24.04.2026

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Brandaktuelles Schauspiel zum Nahostkonflikt


(Foto: BLB)

(hr) (blb) Die Badische Landesbühne zeigt am Donnerstag, 21. Mai, um 19.30 Uhr in der Stadthalle Eberbach das Schauspiel “Gott wartet an der Haltestelle” von Maya Arad Yasur.

Ein Kontrollposten zwischen Israel und dem Westjordanland. Da ist Yael, eine israelische Soldatin, die ihr Land an der Grenze beschützen will. Ihr gegenüber steht Amal, eine palästinensische Krankenschwester. Yael hat in der Vergangenheit Amal und ihrem schwerkranken Vater bereits die Einreise wegen fehlender Dokumente verwehrt.
Auch diesmal hat Amal keinen Passierschein. Doch Yael empfindet Mitleid mit ihr und lässt die schwangere Amal ins Land – ein Akt von Menschlichkeit? Kurze Zeit später explodiert eine Bombe in einem israelischen Restaurant. Ein Selbstmordanschlag, der 30 Menschen in den Tod reißt – eine Verzweiflungstat, ausgeführt von Amal. Nach einem Leben im Flüchtlingslager in ihrer eigenen Heimat Palästina, nach der Tötung ihres Bruders durch das israelische Militär und den Tod ihres Vaters an der Grenze hatte sie der Manipulation durch radikale Kräfte nichts mehr entgegenzusetzen.

Die israelische Autorin Maya Arad Yasur untersucht persönliche Schicksale zwischen Selbst- und Fremdbestimmung im Nahostkonflikt. Es geht ihr dabei nicht um Zuweisung oder Zurückweisung von Schuld, sondern um den Versuch, sich den Menschen in zwei Gesellschaften zu nähern, die in einem so asymmetrischen wie fatalen Kreislauf von Gewalt feststecken.

Das Regieteam und die Schauspielenden erhalten fachliche Begleitung von zwei Experten bzw. Expertinnen mit israelischem und palästinensischem Hintergrund. Sie unterstützen die Inszenierung hinsichtlich kultureller und gesellschaftlicher Fragen, um ungewollte rassistische oder antisemitische Reproduktionen zu vermeiden. In enger Zusammenarbeit vermittelt das Team persönliche Einblicke in Alltag- und Familienleben, klärt die Aussprache von israelischen und palästinensischen (Eigen-)Namen und ordnet Narrative sowie textliche Ebenen sensibel ein. Zu dem Stück in der Inszenierung von Intendant Wolf E. Rahlfs gibt es um 19 Uhr eine Einführung.

Das StĂĽck wird fĂĽr Menschen ab 14 Jahren empfohlen. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info im Eberbacher Rathaus, Telefon (06271) 87242.

24.04.26

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