Stadt informiert zur zunehmenden Problematik(hr) (stve) In letzter Zeit gab es insbesondere in Eberbach-Nord, aber auch in Pleutersbach Beschwerden ĂŒber WaschbĂ€ren. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger berichten von umgestĂŒrzten MĂŒlltonnen, verschmutzten GrundstĂŒcken, beschĂ€digten Dachbereichen sowie Tieren, die auf Balkone gelangen oder sich Zugang zu Dachböden verschaffen.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass WaschbĂ€ren nicht-heimische Wildtiere - sogenannte âNeozoenâ - sind, die sich zunehmend an das Leben in Siedlungsgebieten anpassen. Ein wesentlicher Grund fĂŒr die Ausbreitung im Wohngebiet ist das vorhandene Nahrungsangebot. Hinzu kommt, dass die Tiere teilweise sogar gezielt gefĂŒttert werden. Dies fĂŒhrt dazu, dass WaschbĂ€ren ihre natĂŒrliche Scheu verlieren und verstĂ€rkt menschliche Siedlungen aufsuchen.
BĂŒrgermeister Peter Reichert appelliert deshalb an die Bevölkerung, konsequent auf das FĂŒttern zu verzichten und mögliche Nahrungsquellen zu beseitigen. Auch der Umweltbeauftragte der Stadt Eberbach, Dr. NicolĂ Lutzmann, weist auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung hin: âWaschbĂ€ren sind Ă€uĂerst lernfĂ€hige Tiere. Finden sie in Wohngebieten regelmĂ€Ăig Nahrung oder Unterschlupf, kommen immer mehr Tiere aus den umliegenden Waldgebieten nach. Deshalb ist PrĂ€vention der wichtigste Schritt, um Konflikte zwischen Mensch und Wildtier zu vermeiden.â
Um WaschbĂ€ren fernzuhalten und SchĂ€den zu vermeiden, empfiehlt die Stadt folgende MaĂnahmen: - MĂŒlltonnen stets gut verschlieĂen und möglichst erst am Abfuhrtag herausstellen
- Keine Lebensmittelreste oder Tierfutter im AuĂenbereich stehen lassen
- KompostbehÀlter möglichst geschlossen halten
- Balkon- und TerrassentĂŒren nachts schlieĂen
- Kletterhilfen wie rankende Pflanzen, Ăste oder leicht erreichbare Regenrohre sichern
- Dachöffnungen, beschÀdigte Ziegel und ZugÀnge zu Dachböden kontrollieren und abdichten
- Katzen- oder Hundefutter nicht dauerhaft im Freien bereitstellen
Bei Problemen mit Tieren in GebĂ€uden können der Umweltbeauftragte der Stadt Eberbach (Telefon 06271 87259, E-Mail s.u.) oder der Wildtierbeauftragte des Landkreises kontaktiert werden. Die Stadt weist darauf hin, dass WaschbĂ€ren nicht eigenstĂ€ndig eingefangen oder verletzt/getötet werden dĂŒrfen. Hierzu sollte mit der zustĂ€ndigen Unteren Jagdbehörde (Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis) Kontakt aufgenommen werden.
Nur durch konsequentes Verhalten aller Anwohnerinnen und Anwohner könne verhindert werden, dass sich die WaschbÀrenpopulation im Stadtgebiet weiter ausbreitet, so die Stadtverwaltung. Ziel sei es, den Tieren möglichst wenig Anreiz zu bieten, dauerhaft in Wohngebieten zu bleiben.
E-Mail-Kontakt: nicola.lutzmann@eberbach.de
Infos im Internet: www.bund-bawue.de/tiere-pflanzen/artenschutz/invasive-arten-in-baden-wuerttemberg/
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