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BOS-Regionalteam informierte Gemeinderat


Der geplante Funkmast würde den Gipfel um knapp 40 Meter überragen. (Foto: Hofherr)

(hof) Ausführlich über den geplanten Digitalfunkmast am Katzenbuckel informiert, wurde der Gemeinderat Waldbrunn in seiner gestrigen Sondersitzung. Vom Regierungspräsidium Karlsruhe war Hans-Walter Ludwig vom zuständigen Regionalteam in den Hohen Odenwald gekommen. Vom Landratsamt Neckar-Odenwald war Axel Krahl vom Fachdienst „Bauen und Umwelt” gekommen.

Einführend hob Bürgermeister Klaus Schölch hervor, dass man das sensible Landschaftsbild am Katzenbuckel bei der Entscheidung berücksichtigen müsse. Man dürfe dabei aber nicht die Sicherheit der Bürger aus den Augen verlieren. Für ihn habe dies oberste Priorität.

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte Hans-Walter Ludwig die Vorteile des Digitalfunks im Vergleich zum alten System heraus. Insbesondere Abhörsicherheit und die Möglichkeit, die Funknetze aller Rettungskräfte zusammen zu schalten, wurden von Ludwig hervorgehoben.

Um die optimale Funkversorgung zu gewährleisten müsse man in Baden-Württemberg 630 Basisstationen betreiben. Hiervon 23 im Neckar-Odenwald-Kreis. Man versuche vorhandene Mobilfunkmasten zu nutzen, um zusätzliche Strahlenbelastungen, aber auch Kosten zu vermeiden. Im Kreisgebiet müsse man aber vier Neubauten in Angriff nehmen, wovon ein Standort am Katzenbuckel vorgesehen sei. Nur so könne die Sicherheit der Bürger gewährleistet werden, ist Hans-Walter Ludwig überzeugt. Das neue Funknetz soll in Baden-Württemberg bis 31.12.2010 stehen.

Aufgrund der Kontroverse habe man auch auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung verschiedene Alternativstandorte geprüft. Es habe sich aber gezeigt, dass weder Max-Wilhelms-Höhe, Reisenbach, Imberg und Hirschberg die geforderte Funkversorgung gewährleisten.

Allerdings könne man die Höhe des Funkmasts nach derzeitigem Planungsstand auf 42-45 Meter reduzieren, da die bisher vorgesehenen 1,8m großen Parabolspiegel am Reisenbacher Sender angebracht werden können. Am Katzenbuckel werden daher lediglich zwei Spiegelantennen mit 0,6m sowie ein Spiegel mit 0,3m Durchmesser benötigt. Zusätzlich zur Höhe des Masts kommt eine knapp 3m lange Stabantenne, sodass das Bauwerk den Gipfel um 35-40m überragt. Der Mast kann sowohl als Beton-, als auch in Gitterkonstruktion errichtet werden. Die Baumaßnahme soll so umweltverträglich wie möglich durchgeführt werden. Insgesamt müssen acht Bäume gefällt werden. Eine Umzäunung ist nicht vorgesehen. Das Stromhäuschen neben dem Mast ist mit Holzverkleidung geplant, stellte Ludwig weitere Details vor. Vonseiten des Regionalteams BOS beim Regierungspräsidium sei die Planung abgeschlossen. Man warte derzeit auf die verschiedenen Gutachten insbesondere zur flugtechnischen Sicherung. Sobald diese vorliegen will man weitere Genehmigungsschritte einleiten.

Aus allen Fraktionen wurde auf die massive Beeinträchtigung des Landschaftsbilds und auf die schutzwürdige Natur am Naturdenkmal Katzenbuckel hingewiesen. Allerdings gehe die Sicherheit der Bevölkerung vor.

Auf hartnäckige Nachfragen aus den Fraktionen musste Ludwig bekennen, dass eine Grundversorgung auch ohne Funkmast auf dem Katzenbuckel möglich sei. Man müsste dann allerdings einen Ring um Waldbrunn legen, der aus bis zu fünf Digitalfunkmasten mit Basisstationen besteht. Dies führe aber zu einer stärkeren Strahlungsbelastung und wäre ein massiver Mehraufwand mit entsprechenden Kosten.

Außerdem zeigte die Diskussion, dass im Handynetz auch mit dem geplanten Funkmast auf dem Katzenbuckel die bisherigen Funklöcher bleiben, sodass die Benachrichtigung von Rettungskräften per Mobiltelefon durch Bürger im Notfall nicht verbessert wird. Hierfür müssten zusätzliche Antennen auf dem Funkmast angebracht werden, was derzeit allerdings ausgeschlossen wird.

Axel Krahl vom Landratsamt teilte dem Gemeinderat mit, dass er den Landesnaturschutzverband in die Entscheidung einbinden wird, da es sich beim Katzenbuckel zum einen um ein Landschaftsschutzgebiet handelt und darüber hinaus Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiete (FFH) betroffen wären. Außerdem stellte er klar, dass sich die Gemeinde in einer starken Position befinde. Da es eine Baumaßnahme im Außenbereich ist, muss der Gemeinderat einem entsprechenden Bauantrag zustimmen. Sollte er diese Zustimmung aus wichtigem Grund versagen, würde sich der Neckar-Odenwald-Kreis diesem Votum nicht entgegen stellen.

Alle Fraktionen und Bürgermeister Klaus Schölch dankten für die umfassende Information. Eine Entscheidung für einen möglichen Standort am Katzenbuckel mache sich kein Gemeinderatsmitglied leicht, zeigte sich Schölch sicher.

Mit der Bitte, den alternativen Funkmastring rund um Waldbrunn zu prüfen wurden die Vertreter des BOS-Regionalteams verabschiedet.


03.02.10

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