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Gediegener Jazz in stimmigem Ambiente


Axel Schlosser, Lars Binder, Arne Huber, Steffen Weber und Rainer Böhm (v.l.) jazzten im Modehaus. (Fotos:C.Richter)

(hr) (ra) Über mangelnde Publicity konnte sich Modehaus-Chef Dietrich Müller vorgestern Abend nicht beklagen, reichten doch die bereitgestellte Stühle nicht aus. Das Quintett "L 14,16", benannt nach der Adresse einer Studentenkneipe in den Mannheimer Quadraten, gehört längst zu den Exportschlagern im Jazzgenre, was zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen belegen.
Bedurfte es einer Bestätigung für die hochgeschraubten Erwartungen an diese Band, so genügten wenige Takte, um zu merken, dass hier ausgefeilte Arrangements von veritablen Profis präsentiert wurden. Als "fünf starke Individuen, die als geschlossene Band spielen" beschrieb die Jury die Sieger des 24. Internationalen Jazz-Wettbewerbs in Hoeilaart. Die jungen Herren stehen für Musik voller Energie und Esprit, ganz gleich ob Evergreens verfremdet werden oder Eigenkompositionen in der Tradition des Hard Bop auf dem Plan stehen. Dabei stimmte das Ambiente im Erdgeschoss des Modehauses Müller absolut: Im Hintergrund modische Auslagen, die elegant geschwungene Treppe ins Obergeschoss, Säulen mit Spiegeln an allen vier Seiten, gut abgemischtes Scheinwerferlicht – was will ein Veranstalter mehr? So beteuerten die Musiker auch mehrfach, hier gerne zu spielen. Dabei waren die launigen Ansagen von Unikum Axel Schlosser eine Nummer für sich. Musikalisch glänzte er mit einer goldenen Trompete oder einem schon recht verwittert aussehenden Flügelhorn. Im Duett mit Steffen "Larose" Weber (Saxophon) konnte man die technischen Möglichkeiten von Blechblasinstrumenten kongenial ausgelotet erleben. Ob blitzsaubere Unisoni (Melodien im Einklang), Mixturenklänge oder gemeinsames Gewimmer und Gestöhn auf dem Plan standen, nichts klang zufällig, die Linien waren bis in humoristische Abgesänge hinein wirklich geführt. Rainer Böhm steuerte nicht nur so manches originelle Arrangement bei, sondern zählt als Pianist zu den echten Könnern. Dabei spielte er ohne Frontabdeckung, so dass die gesamte Mechanik des Instruments, einer durchsichtigen Swatch-Uhr gleich, zu sehen war, was den optischen Reiz seines ohnehin ästhetischen Spiels noch steigerte. Lars Binder (Schlagzeug) gelang das Kunststück, durch wenige zunächst unspektakulär erscheinende rhythmische Kniffe der Musik den von ihm gewünschten Beat so zu unterlegen, dass im Zusammenspiel mit dem Bassisten Arne Huber das Grounding auch ohne lautstarke Soli zur Attraktion geriet.
Das Publikum wurde am Ende leider nur mit zwei kurzen Jazz-Jingles belohnt, was allerdings folgerichtig war: Hier wurde nicht herumgejamt, sondern gediegener Jazz auf höchstem Niveau zelebriert. Die Bewirtung der Gäste übernahmen Jugendliche aus den Reihen der "Voices of Heaven". Die Getränke spendierte das Modehaus Müller, der Verkaufserlös kommt der Amerikareise zugute, die der Chor 2006 plant.

12.11.05

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