Beste Stimmung im Depot 15/7 (Foto: Isabelle Lechner)(il) Ein Abend mit Lars Redlich ist schwer vorherzusagen - langweilig wird er jedenfalls nicht. Zum dritten Mal war der Berliner Komiker, Schauspieler und Musicaldarsteller auf Einladung des Kulturlabors im Depot 15/7 zu Gast. Mit seinem Programm “Unaufhaltsam unterhaltsam“ begeisterte er am Samstag, 12. September, das Publikum.
Unterstützt vom virtuellen James Bond legte Redlich locker-flockig los und hatte den Saal schnell auf seiner Seite. Der 2008 an der renommierten Universität der Künste Berlin in Schauspiel, Gesang und Tanz diplomierte Bühnendarsteller zeigte an diesem Abend eindrucksvoll seine Vielseitigkeit. Klassik, Jazz, Klezmer, Western und Pop wechselten sich ab. Mit Gitarre, Klavier und Klarinette, Gesang und Parodien riss er das Publikum immer wieder mit.
Sein Programm war ein wilder, aber bestens abgestimmter Mix aus Musik, Comedy und jeder Menge schräger Einfälle. Bekannte Hits wurden parodiert, eigene skurrile Lieder sorgten für Lacher. Beim musikalischen Zurufspiel musste Redlich spontan zugerufene Worte am Klavier in ein Lied verwandeln. “Romeo und Julia“ wurde kurzerhand in die Sprache der Generation Z übersetzt - ein sprachliches Abenteuer, bei dem dem Publikum ordentlich die Ohren klingelten.
Auch die kleinen und großen Themen des Lebens bekamen ihr Fett weg: das Älterwerden, Disneyprinzessinnen, die italienische Zweiradlegende Vespa und der Schlafmangel junger Eltern. Das Flachwitzmedley brachte den Saal endgültig zum Toben.
Besonders skurril wurde es beim laichenden Lachs: Wie einfach hat es der doch: Keine Pubertät, keine Hormone und keine anderen Widrigkeiten des Erwachsenwerdens.
Gegen Ende wurde es dann ganz lokal. Im “I Love Eberbach“-T-Shirt überraschte Redlich mit erstaunlichen Informationen über Eberbach, die Region und sogar den Bürgermeister. Danach ging es um die vier Akkorde, mit denen sich erstaunlich viele Hits spielen lassen – von “Last Christmas“ über Nena bis Marianne Rosenberg.
Zum Finale durfte die “Lebendige Jukebox“ nicht fehlen. Das Publikum rief Musikwünsche in den Saal, und Redlich spielte die gewünschten Songs spontan an. Nach mehreren Zugaben war gegen 22.30 Uhr Schluss.
Ein kurzweiliger musikalischer und herrlich verrückter Abend ging zu Ende. Und mit seinem Versprechen, wiederzukommen, dürfte Lars Redlich bei seinem Eberbacher Publikum offene Türen eingerannt haben.
15.09.26 © 2026 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de |