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Feierliche Messe und Abschiedsfest im katholischen Gemeindehaus


Pfarrer Hubert Seitz feierte am Samstagabend seine Abschiedsmesse im Kreise einiger seiner priesterlichen Weggefährten (oben) und auf seinem Weg zum Gottesdienst in der Kirche St. Johannes Nepomuk (unten links). Pfarrer Hubert Seitz und seine Schwester Paula Seitz, die ihm in all den Eberbacher Jahren als "guter Geist im Pfarrhaus" bei der Erfüllung seines Dienstes zur Seite stand. (Fotos: Nolten-Casado/Wörner)

(tw) (bnc) Mit einem großen Fest verabschiedeten die katholischen Pfarrgemeinden vorgestern Abend in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk ihren langjährigen Pfarrer und Vorsitzenden der Seelsorgeeinheit Neckartal – Hoher Odenwald Edith Stein, den Geistlichen Rat Hubert Seitz, in den wohlverdienten Ruhestand.
Eine feierliche Messe stand am Anfang des Abends, an dem viele Eberbacher Katholiken sich aufgemacht hatten, um noch einmal gemeinsam mit ihrem Pfarrer Eucharistie – "Danksagung" – zu feiern. Auch musikalisch wurden dabei alle Register gezogen: die Pfarrkapelle unter ihrem Leiter Gustav Rumstadt, Kantorei und Singkreis unter dem Dirigat von Bezirkskantor Godehard Weithoff musizierten abwechselnd und gemeinsam.
Freude und Dank erfüllten den scheidenden Pfarrer beim Zurückschauen auf die lange Wegstrecke von 30 Jahren, die er in Eberbach verbracht habe, erklärte Seitz zur Begrüßung. Und "kaum ein Pfarrer hält es so lange aus in einer Gemeinde", fügte er gut gelaunt hinzu. Höhen und Tiefen habe er dabei durchlebt, aber "es hat mir gefallen in Eberbach und ich war gern hier". Das Evangelium vom Tage, das von Pfarradministrator Golo Ganz gelesen wurde, der Pfarrei und Seelsorgeeinheit bis zur Amtseinführung des neuen Pfarrers Matthias Stößer im November betreuen wird, schien wie für den Anlass ausgewählt. Vom Gutsbesitzer handelte es, der Arbeiter für seinen Weinberg sucht und denen, die er erst spät am Tag einstellt, den selben Lohn zahlt wie denen, die von der ersten Stunde an gearbeitet haben. Schon in seiner Jugend habe ihn der Satz "Geht auch ihr in meinen Weinberg" besonders angesprochen, erläuterte Seitz in seiner anschließenden Predigt. Und als Arbeiter im Weinberg des Herrn habe auch er sich die ganzen 47 Jahre seines Priesterlebens gesehen. Doch erhielten die irdischen Begriffe von Lohn und Arbeit in der biblischen Erzählung eine andere Dimension. Um das Mitwirken am Reich Gottes ginge es hier, einer Welt voller Gerechtigkeit, Freiheit und Friede. Als Lohn dürfe der Arbeiter auf Vollendung und unsterbliches Leben hoffen. Dabei mache Gott keine Unterschiede: Ob alt ob jung, ob arm oder reich – alle erhielten den gleichen Lohn.
Bei der Eucharistiefeier standen dann einige seiner priesterlichen Weggefährten mit Hubert Seitz um den Altar - Gerhard Hemker aus Neckargerach, der die Seelsorgeeinheit ebenfalls verlässt, Pater Kasimir Fieden aus Waldbrunn, Administrator Golo Ganz - aus Hirschhorn war Robert Oes gekommen, aus Heidelberg Alwin Schneider, Norbert Merz und Konrad Frohmüller aus des Pfarrers Heimatgemeinde Hardheim sowie sein langjähriger Bergsteigerfreund Franz-Joseph Ehrath aus Freiburg.
Nach der Kommunion dann das Dankeschön der Kantorei für ihren Präses: Mit Mendelssohns Vertonung von Psalm 91 stellten ihn die Sängerinnen und Sänger in den Segen Gottes und den Schutz seiner Engel: "... dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen."
Nun war die Zeit der Grußworte gekommen. Gertraut Springer, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Johannes Nepomuk, resümierte noch einmal die Epoche des priesterlichen Wirkens von Hubert Seitz in Eberbach und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz. "Du hinterlässt ein wohl geordnetes Haus in Pfarrei und Seelsorgeeinheit", bestätigte Dekan Klaus Bader seinem Amtsbruder. Für die evangelische Gemeinde Eberbachs bekundeten Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal, Pfarrerin Sabine König und Pfarrer Ekkehard Leytz Hubert Seitz ihre Wertschätzung und ihren Dank für seine große ökumenische Offenheit und Gesprächsbereitschaft. Dank seiner Mithilfe sei aus dem zarten Pflänzlein Ökumene ein "ansehnlicher Baum mit festem Wurzelwerk" herangewachsen.
Bürgermeister Bernhard Martin überbrachte den Dank aller Eberbacher an einen Seelsorger, der selbst im fortgeschrittenen Alter Tag für Tag für die Menschen dagewesen sei. Zur Erinnerung an Eberbach überreichte er Pfarrer Seitz eine Radierung mit Silhouetten der Stadt.
Ein Bachsches Präludium auf der Orgel beendete den Gottesdienst, während die Pfarrkapelle bereits vor dem Pfarrheim in Stellung ging, um die unzähligen Gäste zum gemütlichen Teil des Festes zu begrüßen. Ein köstliches Buffet, eine zünftige Weinprobe, einige musikalische Beiträge, ein paar humoristische Einlagen von Kellermeister Erwin Lustig, die Überreichung des "Hubertusblattes" – 30 Jahre Pfarrer Hubert Seitz in Eberbach im Zeitungsformat. Und dann noch ein Dankeswort von Paul Bungert, dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats St. Josef, an Paula Seitz, die ihrem Bruder all die Jahre über als "guter Geist im Pfarrhaus" bei der Erfüllung seines Dienstes zur Seite gestanden hat.
Am Donnerstag ist Umzugstag. Da ziehen der Pfarrer und seine Schwester nach Buchen. Ein paar Wochen Urlaub will er sich wohl gönnen. Aber dann wird er wieder mithelfen in der Seelsorge: "Der Regionaldekan braucht mich!"

19.09.05

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