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Werden Eberbach und Schönbrunn ohne GiP zum Armenhaus?


Manfred Janner erläuterte am Lageplan des GiP (l.), Roland Schilling, Bernhard Martin und Dr. Wolfgang Niopek (v.l.), sowie Zuhörer im Ratssaal. (Fotos:Claussen)

(jc) Eine ernüchternde Resonanz unter den 260, gemeinsam von Stadt Eberbach und Gemeinde Schönbrunn eingeladenen Unternehmen dokumentierte gestern die im Rathaus abgehaltene Info-Veranstaltung zum interkommunalen Gewerbegebiet GiP. Die meisten der rund 30 Teilnehmer waren Vertreter aus Gemeinderat und Verwaltung. Eine von Stadtrat Karl Braun initiierte Zählung förderte lediglich sieben interessierte Unternehmensvertreter zu Tage.
Bürgermeister Bernhard Martin erläuterte eingangs nochmals kurz die kritische Lage für die Fortführung des Projekts mit Hinweis auf die letzte Ausstiegsmöglichkeit im Rahmen der anstehenden Grundsatzentscheidung des Gemeinderates Ende April (wir berichteten). Die angelaufene Bedarfserhebung mittels Fragebogen bringe rege Rückläufer, allerdings laufe man "nicht Gefahr gleich den zweiten Bauabschnitt beschließen zu müssen", so der Bürgermeister.
Stadtbaumeister Manfred Janner erläuterte im Anschluss anhand eines Lageplans planungstechnische Einzelheiten. Das GiP- Projekt sei zwar eine schwierige Geburt, er gehe aber davon aus, dass es letztlich ein "Prachtkerl" werde. Er sehe keine Alternative zu diesem Vorhaben. Es folgten Informationen über den Stand des Planungsverfahrens.
Dr. Wolfgang Niopek, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, brach eine Lanze für das Gewerbegebiet. Es sei niemals zu erwarten gewesen, dass in der Kürze der Zeit eine große Zahl von konkreten Zusagen eingehen würden. Investitionen würden kurzfristig nach wirtschaftlichen Notwendigkeiten gefällt. Besonders Eberbach sei wegen der hohen Arbeitslosenquote und eines schlechten Branchen-Mix´ gefordert. Die Abhängigkeit von wenigen größeren Betrieben, die 65 Prozent der Arbeitsplätze generierten, sei nicht optimal. Wichtigster Grund für die Vorhaltung von Gewerbeflächen sei aber die Bestandspflege. Auch biete die Perspektive, dass das Rhein-Neckar-Dreieck in naher Zukunft zu einer "Europäischen Metropolregion" aufsteigen könnte, völlig neue Chancen für die Region. Niopek gab sich aber nicht der Illusion hin, Eberbach gehöre dann zu den präferierten Standorten für die Ansiedlung von Großunternehmen. Bei einer Bewertung des Projekts empfahl er den Blickwinkel auf 10 Jahre auszurichten und warnte vor einer frühzeitigen Entscheidung.
In einer engagiert geführten Rede hob Schönbrunns Bürgermeister Roland Schilling nochmals die Chancen hervor, die mit dem Projekt genutzt werden könnten. Eberbach und Schönbrunn seien finanziell nicht auf Rosen gebettet. Beim Ausstieg aus dem Projekt müsse man aber sogar aufpassen nicht zum Armenhaus im Rhein-Neckar-Kreis zu werden.
Nur ein einziger Unternehmer stellte konkrete Fragen zum Bebauungsplan und zu Gebührensätzen, die seitens der Verwaltung schnell beantwortet waren.
Irritiert zeigte sich Stadtrat Bruno Schmitt vom Zuschnitt der Veranstaltung. Man habe eine Werbeveranstaltung für interessierte Unternehmer und nicht eine "Überzeugungsaktion für Gemeinderatsmitglieder" erwartet. Mit Hinweis auf gescheiterte Gewerbegebietsprojekte in Waldbrunn und Mosbach stellte er die Notwendigkeit der GiP-Flächen in Frage. Dr. Niopek relativierte den Vergleich und verwies auf positive Beispiele in Buchen und Hockenheim. Allerdings seinen diese Standorte nicht unbedingt mit Eberbach vergleichbar. Eberbach müsse seinen eigenen Weg gehen.

17.03.05

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