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Behutsamer Umgang mit neuen Medien erwünscht


Nach der kürzlichen Auszeichnung der Schönbrunner Multimedia-Grundschule durch den Ministerpräsidenten gab es in Gemeinderat und Elternschaft Diskussionen über die Verzahnung mit weiterführenden Schulen. (Foto: Böhm)

(ub) Nachdem die Schönbrunner Grundschule am 17. Oktober für ihre wegweisende Arbeit in der Bildungslandschaft Baden- Württemberg von Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Kultusminister Helmut Rau in Karlsruhe ausgezeichnet wurde, entfacht im Gemeinderat und in der Elternschaft eine rege Diskussion um diese "Insellösung" und die Verzahnung mit weiterführenden Schulen.
Zentrales Thema der letzten Schönbrunner Gemeinderatssitzung war ein Sachvortrag von Schulleiter Karlfried Schicht über neue Entwicklungen im Bildungsbereich. Die Kernaussage des Vortrages wird einige Schüler und Eltern motivieren, sich verstärkt um die individuelle Bildung zu kümmern. Nach Auskunft von Schicht sei das Ziel, ein begabungsgerechtes Bildungsangebot in den Schulen anzubieten, das der individuellen Bildung jedes einzelnen Kindes gerecht wird. Im europäischen Bildungskonzept der Grundschulen sei es nicht mehr Ziel, alle Kinder auf ein Niveau zu bringen, sondern jedes Kind nach seinem Potential zu fördern. Über differenzierte Förderung leistungsschwacher und leistungsstarker Schüler, die je nach Begabung in gemischten Klassen der Jahrgänge 1 und 2 bzw. 3 und 4 unterrichtet werden können, soll die Lernmotivation erzielt werden. Wohlwissend um die neuen Bildungsinhalte, habe die von ihm geleitete Grundschule ihre Richtung bereits geändert. Europaweit könne die Leistung der Schüler an den verschiedenen Schulen dokumentiert werden. Über die Leistungen an den Schulen werden sich künftig Budgetzuweisungen und somit auch Standorte definieren. Auf Initiative von Schicht wurden die regionalen weiterführenden Schulen angeschrieben, um die Verzahnung des neuen Bildungsmodells mit diesen zu klären. Schicht erklärte, er könne nur für seine Schule sprechen und von anderen Schulen nichts erzwingen. Jede Schule müsse ihre eigenen Aufgaben finden. Neben tiefgreifenden Änderungen auf der Schulleiterebene gäbe es Handlungsbedarf. Schicht bat die außerschulischen Partner um Unterstützung. "Ich bin nur ein kleiner Motor, der darauf achten muss, dass er läuft. Ich hoffe auf die elterliche Unterstützung und die des Gemeinderates" so Schicht.
Bis auf einen Gemeinderat beleuchteten Gemeinderäte und Eltern in der Diskussionsrunde das neue Bildungsmodell kritisch. Durch den Dauerunterricht an Computern sei die Kluft der Bildungsinhalte der Schönbrunner Multimedia-Grundschule zu denen an weiterführenden Schulen zu groß. Ein Elternvertreter forderte einen behutsamen Umgang der Schüler mit den neuen Medien, der Schüler nicht im gesamten Unterricht sondern allmählich in den Multimedia-Welt einführt. Gemeinderätin Karin Koch (CDU) stellte fest, "Schicht sei sehr einsam in der Umgebung der weiterführenden Schulen" und erkundigte sich, "wie lange es dauert, zu den anderen Welten der weiterführenden Schulen aufzuschließen". Ihr "reformallergischer" Kollege Joachim Bösenecker informierte sich, "ob die Vermittlung aller Basisqualifikationen wie Rechnen, Schreiben, Lesen in Schönbrunn gewährleistet sei". Schicht vertrat die Meinung, dass es, je nach Engagement der übrigen Schulen, schnelle Lösungen oder aber auch eine zehnjährige Episode bis zur optimalen Verzahnung geben könne. "Es gibt viele einsame Inseln, ich kann nicht für andere sprechen". Er versuche, eine gute Arbeit abzuliefern. Dazu sei eine positive Aufbruchsstimmung notwendig, auch andere Schulen müssten Mut beweisen, bis der Funke überspringt. Die PISA- Ergebnisse zeigten, dass "die Richtung in Schönbrunn die richtige sei".
Gemeinderat Ralf Heckmann, selbst Vater von zwei Grundschulkindern, bestätigte, dass seine Kinder gerne zur Schule gingen und verband dies mit der Hoffnung, dass sich für Probleme beim anstehenden Schulwechsel Lösungen finden werden.
Bürgermeister Roland Schilling lobte die Grundschule als "kleinen Leuchtturm für andere Schulen". Die Auszeichnung durch das Land bekommt man nicht in den Schoß gelegt. Mit dem Gemeindetag und dem Land will Schilling über die Finanzierung des Modells reden. Heute reiste eine Delegation des Rhein-Neckar-Kreises nach Stuttgart, wo über Budgetkürzungen und andere Schulthemen diskutiert wurde. Für die teilweise vom Lehrerkollegium gesponserte Ausstattung der Schule möchte Schilling künftig gerne auch externe Sponsoren gewinnen.

07.11.05

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