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Als Showbands noch Namen hatten


V.l. Bernhard Sperfechter, Ringo Hirth, Jochen Brauer und Roland Döringer. (Foto:Richter)

(hr) (ra) "Der große Wurf", "Dalli Dalli" oder "Die Montagsmaler" hießen die Kultshows der Sechziger, Siebziger und Achtziger. Allen gemein war die Ansage "Musik: Das Jochen-Brauer-Sextett!" So zeigte sich Jam-Gastgeber Bernhard Sperrfechter am vergangenen Dienstag geehrt, im Eberbacher Badhauskeller eine leibhaftige Musikerikone präsentieren zu können.
Werden TV-Unterhaltungssendungen heute vielfach von namenlosen Studioformationen mit musikalisch-minimalistischen Jingles aufgelockert, so gab es früher "den" Zuständigen. Namen wie Max Greger, Franz Grothe oder eben Jochen Brauer waren einem Millionenpublikum geläufig. Letzterer ist heute 75 Jahre alt und keiner will es ihm glauben. Bernhard Sperrfechter stellte ihm zwei Musiker erster Güte zur Seite: Am Bass Roland Döringer, ein gern gesehener Stammgast der Mardi Jams, sowie einen der bekanntesten unbekannten Schlagzeuger, Ringo Hirth. Wer sich Hubert Kahs "Sternenhimmel" anhört, hört Ringo Hirth.
Natürlich nahm Altstar Brauer das Heft in die Hand. Er moderierte, spielte Saxophon, Klarinette oder Querflöte und sang, wie er betonte "auf eigenen Wunsch". Jokes von der Sorte "Rauchen Sie nicht im Bett, die Asche, die herunterfällt, könnte ihre sein" wechselten mit Musikeranekdoten oder Blondinenwitzen, für die er sich artig entschuldigte. Der Mann, der mit fünf Jahren Klavier spielte und sein Musikerexamen auf dem Cello absolvierte, steht für unterhaltsamen eloquenten Jazz, den jeder gerne hört. Ob südamerikanischer Samba oder ein schwarzamerikanisches "Georgia" auf dem Plan standen spielte eigentlich keine Rolle. Alles klang gut, Brauer hat sein Metier von der Pike auf gelernt. Zeigte er mit dem Finger auf Döringer, spann dieser die melodischen Fäden fort indem er seinen Kontrabass singen ließ. Auch Bernhard Sperrfechter ließ sich so in die Pflicht nehmen, machte jedoch immer wieder deutlich, dass man hier einen "Stilisten" spielen hörte. Manchmal nahm er sich die Zeit, nur alle paar Sekunden einen pianissimo dahin gehauchten Gitarrenakkord einzuwerfen, dies jedoch messerscharf getimt. Auch so werden Soli spannend. Versäumte es das Publikum, ein Solo mit Szenenapplaus zu quittieren, kommentierte Brauer trocken: "Danke es genügt".
Ringo Hirth mag es kernig und präsentierte ein kraftstrotzendes Schlagzeugsolo, das für manches "Yeah!" gut war. Im Combospiel verlieh er auch einfachen Geradeaus-Rhythmen einen phänomenalen Groove, während an sich rund laufende Dreitakter eine durchaus widerborstige Note bekamen. So hielt die Combo das Publikum bei bester Laune, und es musste um Zugaben nicht lange bitten. Auf der "Route 66" klang der Abend nostalgisch und packend zugleich aus.

Die nächste Mardi Jam ist für Dienstag, 17. Januar, geplant. Joachim Lösch, der Trompeter der Gruppe "Hot Four", hat bereits zugesagt.

14.12.05

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