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Regionale Zusammenarbeit über politische Grenzen hinweg


Informierten über Naturparke, Tourismus, Unesco Geopark und die Metropolregion: V.l. Horst Teuber, Reinhard Diehl, Claudia Eckhardt, Dr. Hans-Jürgen Seimetz und Manfred Robens. (Foto:Richter)

(hr) Dass Eberbach im Naturpark Neckartal-Odenwald liegt und im Thalheim´schen Haus dessen Hauptsitz mitsamt Informationszentrum beherbergt, ist hinlänglich bekannt. Dass dieser Naturpark -einer von sieben in Baden-Württemberg - 1.300 Quadratkilometer groß ist und 52 Mitgliedsgemeinden in drei Landkreisen umfasst, hat man auch hin und wieder gehört. Schon weniger geläufig sind hierzulande aber Begriffe wie "Unesco Geopark" oder "Metropolregion". Sie wurden am vergangenen Montag im Rathaus im Rahmen einer Info-Veranstaltung der Stadtverwaltung mit Leben erfüllt, und das jeweils aus berufenem Mund: Naturpark-Geschäftsführer Manfred Robens, Reinhard Diehl und Claudia Eckhardt vom Unesco Geopark Bergstraße-Odenwald sowie Dr. Hans-Jürgen Seimetz vom Raumordnungsverband Rhein-Neckar gaben umfassend Auskunft über Naturparke, Geoparke und Metropolregionen. Mit dabei war auch Horst Teuber von der Touristik-Gemeinschaft Odenwald (TGO), die die Region als Reiseziel vermarktet.
Als Gäste konnte Bürgermeister Bernhard Martin neben interessierten Einwohnern, Stadträten und Verwaltungsangehörigen auch zahlreiche Bürgermeister aus dem Eberbacher Umland begrüßen. Etliche davon kamen aus Südhessen, womit auch gleich ein zentrales Problem der Region klar wurde: Die politischen Grenzen, die vor rund 200 Jahren gezogen wurden, stehen im Gegensatz zu dem einheitlichen Naturraum des Odenwalds und zu den Beziehungen der Menschen untereinander. So gibt es im Odenwald entlang der Landesgrenze zwei Naturparke: "Neckartal-Odenwald" in Baden-Württemberg und "Bergstraße-Odenwald" in Hessen. In ihren Zielen - vor allem die Pflege, nachhaltige Nutzung und Darstellung der Kulturlandschaft - sind die Naturparke fast identisch mit dem "Unesco Geopark Bergstraße-Odenwald", der vor allem auf der gemeinsamen geologischen Ausgangssituation der Region beruht und rund 3.500 Quadratkilometer zwischen Darmstadt und Heidelberg, Worms und Miltenberg in den Ländern Hessen, Baden-Württemberg und Bayern umfasst. Während bereits rund die Hälfte der Mitgliedsgemeinden des Naturparks Neckartal-Odenwald dem Geopark beigetreten sind, gehört Eberbach noch nicht dazu.
Allein in Europa gibt es ein Netzwerk von 25 Geoparken, und der an geologischen wie kulturellen Besonderheiten reiche Odenwald befindet sich da mit der Provence in Südfrankreich oder der Insel Lesbos in Griechenland in illustrer Gesellschaft mit Unesco-Prädikat. Damit lässt sich international gut für die Region werben. Von der Geschäftsstelle in Lorsch wurde ein durchdachtes Besucher-Informationssystem mit "Eingangstoren" an den Grenzen, Info-Zentren und themenbezogenen "Geopark-Pfaden" entwickelt. Für den Informationfluss zu den Geopark-Besuchern sorgen ausgebildete Geopark-Ranger und Vor-Ort-Akteure.
Länderübergreifend wirkt auch die "Metropolregion Rhein-Neckar", die per Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg gegründet wurde, um die künftige Entwicklung in der Region auf eine gemeinsame Basis zu stellen. "Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensqualität" sind die drei großen Themen, auf die die Metropolregion Rhein-Neckar setzt und mit denen sie im Wettberwerb der Regionen bestehen will. Wenn auch die wesentlichen Entwicklungsziele auf den Ballungsraum Heidelberg/Mannheim gerichtet sind, sollen die Randgebiete wie Eberbach ebenfalls vom prosperierenden Kern der Region profitieren. Die Bürgermeister Manfred Heiss (Sensbachtal) und Thomas Ihrig (Hesseneck) bedauerten, dass die südhessischen Odenwald-Gemeinden, die eindeutig zur Rhein-Neckar-Region orientiert seien, von der Metropolregion ausgenommen sind, während der östlich angrenzende Neckar-Odenwald-Kreis mit dabei ist. Dr. Hans-Jürgen Seimetz betonte, dass die Grenzen der Metropolregion durchlässig seien, und plädierte für eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Odenwaldkreis.
Auf die Frage von Stadtrat Bruno Schmitt (SPD) nach den Chancen Eberbachs auf eine Mitgliedschaft im Geopark gab sich Reinhard Diehl optimistisch. Zwar müsse die Unesco jeder Gebietserweiterung zustimmen und lege strenge Kriterien an. Er sehe aber gute Chancen für eine sinnvolle Arrondierung der Geopark-Fläche durch die Aufnahme Eberbachs. Der Mitgliedsbeitrag für Eberbach läge bei jährlich rund 1.850 Euro.

Infos im Internet:
www.geo-naturpark.de
www.rhein-neckar-dreieck.de

23.11.05

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