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Wie sag’ ich’s meinem Kontrahenten? – konstruktiv Steit lösen


V.l., stehend: Stefanie Pannes-Bayram, Jutta Barner-Grüber, Gabriele Sellner. Sitzend: Charlotte Hamway, Julia Deschner, Lisa Morr, Tanja Sauer, Murat Seker (Foto: Koss)

(ak) Dennis schubst Kevin, Kevin verabreicht Dennis darauf hin eine Ohrfeige. Dennis brüllt schmerzerfüllt los. Die Mitschüler ergreifen Partei für Dennis und Kevin versteht die Welt nicht mehr. So oder ähnlich stellen sich viele Konflikte dar, die besonders in den 5. und 6. Klassen entstehen. Dort werden Streitereien noch offen ausgetragen und können daher auch von Außenstehenden bemerkt werden. Das führt mitunter zu Schwierigkeiten, die die ganze Klasse betreffen. Weil die Schüler im Alter von 11 oder 12 Jahren aber mit der Lösung der Zwistigkeiten oft noch überfordert sind, widmet sich ein Projekt, das in ganz Baden-Württemberg an vielen Schulen durchgeführt wird, diesem Problem. Mit Beginn dieses Schuljahres läuft auch am Hohenstaufen-Gymnasium in Eberbach die Arbeit der Schülermediatoren an. Aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe fanden sich Julia Deschner, Charlotte Hamway, Lisa Morr, Tanja Sauer und Murat Seker bereit, eine 40-stündige Ausbildung in „Streitschlichtung“ zu durchlaufen. In der Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung der Lehrerinnen Stefanie Pannes-Bayram und Gabriele Sellner und mit Unterstützung von Jutta Barner-Grüber, Mediatorin und Konfliktberaterin vom KPunkt Eberbach, wurden die Kenntnisse und das Konzept vermittelt.
Heute Vormittag stellten sich die fertigen Mediatorinnen und der Mediator in einem Pressegespräch vor. Im Rollenspiel verkörperten Murat Seker und Tanja Sauer zwei Schüler, deren Zwist unlösbar schien. Die Aufgabe der Mediatorinnen Charlotte Hamway und Julia Deschner war es nun, als unbeteiligte und parteilose Dritte die Gesprächsregeln festzulegen – man lässt einander aussprechen, beschimpft sich nicht und trägt nichts nach außen. Durch gezieltes Nachfragen wurden die Grundlagen des Streits erforscht und die Situation geklärt, der Standpunkt jedes Streitbeteiligten muss ernst genommen werden. Emotionen sollen außen vor bleiben, die Gesprächsebene so neutral und sachlich wie möglich bleiben. Es wurde darauf geachtet, dass die Mediatoren Distanz wahrten und die Lösungsvorschläge, von den Streithähnen selbst gefunden, wurden schriftlich festgehalten und sogar von allen Beteiligten unterschrieben. Nach Ablauf einer Frist von zwei Wochen können sich die ehemals Streitenden nochmals mit den Mediatoren zu einem Kontrollgespräch treffen, sollte das nicht mehr nötig sein, haben die Streitschlichter ganze Arbeit geleistet. Die Szene beobachtet hat Lisa Morr, die schließlich gemeinsam mit ihren vier selbstkritischen Kollegen Rückschau hielt.
Dieses Konzept ist tragfähig und sehr erfolgreich, eine Beobachtung, die Jutta Barner-Grüber an allen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis gemacht hat, an denen sie Schülermediation mit auf den Weg brachte. Die Neunt- und Zehntklässler sind für die Jüngeren bereits „Autoritäten“, auf die sie hören und die sie respektieren. Montags, mittwochs und freitags in der großen Pause können sich Schüler an sie wenden, schon jetzt haben die Fünf reichlich zu tun.
Damit das Projekt lebendig bleibt, gab die erfahrene Konfliktberaterin Barner-Grüber ihren Schützlingen Tipps mit auf den Weg: Macht Werbung, macht auf euch aufmerksam, fordert Feedback ein, seid echt, vergesst nie, bei den Menschen zu sein!
Für die Schülermediatoren, die sich aus reiner Neugierde zum Mitmachen entschlossen, bringt dieses Engagement hilfreiche Einsichten für das ganze Leben. Und sie können nun vermitteln, wie es auch mit dem Nachbarn in der Schulbank klappt.


16.09.05

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