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In Waldgenerationen denken

(hr) (csh) Welche Folgen könnte der im Haushaltsentwurf 2005 vorgesehene Verkauf von Stadtwald haben - für die Stadt, für den Wald und für die Bevölkerung? Ein Thema, dass zur Zeit auf starkes öffentliches Interesse stößt und ein Schwerpunkt der kommenden Haushaltsdebatten sein wird.
Um sich von den möglichen Auswirkungen des von der Verwaltung vorgesehenen Waldverkaufs ein realistisches Bild machen zu können, hatte die Alternative Grüne Liste (AGL) den langjährigen Leiter des Staatlichen Forstamts Eberbach, Dr. Georg Bungenstab, zu einem Informationsgespräch eingeladen. Seit Januar dieses Jahres ist Bungenstab Leiter des neugeschaffenen Kreisforstamtes Rhein-Neckar.
Der Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung sind für Bungenstab nicht nur Beruf sondern auch persönliche Anliegen. Wald sei ein historisch gewachsener Wert, für den es Verantwortung zu übernehmen gelte. Verantwortung für einen Wert, der in Jahrhunderten gewachsen sei und Eberbach in schlechten Zeiten immer vor bitterster Armut bewahrt habe.
Etwa 3.500 Hektar umfasst die Fläche des Eberbacher Waldes und bildet damit den viertgrößten Stadtwaldbesitz in Baden-Württemberg. 3 Millionen Euro aus dem Verkauf von städtischem Wald sind im Haushaltsentwurf 2005 eingestellt, um ausreichende Mittel für notwendige Investitionen bereitzustellen. Weitere 8 Millionen Euro sollen in den Folgejahren durch Verkäufe erlöst werden. Bei einem Preis zwischen 50 und 70 Cent pro Quadratmeter müsste dazu die Hälfte des Stadtwaldes verkauft werden.
Qualitativ hochwertige und nachhaltige Waldwirtschaft hätte sich für die Stadt Eberbach immer bezahlt gemacht, betonte Bungenstab. In den Nachkriegsjahren konnten erhebliche Mittel aus Holzgewinnen für Investitionen bereitgestellt werden. Später wurden durch außerordentliche Nutzungen des Stadtwaldes die Finanzen des Eberbacher Haushaltes immer wieder aufgestockt. Erst durch die 1990 entstanden Sturmschäden und die daraus resultierenden sinkenden Holzpreise, konnten diese Erträge nicht mehr erzielt werden. Inzwischen macht Bungenstab aber auch hausgemachte Defizite im städtischen Forsthaushalt für Verluste verantwortlich.
Wald dürfe nicht nur als reiner Tauschwert gesehen werden, so Bungenstab, denn einmal verkauft sei dieser an gleicher Stelle und in gleicher Qualität nicht wieder zurückzukaufen. Ein Verkauf an Privatbesitzer könne möglicherweise gravierende Veränderungen bringen, wenn diese Flächen ausschließlich als Jagdrevier genutzt und dadurch der Erholungswert und die Waldqualität gemindert werden würden. Hier könne zwar das Landeswaldgesetz Rahmenrichtlinien vorgeben. Aber durch das massive Ansteigen von in Privatbesitz befindlichem Wald verändere sich auch die Lobby, die hinter diesen Flächen steht. Deren politischer Einfluss, gerade auf die Gesetzgebung, dürfe nicht unterschätzt werden.
Bungenstab setzt auf positive Zahlen bei der Waldbewirtschaftung in fünf bis zehn Jahren. Eine kurze Zeitspanne für jemanden, der, wie Bungenstab von sich selber sagt, in Waldgenerationen denkt, denn diese liegen zwischen 100 und 150 Jahren.

31.01.05

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