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Mehrkosten übersteigen Millionengrenze


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Seit Wochen wird in Eberbach über die Höhe der Kostenüberschreitungen beim Umbau des Hohenstaufen-Gymnasiums spekuliert. Heute gaben Bürgermeister Bernhard Martin und Stadtbaumeister Manfred Janner neue Informationen über den Kostenstand bekannt.

In der zweiten Aprilwoche habe der beauftragte Architekt dem Bauamt Kostenüberschreitungen von rund 450.000 Euro angekündigt. Bis dahin habe er immer bestätigt, dass die Kosten im vorgesehenen Rahmen lägen - insgesamt rund 6,4 Millionen Euro bis zur Beendigung des zweiten Bauabschnitts. Eine Woche später habe der Planer die Finanzlücke auf 750.000 Euro beziffert, um sie wiederum eine Woche später auf rund 950.000 Euro anzuheben.
Aus den seit April vom Architekturbüro vorgelegten Zahlen und eigenen Überprüfungen summiert das Stadtbauamt die Mehrkosten nun auf bis zu 1,35 Millionen Euro. In dieser Summe enthalten sind Nachforderungen dreier Firmen in Höhe von 350.000 Euro, die strittig sind und möglicherweise nicht ganz anfallen.

Allein um bis eine halbe Million Euro teurer gegenüber der Kostenberechnung vom März wird voraussichtlich der Rohbau für die beiden neuen holzverkleideten Schulanbauten. Die Rohbauten waren bereits Ende 2007 fertig, aber über die Schlussrechnung streiten sich die Baufirma und die Stadt noch. Das Unternehmen macht vor allem in der Ausschreibung nicht erfasste Leistungen und verlängerte Bauzeiten geltend, die es nicht selbst zu verantworten habe. Deutlich teurer als im März berechnet dürften auch die Rohbauarbeiten im talseitigen Altbau der Schule werden, wo die Mensa eingebaut wird. Grund waren hier laut Bauamtsmitarbeiter Joachim Waniek vorab nicht erkennbare Mängel an tragenden Teilen, denn Stützen seien in den 1960er Jahren beim Bau der Schule kuzerhand für Leitungsverlegungen durchbohrt und in ihrer Tragfähigkeit beeinträchtigt worden. Sie mussten nun verstärkt werden, um die Statik des Bauwerks zu verbessern.

Den Grund für die scheibchenweise ans Tageslicht gekommene Finanzierungslücke sieht die Verwaltung vor allem in einer ungenügenden Kostenfortschreibung durch den Architekten. Gemäß Vertrag und Honorarordnung habe der Planer nämlich die Entwicklung der Kosten zu kontrollieren und die Stadt im Falle von Kostensteigerungen sofort zu warnen, um rechtzeitig gegensteuern oder den Finanzrahmen anpassen zu können. Den Forderungen der Stadt nach Vorlage exakter Zahlen sei der Architekt nur zögerlich nachgekommen. Schließlich habe er - rund zweieinhalb Monate nach den ersten Verteuerungsanzeichen - in der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 25. Juni die Berechnungen des Bauamtes über die 1,35-Millionen-Steigerung bestätigt.

Die Entwicklung ist im Rathaus nicht vorher aufgefallen, weil sich das Bauamt bei der Kostenkontrolle weitgehend auf die Angaben des Architekten verlassen und eigene Überprüfungen nur stichprobenhaft vorgenommen hat. Bis Ende März seien die Kostenangaben des Planers "in sich plausibel" gewesen, und man sei daher von einer korrekten Kostenfortschreibung ausgegangen, sagte Manfred Janner. Auch die Gemeinderatsmitglieder glaubten an die Korrektheit der bis März vorgelegten Zahlen. Selbstkritisch merkte Stadtrat Peter Stumpf (AGL) beim heutigen Pressegespräch an, dass man einen Controller hätte einsetzen sollen und dies auch bei künftigen Bauprojekten der Stadt fordern werde.

Ob die Stadtverwaltung die von ihr vermutete Nachlässigkeit des Architekten durch eine Honorarminderung ahnden kann, soll noch geprüft werden. Priorität hat jetzt aber die Fertigstellung des talseitigen Schulbaus (unser Bild) mit der Mensa bis zum Beginn des Ganztagesbetriebs im September - unter Federführung des bisherigen Architekten. Janner ist sicher, dass die Schule "in ihren Grundfunktionen" nach den Sommerferien in Betrieb gehen kann, auch wenn noch nicht alles fertig ist.

Zurückgestellt werden alle geplanten Maßnahmen am mittleren und am oberen Schultrakt, darunter der Aulaumbau, Brandschutzmaßnahmen, die Fenstererneuerung und die Sanierung des Verbindungsstegs zwischen den Schulbauten. Diese Vorhaben machen rund 950.000 Euro aus, so dass vorerst wohl noch rund 400.000 Euro zu finanzieren sind. Ob sich die bisher zugesagten Fördergelder von 2,8 Millionen Euro noch erhöhen lassen oder ob die Stadt die Kostensteigerung allein schultern muss, ist noch unklar.

Die geplante Gesamtinvestition am HSG einschließlich Dachsanierung und Heizungserneuerung wird aktuell auf bis zu 9,75 Millionen Euro geschätzt. Im Januar war man noch von einem Gesamtvolumen von unter 8 Millionen Euro ausgegangen (wir berichteten).

Diskussion im Forum

07.07.09

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