13.10.2026

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Neue Saalbeleuchtung in der Stadthalle - Hohe Fördersumme im Mogena-Programm


(Foto: Claudia Richter)

(cr) In der letzten Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am 28. September wurde für die Erneuerung der Beleuchtung mit Umrüstung auf LED-Technik im großen Saal der Stadthalle die Ausschreibung der erforderlichen Leistungen mit Gesamtkosten von bis zu 290.000 Euro brutto freigegeben.

Die Verwaltung wurde zur Auftragserteilung ermächtigt. Die Arbeiten sollen nach Ende der Fastnachtszeit ab Februar 2027 durchgeführt werden und bis zum Jubiläums-Festakt “800 Jahre Eberbach” am 30. April beendet sein.

Voraussichtlich mehr als 1,1 Mio. Euro werden neue “Ultrafiltrationsanlagen” für die Trinkwasseraufbereitung in den Ortsteilen Brombach und Rockenau kosten, allerdings bei einer recht hohen Förderquote von rund 65 Prozent. Der Gemeinderat gab die Ausschreibung der dafür erforderlichen Leistungen frei und ermächtigte die Verwaltung, den Auftrag für das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen.

Unter dem Tagesordnungspunkt “Mitteilungen & Anfragen” gab Stadtkämmerer Christian Vieser bekannt, dass Eberbach in das Förderprogramm “Modellgemeinde Nachhaltige Strukturentwicklung” (Mogena) aufgenommen worden sei. Demnach stünden in den Jahren 2027 bis 2031 bis zu 5 Mio. Euro für diverse Maßnahmen zur Verfügung mit Fördervorrang und erhöhten Fördersätzen.
In Beantwortung einer Anfrage von AGL-Stadtrat Hubert Richter am 30. Juli gab Michael Protschky vom Stadtbauamt einige Informationen zum Stand der Umsetzung des Mobilitätskonzepts: Nach der Freigabe zweier Einbahnstraßen für den Radverkehr in beide Richtungen im Frühjahr 2026 befänden sich aktuell weitere Maßnahmen in konkreter Planung, beispielsweise in der Güterbahnhofstraße. Eine gute Möglichkeit für Umsetzungsschritte zum Mobilitätskonzept sieht Protschky in den anstehenden Fahrbahnsanierungen des Landes. Vorgesehen seien im Jahr 2027 die L 595 von Allemühl bis Ortsdurchfahrt Pleutersbach, 2028 voraussichtlich die B 37, 2029 die Friedrichsdorfer Landstraße (L 2311), 2029/30 die Beckstraße (L 595) und 2030/31 die Schwanheimer Straße (L 590). Weitere Schwerpunkte lege die Verwaltung auf die Schulwegsicherheit, auf Hauptradrouten durch Eberbach und das Verkehrskonzept in der Innenstadt. Für Letzteres solle ein Verkehrsplaner unter anderem untersuchen, wie der Durchgangsverkehr in der Bahnhofstraße reduziert und gleichzeitig die Erreichbarkeit der Geschäfte mit dem Fahrzeug erhalten werden kann, wie die komplette Bahnhofstraße verkehrsberuhigt werden kann, wie der Busverkehr in beiden Richtungen durch die Luisenstraße geführt werden kann und wie der Rad- und E-Scooterverkehr am Fußgängerverkehr vorbeigeführt werden kann. Eine Erleichterung der Umsetzung von Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept erwartet Protschky durch die Neubesetzung des Sachgebiets Verkehrsanlagen im Tiefbauamt ab Oktober.
Hubert Richter erkundigte sich auch nach dem Ausschreibungsstand zur Neuverpachtung des Stadthalle-Restaurants. Laut Bürgermeister Peter Reichert seien bisher “eine bis zwei Bewerbungen” eingegangen, die man nach Ende der verlängerten Bewerbungsfrist Mitte Oktober prüfen und dem Gemeinderat vorlegen wolle.
SPD-Fraktionssprecher Markus Scheurich stellte einen Minderheitenantrag seiner Fraktion, wonach Gemeinderatssitzungen künftig per Bild und Ton aufgezeichnet und über einen Live-Stream öffentlich übertragen werden sollen. Über diesen Antrag soll in einer der nächsten Ratssitzungen entschieden werden.

12.10.26

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