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Die Jagd im Leben der Völker - Ausstellung im Zinnfiguren-Kabinett


(Foto:privat)

(cr) Das Schwerpunktthema im Eberbacher Zinnfiguren-Kabinett für die Jahre 2005/2006 lautet "Die Jagd im Leben der Völker". Mehr als 1000 Zinnfiguren, angeordnet in spannenden Dioramen, Vignetten und Einzelfiguren, laden ein zu einem Streifzug durch die Jahrtausende und zugleich zu einem Besuch der Tierwelt am Nord- und Südpol, in den heißen Savannen von Afrika, im Dschungel von Indien, in den Prärien Nordamerikas und in den Wäldern Europas.
Den Besuchern begegnen die ersten Frühmenschen im Kampf gegen Höhlenbären oder bei der Jagd auf Riesenhirsche und das gewaltige Mammut. In den antiken Hochkulturen am Nil jagten die Pharaonen mit Jagdhunden auf Strauße oder fuhren im Papyrusboot zur Entenjagd, und im fernen Indien wurde vom Jagdelefanten aus auf Wildschweine und Tiger gejagt. Arabische Herrscher führten Jagdleoparden auf ihren edlen Pferden mit sich, und ganz besonders eindrucksvoll sind die Jagdszenen aus den Prärien Nordamerikas, wo Indianer mit Pfeil und Bogen auf Bisons jagten. Faszinierend ist schließlich die Begegnung mit der artenreichen Tierwelt Afrikas, wo sich der Betrachter der kleinen Safarigruppe im Vordergrund anschließen kann, um die zahlreichen Einzelfiguren zu bewundern.
In den Wäldern Germaniens waren Wisent und Ur eine begehrte, wenn auch gefährliche Jagdbeute, und auch bei der Hirschjagd konnte plötzlich ein Braunbär auftauchen. Natürlich darf auch der Hirsch mit dem Kreuz im Geweih nicht fehlen, der im frühen Mittelalter den heiligen Hubertus zum Christentum bekehrte. Bei der Falkenjagd im Mittelalter sind Adelige mit ihren Damen zu bewundern, und wesentlich rauer ging es zu bei der Jagd auf Wildschweine mit der "Saufeder".
Bei den prunkvollen und feudalen Gesellschaftsjagden des Adels in der Renaissance und der Barockzeit war Waidgerechtigkeit noch ein Fremdwort, und mancher heutige Tierfreund und Jäger wird wohl eher die farbenprächtigen Kostüme der höfischen Jagdgesellschaften bewundern als die damalige Einstellung zur lebenden Kreatur.
Umso erfreulicher dafür der Besuch in einem Zoo vor über 100 Jahren, und auch der Jäger von Wilhelm Busch mit dem hinter ihm sitzenden Hasen gehört noch zum Thema der Ausstellung.
In allen Kulturen der Welt stand am Anfang die Jagd. Sie ist so alt wie die Menschheit selbst, und noch immer umgibt sie eine Aura des Archaischen. Als der "Homo heidelbergensis" vor 600 000 Jahren mit seiner Sippe durch die Gegend am Unteren Neckar streifte, war die Jagd für ihn eine Frage des Überlebens. Fleisch war die wichtigste Nahrungsquelle, Felle dienten als Kleidung, und aus den Knochen fertigte man Waffen und Schmuck. So ist die Jagdgeschichte eng verzahnt mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Die Jagd prägte die Kulturen bis hin zur Sozialordnung, zu Sprache, Mythos und Religion.
Erst als die Menschen sesshaft wurden und Ackerbau und Viehzucht betrieben, verlor die Jagd ihre ursprüngliche Bedeutung. Jetzt wurde die Jagd zum bevorzugten Vergnügen der adeligen Grundherren, und der bürgerliche Kampf gegen dieses feudale Jagdprivileg des Adels war erst im Revolutionsjahr 1848 erfolgreich. Nun war die Jagd allen Bürgern zugänglich, und sie hat bis heute überdauert als Passion, Freizeitsport, Wildhege und Statussymbol.

Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 21. April, um 17 Uhr im Zinnfiguren-Kabinett im Haspelturm.

20.04.05

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