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Klingonenträume und Petra vom Finanzamt


Links: Sax Mal Anders, rechts: (v.l.) Roger Hanschel, Wollie Kaiser, Steffen Schorn und Claudius Falk. (Fotos: Koss)

(ak) Zu einem Musikereignis der ausgefallenen Art hatte das Kulturlabor gestern Abend die Kölner Saxophon Mafia nach Eberbach geholt. In der Galerie ARTgerecht stellten die vier Musiker, Joachim Ullrich vertreten von Claudius Falk, ihre neue CD „Spaceplayer“ vor. Nach der Eröffnung von „Sax Mal Anders“ mit zwei Stücken legten die Mafiosi mit ihrem wilden Ritt über die Erde und durch den Raum los. Zuerst erschien Roger Hanschel allein, ließ sein Saxophon leise und sacht locken, wie die Flöte eines Schlangenbeschwörers. Langsam steigerte er Lautstärke und Geschwindigkeit zum wirbeligen Spiel. Mit Wollie Kaiser entstand ein Dialog, weiter ergänzt von Steffen Schorn und schließlich von Claudius Falk, um die Vorstellung einer alptraumhaften Fata Morgana in den Raum zu beamen. Weil auch Klingonen unruhig träumen, ging es weiter ins All mit „Klingonenträume“, anschließend kam der Lobgesang auf den Vater der Mutter aller Krimisendungen mit „Ode an Eric“. Sie befürchteten das traurige Ende von Raum und Zeit mit „The disappearance of space and time“ und vertonten endzeitmäßige Buchthemen des Moskauer Sci-Fi-Schriftstellers Stanislaw Lem in „Last picture of Solaris“ und „Letzten Donnerstag in der Zeitschleife“. Anlässlich der Frage: Ist’s Tier oder Mensch? ehrten sie ihren Plattenlabelchef Georg Ruby mit dem Stück „Ruby domesticus vulgaris“ (Der gemeine Haus-Ruby). Natürlich kamen auch die Frauen nicht ungeschoren davon. In die raue Wirklichkeit wurde das Publikum zurückgeholt mit dem Gedanken an die Hüterin des blutigen Grals der Gerechtigkeit – wer kennt sie nicht: „Petra vom Finanzamt“. Wieder im Hier und Jetzt verabschiedeten sich die Saxophonisten mit zwei Zugaben – „Fisherman’s wife’s friend“ mit gewisser Schärfe, das Gesundheitsstück für alle, die diese Musik krank fänden, so Steffen Schorn, und einem spielend hingelegten Gang durch den Zuschauerraum.
Zweifellos Könner an ihren schlafwandlerisch beherrschten Instrumenten servierten die Kölner hier keine leichte Kost. Eher Lautmalerei zum Zeichnen klanglicher Bilder als Melodie erschließt sich die Kunst dieser Musik sicher nicht jedem. Das war Saxophon mal ganz anders, aber immer mit einem Augenzwinkern und viel Selbstironie, was die tollen Vier sympathisch macht. „Spielen können die, aber ich versteh’s nicht“, befand eine Zuhörerin. Die Reaktionen aus dem Publikum reichten vom absolut begeisterten Johlen und wilden Applaudieren bis hin zur sehr nachdenklichen Miene.


17.04.05

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