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Was ist Nonbopjazzpop?


Das Alexandra Lehmler Quintett musizierte zwischen Designertischen und Gemälden von Hartmut Tramer bei Ronald Schmitt im Gretengrund. (Foto:Richter)

(hr) (ra) Heute Vormittag eröffnete Karin Uhrig vom Kulturamt im Ausstellungsraum der Ronald Schmitt Tische GmbH die Eberbacher Jazztage 2005. Das Alexandra Lehmler Quintett, abgekürzt "ALQ", präsentierte zwischen Designermöbeln sein musikalisches Credo: Nonbopjazzpop.
Dr. Andreas Wiese stellte sich als Repräsentant des gastgebenden Unternehmens die Frage, was man darunter zu verstehen habe und das Quintett antwortete zwei Stunden lang musikalisch, sehr zur Freude der zahlreich anwesenden Hörerschaft. Die Jugendabteilung des SV Eberbach sorgte für das leibliche Wohl der Besucher, so dass am Ende gerne weiterer Schulungsbedarf in Sachen "Nonbopjazzpop" angemeldet wurde, den das Ensemble mit einer Zugabe befriedigte.
Die Band um die versierte Saxophonistin Alexandra Lehmler schloss sich 2000 zusammen, um nach eigener Aussage "der harten Realität der Jazzwelt zu entfliehen und eigene Stücke zu komponieren".
Die gab es dann auch reichlich zu hören. Dabei hat es die Gruppe in nur fünf Jahren glänzend hinbekommen, einen eigenen Stil zu entwickeln, der inzwischen nicht nur in Nachwuchskreisen seine Spuren hinterlassen hat.
Matthias Debus, den Fans der Mardi Jam kein Unbekannter, entlockte seinem Kontrabass ein exzellentes Grounding, meist gezupft, mitunter aber auch gestrichen, geschlagen oder mit vibrierenden Bewegungen des gesamten Korpus zur besseren Klangabstrahlung in einer selbst komponierten Studie. Max Mahlert (Schlagzeug) und Farouk Gomati (Bongos und Percussion aller Art) horchten aufmerksam in sein Spiel hinein, getreu der alten Jazzbandregel: Das Schlagzeug hat dem Bass zu folgen! Die beiden ganz jungen Herren als "Gefolgsleute" zu bezeichnen, wäre jedoch grundverkehrt, beherrschen sie doch eine der höchsten musikalischen Tugenden in bewundernswerter Weise, nämlich die Fähigkeit aktiv auf die Mitspieler einzugehen, nicht Phrasen nachzuplappern, sondern überlegt mitzureden. Wenn der Pianist Daniel Prandl in die Tasten greift, bebt nicht unbedingt das Podium. Schon beim Soundcheck nahm er unnötige Härten aus dem Klang seines Digitalpianos. Wenn Prandl spielt, lohnt es sich aber immer hinzuhören, was vielen anwesenden Klatschbasen in der Peripherie der Ausstellungszone leider nicht gegeben schien. Natürlich darf bei einem Frühschoppen gequasselt werden, jedoch bot die Musik des Quintetts genügend interessante Momente, die ein gelegentliches Aufmerken rechtfertigen konnten.
Waren schon die Titel der Eigengewächse originell, so war es die Musik oft in gleicher Weise: "Babyschritte", "Sundance", "Falling" bis hin zur "Letzten Runde" mögen als Belege herhalten.
Wie sich die Musiker nach einem konzentriert geblasenen Saxophonsolo von Alexandra Lehmler in die "Madres de Plaza de Mayo" vorsichtig hineinschlichen, hatte das gewisse Etwas.
Nach der Pause schaute der Eberbacher Arzt, Maler und Musiker Hartmut Tramer kurz herein. Dem Wunsch nach Erklärung seiner ausgestellten Bilder konnte er wenig abgewinnen. Vielmehr karikierte er die Besucher von Galerien, die, anstatt sich in die Exponate zu vertiefen, mit dem Rücken zu den Bildern stehen und über Kunst debattierten oder zumindest das, was sie dafür halten.
So konnte auch die Frage nach dem Wesen des "Nonbopjazzpop" nicht explizit beantwortet werden, wenn die Sache für Alexandra Lehmler auch klar zu sein scheint: "Die eigene Stimme finden, das ist das Ziel". Der Applaus des Publikums gab ihr Recht.

In die zweite Runde geht "JazzMe 2005" am Freitag, 21. Oktober, um 20 Uhr im Autohaus Gass in Schönbrunn-Haag mit dem Tobias Langguth / Aldo Martinez Duo.

09.10.05

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