25.04.2026

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Jahresbilanz 2025 mit beeindruckenden fachlichen Leistungen


Die Geehrten und rechts unten die Verabschiedung von Markus Lenk. (Fotos: Heike Feuerstein)

(feu) Am gestrigen Freitagabend fand die Jahreshauptversammlung 2025 der Feuerwehr Eberbach in der Hans-Leistner-Festhalle in Rockenau statt.

Gesamtkommandant Marco Bräutigam konnte neben Kameradinnen und Kameraden aus allen Abteilungen der Stadt, der Jugendabteilung und den Alterskameraden auch Bürgermeister Peter Reichert, Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Rhein-Neckar, Johannes Kern, begrüßen.

Zu Beginn berichteten die einzelnen Abteilungen wie auch die Jugendfeuerwehr über ihre Einsätze, Übungen, Lehrgänge und weiteren Aktivitäten des vergangenen Jahres. Für die Gesamtwehr und die Abteilung Stadt informierten die Schriftführer Sandra und Stefan Eckhardt über die wichtigsten Daten und Fakten und veranschaulichten einige Einsätze mit ausdrucksvollen Bildern, wie z.B. die Explosion in einem Wohnhaus oder auch die Kollision der Odenwaldbahn mit einem Baum.
Die Eberbacher Gesamtwehr zählte zum 1. Januar 2026 insgesamt 249 Mitglieder, aufgeteilt in 161 Aktive, 34 Jugendfeuerwehrangehörige und 54 Alterskameraden. 16 Frauen leisten ihren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Eberbach sowie elf Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Sehr erfreulich ist die Steigerung der Zahl der Jugendfeuerwehrangehörigen von 29 im Vorjahr auf nun 34. Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt wieder bei 40 Jahren. Die Einsatzstatistik weist für die Gesamtwehr insgesamt 197 Einsätze in 2025 aus, 29 weniger als im Vorjahr. 166 Mal war dabei die Abteilung Stadt im Einsatz (Vorjahr 201). In 50 Einsätzen waren technische Hilfeleistungen wie z.B. Unterstützung Rettungsdienst, Türöffnung, abgestürzte Person oder Tierrettung gefragt. Kleinbrände, Hochwasser, Unwetter und Sturm und auch Verkehrsunfälle verursachten ebenfalls Einsätze der Feuerwehr.
Auch in 2025 nahmen zahlreiche Kameradinnen und Kameraden an verschiedenen Aus- und Fortbildungen teil. 13 Kameraden wurden zu Spezialisten bei der Absturzsicherung und beim einfachen Retten aus Höhen und Tiefen ausgebildet. Damit verfügt die Eberbacher Feuerwehr über insgesamt 30 Einsatzkräfte, die dafür vorbereitet sind, Menschen z.B. von einem Baukran oder aus einer Grube zu retten. Besucht wurden unter anderem auch eine Atemschutzheißausbildung, Belastungsübungen für Atemschutzträger, Bootsführer- und Funkausbildungen.

Dass das Jahr 2025 geprägt war von der Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans, die von der Feuerwehr tatkräftig unterstützt wurde, stellte Gesamtkommandant Marco Bräutigam in seiner Ansprache fest. Der Feuerwehrbedarfsplan enthält Empfehlungen für die Zukunft in Bezug auf die notwendige Ausstattung mit Fahrzeugen und Geräten sowie auch zu den Themen Personal, Ausbildung und Organisation. Zentraler Punkt ist die Einhaltung der Hilfsfrist für Neckarwimmersbach – hier erstellt ein Fachbüro aktuell eine Studie mit Vorschlägen zu notwendigen Maßnahmen. Sein Dank ging an alle Kameradinnen und Kameraden und deren Familien sowie die Arbeitgeber, Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Peter Reichert zeigte sich dankbar und stolz über die bestens ausgebildete sowie zeitgemäß und gut ausgestattete Feuerwehr. Er freue sich sehr über die Entscheidung von Jugendlichen, die sich bei der Jugendfeuerwehr engagieren und die damit die Zukunft der Feuerwehr sichern. Markus Lenk, der bis 2022 Gesamtkommandant und noch bis 2025 – und damit 15 Jahre lang – Kommandant der Abteilung Stadt war, wurde von Reichert verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde im Mai 2025 Thomas Weber gewählt. Sein Stellvertreter ist seit Juli 2025 Tomas Ordanic.

Beeindruckt von der in den Berichten der Abteilungen dokumentierten Leistungen zeigt sich Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck. Sie machte aber auch deutlich, dass die Erwartungshaltung der Bevölkerung das Ehrenamt zunehmend belaste. Die aktuelle Überarbeitung des Landesfeuerwehrgesetzes soll hier die originären Aufgaben der Feuerwehren deutlicher definieren. Sie und der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Johannes Kern, nahmen die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft - aktiv und in der Altersmannschaft - vor:
Ehrenzeichen für 15 Jahre aktiver Feuerwehrdienst/Land Baden-Württemberg: Alexander Schnepf, Benjamin Rippberger (Abt. Brombach), Rocco Döhl, Arndt Wölke, Lukas Friedrich (Abt. Friedrichsdorf), Holger Stigmann, Kai Stigmann, Isabell Helm, Florian Helm, Frank Lehr (Abt. Lindach).
Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst/Land Baden-Württemberg: Alexander Silbereis (Abt. Rockenau), Rouven Seib (Abt. Brombach).
Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst/Land Baden-Württemberg: Alexandra Dietz (Abt. Stadt).
Goldene Ehrennadel für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr/Kreisfeuerwehrverband: Ulrich Böhle (Abt. Friedrichsdorf), Wolfgang Helm (Abt. Lindach).
Goldene Ehrennadel für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr/Kreisfeuerwehrverband: Peter Schell (Abt. Pleutersbach).
Goldene Ehrennadel für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr/Kreisfeuerwehrverband: Franz Dispan (Abt. Pleutersbach), Siegbert Münch (Abt. Friedrichsdorf).

Marco Bräutigam und Timo Woldrich durften folgende Beförderungen nach entsprechenden Ausbildungen oder Lehrgängen oder Dienstzeit vornehmen:
Beförderung zum Feuerwehrmann: Nicolas Walter (Abt. Lindach).
Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: Constantin Jung, Nils Küchler, Thomas Morawietz (Abt. Stadt), Philip Reinmuth (Abt. Stadt/Rockenau), Tobias Lemberger (Abt. Rockenau), Lara Claussen, Laura Friedrich, Marie Münch (Abt. Friedrichsdorf), Michael Metzger, Finn Rupp, Florian Seib (Abt. Pleutersbach).
Beförderung zum Löschmeister: Robin Arns und Philipp Gebhard (Abt. Stadt).
Beförderung zum Hauptlöschmeister: Jochen Fleck (Abt. Stadt), Kevin Sauter (Abt. Brombach).
Beförderung zum Brandmeister: Tomas Ordanic (Abt. Stadt), Timo Woldrich (Abt. Rockenau).
Beförderung zum Oberbrandmeister: Thomas Weber (Abt. Stadt).

25.04.26

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