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Meine Trauer wird dich finden

(bro) (ab) Im gut besuchten zweiten Vortrag der Vortragsreihe des Hospizdienstes und –Vereins Eberbach–Schönbrunn e.V. verdeutlichte der Referent Roland Kachler, selbst Theologe und Therapeut in einer Beratungsstelle, das vorrangige Suchen des Trauernden.

Der Referent Roland Kachler, der selbst einen Sohn verloren hatte und weiß wie schmerzhaft Trauer ist, versicherte den Besuchern, dass es inmitten der schweren schwarzen Trauer sichere Orte wie Licht im Dunkel gibt.

"Ich will dich wiederfinden, eine neue Beziehung zu dir, und weiß nicht wie, jetzt wo du weg bist." Dieses starke Bedürfnis angesichts des schmerzlichen Verlustes ist die erste und stärkste Sehnsucht des Trauernden.

Nicht die Ermutigung den Verstorbenen loszulassen, eröffnet den Weg, denn am Beginn der Trauer ist der Verstorbene dem Trauernden so nahe wie nie. Jeder Trauernder möchte und muss eine neue Beziehung zum Verstorbenen finden, und Gefühle wie Sehnsucht, Liebe und Mitgefühl mit dem Verstorbenen helfen ihm dabei.

Diese drei "Schwestern der Trauer" helfen, die Beziehung zum Verstorbenen wiederzufinden, denn sie weisen dem Verstorbenen einen sicheren Ort zu. Diesen (inneren) sicheren Ort wiederzufinden, ist der wichtigste und heilsamste Schritt in der Trauerarbeit.

Schon Kinder, aber auch fast alle religiösen, mythologischen Institutionen stellen sich dieser Frage "Wo ist der Verstorbene jetzt?" Von allen wird die Antwort gegeben: "Der Tod ist Übergang in eine "Anderswelt". Diese "Anderswelt" ist ein sicherer Ort, wo der Verstorbene gut und sicher aufgehoben ist."

Kachler ermutigte, diese eigenen Orte aufzuspüren und zu besuchen: z.B. das konkrete Grab, aber auch symbolische religiöse Orte, es kann auch die Gedenkecke in der Wohnung sein, oder man kann vertraute Orte des Verstorbenen besuchen. Die Erinnerung kann helfen - das Erinnern schenkt eine tröstliche innere Nähe.

Doch Kachler warnte die zahlreichen Besucher seines Vortrags auch vor der oft wohlmeinenden Tröstung: "Sei doch dankbar, was du mit dem Verstorbenen erlebt hast.", denn gerade am Beginn der Trauer fehlt der Verstorbene nur, ist nur Schmerz da und überhaupt kein Platz für dankbares Erinnern. Trauernde spüren den Verlust als Schmerz überall im Körper. Deshalb kann die Frage "Wo spürst du deinen Verstorbenen und wie?" sehr viel mehr erleichtern und Verständnis zeigen.

Die nächsten Vorträge, die sich mit den Themen: Sterben, Tod, Trauer und hospizliche Begleitung auseinandersetzen:

  • Dienstag, 17. Februar, "Sterbebegleitung - Über das begleitete Sterben in unseren Tagen", Referent: Heribert Kampschröer, Trauerbegleiter, Neckargemünd
  • Dienstag, 10. März, "Wenn Kinder trauern", Referentin: Margit Franz, Diplompädagogin, Trauerbegleiterin, Darmstadt


05.02.09

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