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Wenn der Felsenkeller zum Jazzkeller wird


(Foto:Canis)

(hr) (ra) Das Konzept der "JazzMe" - Reihe, Jazz in originellen Räumen zu präsentieren, ging wieder einmal auf. Am vergangenen Sonntag wurden die Gasträume der Privatbrauerei Felsenkeller in Beerfelden zum veritablen Jazzkeller. Die Musiker um den Kornettisten Ludwig Bansbach spielten urigen New Orleans und Brauereichef Andreas Schmucker bediente seine Gäste höchstpersönlich.
Kornette sehen aus wie übergewichtige Trompeten, zählen aber zu den Ventilhörnern. So klang alles eine Nuance weicher und, wenn dazu Lothar Jost seine Posaune oder Peter Büchner die Klarinette wimmern ließ, konnten veritable Ohrenschmeichler entstehen. Freilich waren das keine Süßwaren, hatte man doch echte Oldies aus der Frühzeit des Jazz im Sortiment, als Musik noch ein Ventil war, die Nöte der schwarzen Amerikaner herauszuschreien. Als Mario Cetto seinen E-Bass zupfte und Rainer Pfohl die große Trommel des Schlagzeugs trat, vibrierten die hölzernen Brauereidielen und das Grounding hätte nicht deftiger sein können. So richtig fetzig wurde der Rhythmus aber durch das obligate Banjo, hier geschlagen von Wolf Schwarz.
Stomps, Rags, Dixieland und natürlich auch der Blues waren im New Orleans der Jahrhundertwende angesagt. Der Einfluss der französischen Einwanderer und das Temperament der karibischen Kreolen trugen das ihre zu der Melange aus Biss und Sentiment bei, die heute noch begeistert. Das Publikum ging angeregt mit, auch als Bansbach die Lage der Notausgänge erklärte, da er gleich singen wollte. Die Gäste nahmen´s nicht nur gelassen, sondern hatten ihre Freude. Still wurde es für einen Moment, als die Ramblers der Opfer des Hurricans gedachten, der ihre musikalische Wahlheimat verwüstete und viele der Ärmsten, die in den USA durch jedes soziale Netz fallen, das Leben kostete. Glücklicherweise blieb das French-Quarter, ein Mekka der Jazzfreunde, weitgehend erhalten. Bei einer Parade in jenem Viertel konnte man sich wähnen, wenn die Musiker gedämpft und langsam schreitend losschluchzten – dann der berühmte Hahnenschrei des Kornetts und ab ging die Post.
So machte die Matinee Appetit auf mehr Originelles von der Sorte "Felsenkeller". Gemeint ist nicht nur die Biersorte sondern auch der Jazzkeller.

25.10.05

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