landschaftlich nicht zu störend erscheinen zu lassen. Das neue Wasserwerk gilt als wesentlicher Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Eberbacher Trinkwasserversorgung. Es ersetzt eine alte Wasseraufbereitungsanlage, die bisher ebenfalls am Weißen Sandweg im Dürrhebstal steht, einem Seitental des Ittertals auf Höhe der ehemaligen Jungviehweide (Jugendzeltplatz).

Beim Bau habe man letztlich Pech gehabt, dass die Hangsicherungsarbeiten in den besonders regenreichen Sommer 2024 gefallen seien, so der Sprecher des Ingenieurbüros. Tatsächlich hatte es im Juni ein eher außergewöhnliches Sommer-Hochwasser gegeben. Aus dem Hang an der Baustelle sei Wasser wie aus einem “Schwamm” ausgetreten, so der Ingenieur. Stadtrat Peter Stumpf von der AGL-Fraktion übte aber deutliche Kritik am Bodengutachter, der das Problem seiner Meinung nach nicht richtig erkannt habe. Man hätte den Gebührenzahlern über 1 Mio. Euro sparen können, wenn man das Wasserwerk nicht so weit in den Hang hinein gebaut hätte, meinte er. Auch Stadtrat Dr. Dietmar Polzin (Freie Wähler) stellte die Frage, ob man den Bodengutachter wegen der unerwarteten Mehrkosten rechtlich belangen könnte, was von den Fachleuten aber verneint wurde mit dem Hinweise: “Baugrundrisiko ist Bauherrenrisiko”.

Beschlossen wurde am Donnerstag bei vier Gegenstimmen der AGL, die Verwaltung zur Auftragsvergabe für die Arbeiten an der Außenanlage der Baustelle (vor allem Zufahrt, Vorplatz und Grünflächen) im Kostenrahmen bis 210.000 Euro brutto zu ermächtigen. Dabei handelt es sich vor allem um sogenannte “Garten- und Landschaftsbauarbeiten (GaLaBau)”, die bis Juni 2026 durchgeführt werden sollen. Im Vorfeld des Beschlusses wurde von einzelnen Ratsmitgliedern darauf hingewiesen, dass in der waldreichen Umgebung im Dürrhebstal Pflanzarbeiten auf den Grünflächen überflüssig seien. Ersatzpflanzungen seien laut Ingenieur allerdings Bestandteil der Genehmigung im Rahmen des ökologischen Ausgleichs gewesen.

28.03.26

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